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Warrior Wolves

MondrudelBearbeiten

Das Mondrudel war mal das größte Rudel von allen, nun nur noch das zweitgrößte Rudel. Hier leben momentan ungefähr gleich viele Wölfe und Wölfinnen.


--Heilerin: Tatzenmond

-Silberne schöne Wölfin mit grünen Augen

-Schwester von: Silberschweif

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Ältester: Kurzkralle ( +Blühzeit )

-brauner Wolf, ältester von allen Rudeln

-Bruder von: Freistreif

-Vater von:


--Ältester: Rundherz

-schwarz-weißer Wolf mit kurzem Schweif

-Bruder von:

-Vater von: Kratzstille


--Ältester: Freistreif

-Rot-brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr

-Bruder von: Kurzkralle

-Vater von:


--Mutter: Blühzeit (+Kurzkralle )

-Weiße Wölfin mit hellgrünen Augen. Lachs ist ihr Lieblingsessen.

-Schwester von:

-Mutter von: Trockenzunge, Graupelz


--Mutter: Kratzstille (+Trockenzunge )

-grau-weiße Wölfin mit paar Narben über ihrem schlanken Körper verstreut

-Schwester von:

-Mutter von:


--Mutter: Silberschweif (+Graupelz)

-Silberne Wölfin mit einer schwarzen Pfote, grüne Augen

-Schwester von: Tatzenmond

-Mutter von:


--Kriegerin: Schneefell

-Schneeweiße Wölfin, hat bereits ein Junges verloren

-Schwester von:

-Mutter von: Eisblume, Knotenfell, Muskelkralle

-Mentorin von:


--Krieger: Trockenzunge (+Kratzstille)

-Dunkel- und Hellgrau gestreifter Wolf mit dunklen Augen

-Bruder von: Graupelz

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Graupelz (+Silberschweif)

-Dunkelgrauer flinker Wolf mit dunklen Augen und einer weißen Ohrspitze

-Bruder von:Trockenzunge

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Eisblume

-Schneeweiße junge Wölfin mit einem braunen Bein und grünen Augen.

-Schwester von: Knotenfell, Muskelkralle

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Kriegerin: Knotenfell

-Schwarz-braune Wölfin mit smaragdgrünen Augen

-Schwester von: Eisblume, Muskelkralle

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Muskelkralle

-Schwarz-brauner Wolf mit einem braunen und einem grünen Auge.

-Bruder von: Eisblume, Knotenfell

-Vater von:

-Mentor von:


--Schüler: Huskytatze

-Schwarz-weißer Wolf, wurde von Bissmund gefunden

-Bruder von:

SchattenrudelBearbeiten

Das Schattenrudel bevorzugt das Leben hinter den Bergen im Schatten der Berge. Es ist das größte Rudel von allen. Hier leben vor allem Wölfinnen. Es ist meist friedlich. Das Rudel hat viel Kontakt zu anderen Wölfen, die außerhalb der Rudel leben.

--Kriegsanführer: Stumpfkrieger (+Flockenpelz)

-Hellgrauer Wolf der nicht viel redet, schneller Läufer

-Bruder von:

-Vater von: Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Mentor von:


--Friedensanführerin: Leopardenstille

-hellgraue Wölfin mit getüpfeltem Fell und dunklen schönen Augen

-Schwester von: Pfotenschritt

-Mutter von:

-Mentorin von: Zweigtatze

--Heiler: Riesenhalm

-großer Wolf mit weißem Fell

-Bruder von: Weißmaus

-Vater von:

-Mentor von: Kopftatze


--Heiler: Pfotenschritt

-Hellbrauner Wolf, der sehr schnell ist

-Bruder von: Leopardenstille

-Vater von:

-Mentor von:


--Älteste: Steinfell

-steinfarbene Wölfin, ihre Uhrgroßmutter war ein Halbblut.

-Schwester von:

-Mutter von: Flockenpelz


--Ältester: Drecklage

-Brauner Wolf, der sehr schnell Beleidigt ist

-Bruder von:

-Vater von: Salzwasserperle, Braunwolf, Süßwasserperle


--Kriegerin: Weißmaus

-Weiße Wölfin mit grünen Augen, liebt frisches Rentierfleisch

-Schwester von: Riesenhalm

-Mutter von:

-Mentorin von: Horntatze


--Kriegerin: Specksonne (+ Braunwolf)

-Früher war sie dick, jetzt nicht mehr, sie hat eine schwere Vergangenheit

-Schwester von:

-Mutter von: Eutertatze, Horntatze

-Mentorin von:


--Kriegerin: Flockenpelz (+ Stumpfkrieger)

-Schwarzes Fell mit dunkel braunen Flocken drauf, ihre Ururgroßmutter war ein Halbblut

-Schwester von:

-Mutter von: Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Mentorin von: Eutertatze


--Kriegerin: Salzwasserperle

-Hell- und dunkelbraun gestreiftes Fell. Eine gute Jägerin

-Schwester von: Braunwolf, Süßwasserperle

-Mutter von:

-Mentorin von: Spinnentatze


--Krieger: Braunwolf (+Specksonne)

-Brauner Wolf, der seine Familie sehr liebt. Er ist nicht sehr romantisch

-Bruder von: Salzwasserperle, Süßwasserperle

-Vater von: Eutertatze, Horntatze

-Mentor von:


--Kriegerin: Süßwasserperle

-Sie hat schönes immer gepflegtes braunes Fell und dunkele Augen

-Schwester von: Salzwasserperle, Braunwolf

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Schülerin: Kopftatze

-Hellgraue Schülerin mit 3 schwarzen Pfoten. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Schwester von: Zweigtatze, Spinnentatze


--Schülerin: Zweigtatze

-Hell braune Wölfin mit schwarzen Fellteilen. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Schwester von: Kopftatze, Spinnentatze


--Schüler: Spinnentatze

-Hellgrauer Wolf mit einem schwarzen Streifen auf dem Rücken, bis zur Schweif spitze. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Bruder von: Kopftatze, Zweigtatze


--Schülerin: Eutertatze

-Braun und dunkelbraun gestreift, mit kleinen Augen. Ungeduldig, aber dafür schön.

-Schwester von: Horntatze


--Schüler: Horntatze

-Brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr

-Bruder von: Eutertatze

BergrudelBearbeiten

Bevorzugt das Leben in den Bergen. Das Rudel ist bekannt für seine schlauen Heiler. In diesem Rudel leben viel mehr männliche als weibliche Wölfe.

--Kriegsanführerin: Wildkriegerin

-Schöne hellbraune Wölfin mit grauen Augen, sie ist schlau hat aber zu wenig Rücksicht

-Schwester von:

-Mutter von: Briesestern, Pflanzenspross

-Mentorin von:


--Friedensanführer: Kraterstille

-Er hat dunkelbraunes, leicht rotes Fell, ist stark gebaut und hat einen langen Schweif

-Bruder von: Langpelz

-Vater von:

-Mentor von:


--Heiler: Langpelz

-Schwarzer Wolf mit dunklen Augen. Spricht nicht viel

-Bruder von: Kraterstille,

-Vater von:

-Mentor von:


--Heilerin: Zeckenbiss

-Eine graue Wölfin, die oft Zecken hat

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Ältester: Weltzschnee

-Weißes Fell mit brauner Schwanzspitze und braunen Pfoten

-Bruder von:

-Vater von: Briesestern, Pflanzenspross


--Ältester: Schmerzfuß

-Er erzählt gerne Geschichten, die aber nicht immer der Wahrheit entsprechen

-Bruder von:

-Vater von:


--Mutter: Hügelwölfin (+Staubfell)

-Hell braune Wölfin, die frische Kaninchen mag

-Schwester von:

-Mutter von: Zeckenbiss


--Krieger: Staubfell (+Hügelwölfin)

-Hellgrauer Wolf, der große Geduld hat, seine Eltern starben als er Schüler war

-Bruder von:

-Vater von: Zeckenbiss

-Mentor von:


--Krieger: Haufenwolf

-Schwarz-weiße gestreifter Wolf mit grauen Augen. Er hat viele Narben

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Rammfuß (+Briesestern)

-Er hat rötliches Fell mit einer weißen Schwanzspitze

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Briesestern (+Rammfuß)

-Sie hat weißes Fell und braune Pfoten

-Schwester von: Pflanzenspross

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Pflanzenspross

-Ein brauner Wolf mit grünen Augen und großen Pupillen

-Bruder von: Briesestern

-Vater von:

-Mentor von:

SchneerudelBearbeiten

Das Schneerudel lebt problemlos auch in tieferem Schnee. Es hat ein aggressives Verhalten und mag das Kämpfen. Deshalb gibt es im Rudel viele Kämpfer und Kämpferinnen. Es gibt hier doppelt so viele weibliche Wölfinnen als männliche.

--Kriegsanführer: Hundekrieger (+Miniblatt)

-Dunkelbrauner Wolf mit einem langen Schweif und vielen Narben

-Bruder von:

-Vater von: Tüpfelfell, Kichermoos

-Mentor von:


--Friedensanführer: Laufstille (+Nagelmond)

-Schwarz-weißer Wolf mit sehr scharfen Reißzähnen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Älteste: Brühfell

-Sie hat stumpfes braunes Fell und ist auf einem Auge blind

-Schwester von:

-Mutter von: Pelzknäuel


--Mutter: Nagelmond (+Laufstille)

-Schwarz-weiß getüpfelte Wölfin

-Schwester von: Fellwolf

-Mutter von:


--Mutter: Miniblatt (+Hundekrieger)

-Braunes Fell mit fast goldenen Augen

-Schwester von:

-Mutter von: Tüpfelfell, Kichermoos


--Kriegerin: Albtraumkern

-Sie hat fast rotes Fell, mit braunen Augen, hatte als Schülerin oft Albträume

-Schwester von: Magerblüte (Funkenrudel)

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Pelzknäuel (+Duftpelz)


-Er ist ein dunkelbrauner Wolf und ein guter Kämpfer

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Blechfell

-Ein Hellgrauer Krieger mit grauen Augen, er ist etwas tollpatschig

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Duftpelz (+Pelzknäuel)

-Hell- und Dunkelbraun getüpfelte Wölfin mit grünen Augen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Fellwolf

-langhaariger weißer Wolf mit vielen Narben am Bauch

-Bruder von: Nagelmond

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Tüpfelfell

-Getüpfelte Grau-weiße Wölfin

-Schwester von: Kichermoos

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Kriegerin: Kichermoos

-Kleine geschmeidige graue Wölfin mit weißen Pfoten

-Schwester von: Tüpfelfell

-Mutter von:

-Mentorin von:

FunkenrudelBearbeiten

Das Funkenrudel ist das kleinste Rudel von allen. Es ist trotzdem stark und vor allem schlau. In dem Rudel haben die Wölfe starkes Vertrauen untereinander.

--Kriegsanführerin: Spitzkriegerin

-Sie hat Raben-schwarzes Fell und dunkle Augen. Sie hat große Augen bei Gewitter

-Schwester von: Pumastein

-Mutter von:

-Mentorin von: Rippentatze


--Friedensanführerin: Sturstille

-Weiße Wölfin mit dunkelbrauner Stirn und braunen Augen. Sie hat lange stabile Krallen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Heiler: Wachwolf

-Er braucht nicht viel Schlaf und hat braunes Fell mit grünen Augen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Ältester: Holzrücken (+Magerblüte)

-Ein hellbrauner Wolf mit Narben am rechten Hinterbein

-Bruder von:

-Vater von: Glatttatze, Rippentatze


--Älteste: Magerblüte (+Holzrücken)

-Sie kennt ihre Schwester fast gar nicht. Sie hat schönes rotes Fell. Früh bei den Ältesten, weil sie auf einem Auge fast blind ist und auf dem anderen blind.

-Schwester von: Albtraumkern (Schneerudel)

-Mutter von: Glutwelle, Glatttatze, Rippentatze


--Krieger: Pumastein

-Raben-schwarzer Krieger mit einem braunen Ohr

-Bruder von: Spitzkriegerin

-Vater von:

-Mentor von: Glatttatze


--Krieger: Glutwelle

-Ein roter Krieger, der ziemlich klein ist, aber trotzdem stark und schnell

-Bruder von: Glatttatze, Rippentatze

-Vater von:

-Mentor von:


--Schülerin: Glatttatze

-Hellbraune Schülerin mit einem roten Ohr und verschiedenfarbige Augen

-Schwester von: Glutwelle, Rippentatze


--Schüler: Rippentatze

-Hellbrauner Wolf mit hellbraunen Augen und mittellangem Schweif

-Bruder von: Glutwelle, Glatttatze

Kapitel 1Bearbeiten

„War er dein Vater?“, sagte Glatttatze mitfühlend. Deprimiert blickte Huskytatze auf Bissmund herab. „Das ist eine komplizierte Geschichte.“, seufzte er. „Komm jetzt Glatttatze, lass ihn mal in Ruhe“, sagte Sturstille. „Warum nur? Warum hat es gerade dich erwischt?“, murmelte Huskytatze vor sich hin. Knotenfell setzte sich, ohne Krach zu machen neben ihn und schmiegte ihren Schwarz-Braunen Pelz an den seinen. Eine Träne stieg in ihm hoch. Er hätte schreien können, bis zum nächsten Vollmond, doch das brachte nichts. Er drehte den Kopf weg, damit Knotenfell seine Traurigkeit nicht zu sehr sah. „Ist sonst noch jemandem etwas passiert?“, fragte er zur Ausrede. „Nur einige Wunden, aber keine Toten.“ Beim diesem Wort wollte Huskytatze wieder losheulen. Warum gerade Bissmund, warum nicht Freistreif! Huskytatze sah, dass Freistreif auch traurig wirkte. Aus weiterer Entfernung schaute er hinüber zu Bissmunds Leiche. „Komm“, befahl Huskytatze und ließ Bissmund frei für seinen Bruder. Kurzkralle, der ältere Bruder von Bissmund und Freistreif kam auch dazu. Immer mehr Wölfe versammelten sich um den leblosen Körper. Bissmund war beliebt im Mondrudel gewesen. Mutig stellte sich Eisblume auf den Anführerbaum. Die ersten Sonnenstrahlen des Morgens brachen herein und die finstere Nacht verzog sich. Blut- und Angstgeruch war auf der Lichtung verbreitet. Geschockt setzte sich Huskytatze zwischen Knotenfell und Glutwelle. Er war froh, dass wenigstens seine guten Freunde es geschafft hatten. „Ich glaube jeder hat es schon bemerkt, aber ich muss euch mitteilen, dass Bissmund von uns gegangen ist.“ Ein Moment der Stille, dann fuhr sie fort. „Ihr wisst, wie das Ritual geht, jeder kann etwas gutes über ihn vor dem gesamten Rudel erzählen.“ Mutig trat Kurzkralle nach vorn: „Er war ein Vertrauenswürdiger Bruder, man konnte ihm alles erzählen, und er behielt es für sich.“ Dann war Graupelz an der Reihe: „Er war mir ein toller Mentor.“ Huskytatze fuhr fort: „Er hat mir das Leben gerettet, als ich noch ein Junges war.“ Kratzstille wagte sich nach vorn: „Er hat stärker als jeder andere um das Leben meines Bruders gekämpft.“ „Er wird immer in unseren Herzen bleiben und wir werden nie vergessen, was für ein ehrenvoller Krieger er war. Er ist im Kampf für sein Rudel von uns gegangen, und dies werden wir rächen!“, versprach Eisblume. Huskytatze war entsetzt, gerade in diesem Moment dachte Eisblume wieder an Krieg und Rache! „Wer möchte ihn zum Fluss begleiten und sich dort nochmal von ihm verabschieden?“ Sofort meldete sich Huskytatze, auch Graupelz und Knotenfell begleiteten ihn. „Unser Dank gilt auch allen die uns geholfen haben, damit meine ich die vier Krieger aus dem Funkenrudel.“ „Ich möchte auch noch etwas verkünden: Eisblume, du hast prima für dein Rudel gekämpft und dein können als Anführerin die Tage zuvor bewiesen. Ab heute wirst du Eiskriegerin genannt werden und das Rudel als Kriegsanführerin leiten.“, offenbarte Kratzstille, aus der vorderen Reihe. „Eiskriegerin! Eiskriegerin! Eiskriegerin!“, ertönten Jubelrufe unter den übrigen Wölfen. Stolz stellte sich Eiskriegerin hin. „Danke, ich werde mein bestes geben!“ Sie blickte hinüber zu Sturstille: „Wir stehen in eurer Schuld, ihr könnt gerne noch ein Weilchen bleiben, Tatzenmond wird eure Wunden versorgen.“ „Vielen Dank, aber wir werden bald zurückkehren.“, sagte Sturstille bescheiden. „Wir bitten um die Erlaubnis, auf dem Rückweg etwas jagen zu können, dann werden wir gehen.“, fuhr sie fort. Eiskriegerin nickte: „Natürlich“ Huskytatze verabschiedete sich von Glutwelle und wünschte ihm, dass er keinen zu Großen Ärger in seinem Lager bekommen würden. Dann trug er mit Graupelz und Knotenfell Bissmund toten Körper in Richtung Fluss. Die 4 aus dem Funkenrudel schlugen den gleichen Weg ein. Huskytatze war zu Erschöpft um nun noch viel zu reden. Kurz vor der Grenze, sah der Schüler einige Fremde in ihrem Territorium. Er zeigte die Zähne und fuhr seine Krallen aus. „Pumastein, Spitzkriegerin, was macht ihr den hier?“, erkundigte sich Sturstille unschuldig. „Euch suchen! Und was macht ihr hier?“, fauchte Spitzkriegerin. „Das ist eine lange Geschichte. In der Nacht, kam Huskytatze zu uns und hat uns erzählt sie würden angegriffen. Es war Rippentatze, der mir...“, erzähle Sturstille alles. „Du bist zu ihnen gelaufen?“, flüsterte Graupelz mürrisch. „Ich hatte einen T...“, er stoppte. Er durfte doch nichts von seinen geheimen Zusammentreffen mit dem Ewigenjagdrudel erzählen. „Was?“, wollte Graupelz unbedingt wissen. „I-i-ich hatte auf der Versammlung mitbekommen, wie die Schneerudelkrieger darüber redeten.“, redete er sich heraus. Knotenfell und Graupelz sahen ihn beide skeptisch an. „Vor uns brauchst du nichts zu verheimlichen!“, ermutigte ihn Graupelz. Ich würde es euch sagen, wenn ich könnte! „Auf wiedersehen!“, riefen die Helfer ihm hinterher. „Komm wir beenden unsere Aufgabe“, versuchte Huskytatze vom Thema abzulenken. Graupelz zuckte mit dem Schultern. „Freunde verheimlichen sich nichts, und Gefährten schon gar nicht!“, regte sich Knotenfell auf. Huskytatze sah sie mit großen unschuldigen Augen an: „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.“ Überraschend ruhig reagierte Knotenfell auf seine Antwort. Stumm ging sie voraus. Huskytatzes Herz drohte zu zerbrechen, als er half den braunen Wolf in den strömenden Fluss zu werfen. Er blickte ihm noch ein letztes Mal hinterher, dann verschluckte das Wasser seinen schlappen leblosen Körper. Schweigend blickte er sich um. „Sollen wir etwas zu essen mit holen?“, fragte Graupelz und zeigte mit dem Schweif auf den Lemmingfangplatz. Huskytatze schaute auf seine Pfoten. Gerade hatte er noch einen toten Körper damit angefasst, und nun soll er Beute damit anfassen? Er beugte sich nach vorn um seine Pfoten im Fluss zu säubern, Knotenfell tat es ihm nach, doch Graupelz war bereits nach vorn gesaust. Die beiden folgten ihm in etwas langsameren Schritten. Er sah, dass Knotenfell leicht humpelte und offensichtlich Schmerzen in ihrem Fuß ertragen musste, er gab aber keinen Kommentar dazu ab. „Mach nicht so ein Gesicht, Bissmund ist nun beim Ewigenjagdrudel.“, forderte Graupelz. Finster blickte Huskytatze ihn an. Graupelz hatte ihm nichts zu sagen. Wütend schlug er auf einen Lemming ein. Er quiekte auf, als Huskytatze nur seinen Schweif traf und alle anderen liefen zusammen in die Höhlen des großen Steins. „Schon gut, das kann jedem passieren!“, kommentierte Knotenfell seine Tat. „Ja, tut mir Leid...“, seufzte er erschöpft. Er nahm den einzigen Lemming den er gefangen hatte und schleppte sich zurück ins Lager. Auch Graupelz nahm seine beiden Fänge und Knotenfell ging leer aus.

In der Mittagssonne wurde Huskytatze nach seinem erholsamen Schläfchen von Eiskriegerins sanfter Stimme geweckt. „Ach, hier bist du. Du hast eine Versammlung verpasst. Aber ich habe dich mit zur Grenzpatrouille eingeteilt, bist du fit genug?“ Sofort war er Hellwach. Er wollte einen guten Eindruck machen, um endlich Krieger werden zu können. „Wer geht mit?“, erkundigte er sich neugierig. „Wir beide.“ Er folgte ihr hinaus und sie begannen an der Grenze zum Schneerudel. „Was magst du so an Knotenfell, sie ist doch nichts besonderes?“ Huskytatze sprangen die Bilder im Kopf herum, wie der Streit mit Muskelkralle angefangen hatte, genau so wie dieser vielleicht auch. Er überlegte seine Antwort gut: „Sie hat viele tolle Eigenschaften.“ „Und die hab ich als ihre Schwester nicht?“, provozierte Eiskriegerin. Knotenfell ist einfühlsam, sie hat sich heute Morgen um mich gekümmert, als ich sie brauchte. Sie ist friedlich und denkt nicht sofort an Rache! Moment mal... Eiskriegerin musste sich um ihr Rudel kümmern und konnte keine Zeit für mich haben, und als Kriegsanführerin ist es doch deine Pflicht, das Rudel stark aussehen zu lassen, besonderes wenn Wölfe aus einem anderen Rudel im Lager sind. „Huksytatze, redest du nun nicht mehr mit mir?“, riss in Eiskriegerin aus seinen Träumen. „Ich liebe Knotenfell nun mal!“ „Und wieso liebst du mich nicht?“, fauchte sie. Huskytatze wollte auf keinen Fall Streit: „Gefühle kann man nun mal nicht erzwingen!“ Trotzdem war er gereizt. „Wäre es nicht toller mit einer Kriegsanführerin zusammen zu sein, als mit einer einfachen Wölfin? Unsere Jungen würden danach Anführer werden und das Rudel würde dich ehren.“ „Ich finde es ist mir noch zu früh um Vater zu werden!“, protestierte Huskytatze. „Zu früh? Du benimmst dich wie ein unerfahrener Schüler! Richtige Gefährten sollten ihrem Rudel starke Nachkommen schenken! Knotenfell wird immer die Größe eine Kaninchens behalten!“ „Du bist voll eklig! Lass mich in Ruhe!“, wehrte sich Huskytatze. Er verschnellerte das Tempo um möglichst bald wieder weg von Eiskriegerin zu sein.

Knotenfell legte gerade ihre Fänge in den Beute Dornenbusch, als Huskytatze das Lager betrat. „Bist du schlecht gelaunt?“, erkundigte sie sich. „Hatte Streit mit Eiskriegerin“ Sie legte ihm einen Lachs vor die Füße: „Willst du mit mir darüber reden?“ Er nickte zögernd und erzählte ihr die ganze Geschichte, er betonte besonders, wie eklig er ihre Gedanken an Junge findet. „Verstehst du ihren Plan den nicht?“, wollte Knotenfell wissen. „Welchen Plan? Davon hat sie mir überhaupt nichts erzählt.“ „Eiskriegerin kann mich nicht mehr Leiden, sie hat dir ja auch das Argument: Weil ich Anführerin bin, genannt. Wenn sie nun ohne Junge stirbt, werde ich Anführerin. Das will sie nicht. Ich glaube nicht, dass sie wirklich Liebe empfindet.“ Huskytatze ging ein Lichtlein auf: „Also wenn ich ihr Junge schenke, lässt sie uns in Ruhe.“ „Das hast du doch hoffentlich nicht vor!“, empörte sie sich. „Das würde ich nie tun.“, beruhigte er sie schnell. „Wollen wir zusammen jagen gehen?“ „Ich weiß nicht, es dämmert schon und Eiskriegerin wird es verbieten.“, zögerte Knotenfell. „Wer sagt denn, dass wir Eiskriegerin Bescheid sagen?“ Knotenfell lächelte und folgte ihrem Gefährten hinaus aus dem Lager.

Im Mondschein kamen die beiden ins Lager zurück. Die meisten schliefen schon, als Huskytatze plötzlich etwas wichtiges einfiel. Heute war ja Halbmond, er würde sich verspäten! Wird das Ewigejagdrudel nun denken, dass ich sie im Stich lasse? „Sollen wir noch etwas essen?“, hoffte Knotenfell. „Nein, tut mir Leid... eh... ich bin zu müde.“ Schnell verschwand er im Familienbau. Kaum hatte er die Augen geschlossen, sah er schon Eisenmuts Gestalt. Diese Mal waren sie nicht auf einer Lichtung, sondern sie schienen zu schweben, ihm wurde schwindlig, als er auf das winzige Lager herabblickte. Es schien, als würde er den Sternen immer näher kommen. „Was passiert hier?“, panikierte er. „Hab keine Angst, junger Wolf, gleich wirst du den Zweiten Friedensstifter aus deinem Rudel kennenlernen.“, beruhigte ihn Eisenmut. „Hallo Huskytatze!“, grüßte eine vertraute Stimme. „Kurzkralle!“, überrascht sah er den ältesten Wolf an. Er nickte still. Neben ihm saß ein weiterer Wolf, in ihm vermutete Huskytatze den Schützer von Kurzkralle. „Wer ist das?“, fragte er einfach und zeigte auf einen schwarz-weiß gestreiften Wolf. „Mein Name ist Streifenpelz, ich war Kurzkralles Mentor und ich bin der Urgroßvater deiner Gefährtin.“ Huskytatze stellte fest, dass Knotenfell und Streifenpelz genau die selben smaragdgrünen Augen haben. „Bist du bereit?“, wollte Kurzkralle Sichergehen. Aufgeregt nickte er. Dann traten sie durch eine Wolke hindurch und kamen auf einem steinigen Untergrund, dem Mond näher als jede andere Stelle an. Er blickte sich neugierig in alle Richtungen um. In der Mitte standen einige noch lebende Wölfe, rund herum sehr viele tote Wölfe. Sein Herz machte einen freudigen Sprung, als er unter ihnen einen braunen Wolf bei einer braun-weiß getüpfelten Wölfin entdeckte. Es war Bissmund, und daneben erkannte er Golfstrudel, Bissmund hatte Huskytatze oft von ihr erzählt, als er noch ein Junges war. Golfstrudel war Bissmunds erste und einzige Liebe in seinem Leben, sie war als junge Kriegerin bei einem Bärenangriff getötet worden, doch Bissmund hatte sie nie vergessen. Die beiden sahen ungeheuer glücklich miteinander aus und Huskytatze gönnte den beiden dieses Glück von ganzem Herzen. Beide lächelte Huskytatze zu. Als er weiter blickte erkannte er Rippentatze, Glutwelles kleiner geliebter Bruder, hinter ihm stand eine ausgewachsene schöne Wölfin. Dicht bei ihnen stand Sturstille, die Friedensanführerin des Funkenrudels, ebenfalls mit einer großen Wölfin mit blauen Augen hinter sich. Auf dem Gipfel des Felsens saßen 5 gepflegte mächtige Wölfe, Huskytatze wusste sofort, dass dies die 5 Weisen waren, von denen Eisenmut ihm im Traum erzählt hatte. Einer von ihnen trat nach vorn: „Unter uns möchten wir heute einen neuen Friedensstifter ernennen. Huskytatze aus dem Mondrudel tritt uns bei.“ Sein Freund Rippentatze schien ihn erst jetzt bemerkt zu haben und machte einen fröhlichen Gesichtsausdruck. Huskytatze wurde fast schlecht, als so viele Wölfe auf ihn blickten. Hinter sich, erkannte er Bissmunds stolzen Blick. Werden sie etwas von Eiskriegerins Racheplan verkünden, damit würden sie das Rudel verraten! Eisenmut schien seine Gedanken gehört zu haben und zischte: „Das würden sie nie tun, sie sind fairer als jeder Wolf.“ „In allen Rudeln war der Sommer gut eingestimmt, sie hatten reichlich Beute, doch ihr müsst euch vorbereiten, denn bald kommen die kälteren Zeiten.“, riet der kleinste der Weisen mit einer freundlichen Stimme. „Wir haben mit angesehen, wie das Schneerudel das Mondrudel angegriffen hat, und dabei müssen wir sagen, dass es nicht die Schuld unserer Friedensstifter war, manche Anführer sind einfach nicht zu überzeugen. Dabei möchten wir auch Huskytatze, Sturstille und Rippentatze loben, sie haben richtig gut gehandelt! Auch Rammfuß hat gute Arbeit geleistet und einen tot verhindert. Wir sind Stolz auf euch alle.“ Wow, direkt bei der ersten Versammlung werde ich gelobt! Huskytatze freute sich unglaublich viel. „Ihr wisst, im Sommer sind die Nächte kurz, wir müssen wieder gehen. Ach und Die Friedensstifter aus dem Mondrudel kommen bei nächsten Mal etwas früher!“, scherzte einer von ihnen. Huskytatze brannten die Ohren vor Scham, als die toten Wölfe kicherten. Sie traten erneut durch eine Wolke. Plötzlich fand Huskytatze keinen Boden mehr unter den Füßen und fiel rasant ins Nichts. Er wollte Schreien, doch vor Angst bekam er keine Luft. Er schloss die Augen, als er glaubte jeden Moment zu zersplittern. Kurz vor der Erde stoppte er, was er da sah, verblüffte ihn. Sein eigenen Körper neben dem von Knotenfell. Etwas eleganter machte Kurzkralle den Abstieg. „Gute Nacht“, wünschte er und tauchte in seinen Körper ein. Huskytatze schloss de Augen und fühlte sich gut in seinem warmen Nest neben Knotenfell.

Kapitel 2Bearbeiten

Einige Tage später wurde Huskytatze von Trockenzunge am frühen Morgen geweckt. „Guten Morgen, ich dachte heute könnten wir mal so eine kleine Schülerprüfung machen. Du wirst nun losgehen um zu jagen. Um es fair zu machen werde ich erst losziehen, nachdem Eiskriegerin ihre Versammlung beendet hat. Derjenige der am Abend mehr Beute gemacht hat, gewinnt.“ Huskytatze sprang gespannt auf, Ehrgeiz weckte sich in ihm, und er wollte unbedingt gewinnen. „Kann ich jetzt los gehen?“, fragte er. „Du kannst auch auf mich warten, aber dann hast du dir die Chance selbst vermiest.“, spottete er. „Bis später!“, rief Huskytatze und sprintete los. Sein Fell wurde nass, weil es regnete, aber dies hinderte ihn nicht daran zu jagen. Direkt vor dem Lager erkannte er einen jungen Wühler, der neben der Wurzel eines Baumes hockte und etwas verspeiste. Gekonnte schlich sich Huskytatze an und erlegte ihn mit einem sanften Biss ins Genick. Dann lauschte er gespannt weiter und legte sich in einer Hecke auf die Lauer. Nicht lange musste er warten, bis er erneut einen Wühler hörte. Wendig sprang er los, blieb aber an einer Wurzel hängen, stolperte und erschreckte seine Beute. Sie entwischte ihm und bleib am Leben. Huskytatze fluchte, doch der Ehrgeiz hatte ihn noch nicht verlassen. Er legte seinen Wühler an eine geschützte Stelle im Schilf und versprach sich selbst, ihn später zu holen. Dann schlich er mit gespitzten Ohren weiter durch den ruhigen Wald, das ständige Tropfen des Regens übertönte seine vorsichtigen Pfoten schritten und bald hatte er noch einen Wühler erwischt. Gerade wollte er einen Hasen erledigen, als er auf dem nassen Boden ausrutschte und auf dem Bauch landete. „Mist!“, zischte er. Auf dem Weg hatte er sich dem Fluss genähert, er überlegte, ob er nicht vielleicht fischen sollte. Die Strömung ist relativ stark, das könnte gefährlich werden, aber ich will die Wette doch nicht verlieren. Dann kam ihm eine andere Idee, er könnte zum Lemmingfangplatz rennen, sicher hatte noch niemand die Lemminge verscheucht, da es noch so früh ist. Huskytatze beschloss den weiten Weg zum Lemmingfangplatz zu gehen. Als er das Lager passierte, hörte er Eiskriegerins lauten Ruf und legte einen Sprint ein um schneller vorwärts zu kommen. Unbedingt wollte er gewinnen.

Als er am frühen Abend müde ins Lager zurückkehrte hatte es endlich aufgehört zu regnen. Trockenzunge war ihm gefolgt und nun verglichen die beiden ihre Fänge. Huskytatze hatte 3 Wühler, 2 Hasen und 6 Lemminge. Trockenzunge hatte hingegen: 2 Kaninchen, 3 Hasen und eine Wühlmaus. „Ungefähr gleich, du hast dich gut geschlagen Huskytatze!“, lobte er ihn. Huskytatze griff sich seinen letzten, noch ein bisschen warmen Fang und führte das Ritual aus. Dann biss er hungrig hinein. „Huskytatze?“, rief sein Mentor. „Ja?“ „Wie würdest du dich selbst einschätzen? Also deine Fähigkeiten und wann könntest du Krieger werden?“, wollte Trockenzunge von ihm wissen. „Also... Ich möchte endlich Krieger werden, aber ich weiß nicht, ob ich schon gut genug bin.“, zögerte er. „Dann werde ich es dir sagen. Heute noch werde ich mit Eiskriegerin sprechen, ich finde du bist bereit um einen guten Krieger abzugeben.“, Trockenzunge hörte sich optimistisch an. Naja... Du weißt ja auch nicht, was Eistatze von mir will! Er nickte, gähnte und trottete zu Knotenfell. Er kam vorbei an Bissmunds Bau, sein Geruch war vollkommen erloschen und es wirkte leer darin ohne seinen flauschigen braunen Pelz.

Kapitel 3Bearbeiten

Huskytatze konnte es kaum glauben, Eistatze hatte tatsächlich vor ihn zum Krieger zu ernennen. Er konnte vor Aufregung kaum mehr stehen, als sie sagte: „Huskytatze hat sehr gut trainiert, um alle Fertigkeiten eines guten Kriegers zu erlernen. Und das hat er auch. Ab heute wird...“ Alle drehten sich erschreckt um, als sie einen schrillen Klagelaut hörten. „Blühzeit bekommt ihre Jungen! Jetzt!“, rannt Kurzkralle auf Tatzenmond zu. Dabei knackten einige seiner Gelenke. „Es ist doch noch viel zu früh!“, quiekte Silberschweif. „Ich komme“, versprach Tatzenmond verantwortungsvoll. Sie rannte zu ihrem Bau und kam gleich wieder zurück. Sie warf Huskytatze eine gewölbtes Stück Baumrinde vor die Füße: „Wasser!“, befahl sie streng. Huskytatze blickte zu Eiskriegerin hinauf. „Na los!“, drängte sie. Mehrere Schreie ertönten, darunter auch das wütende Fauchen von Tatzenmond: „Halt Still!“ Husyktatzes junge Pfoten trommelten auf die Erde, als er sich beeilte. Unterwegs roch er einen Wühler, doch nun war nicht der richtige Augenblick zum Jagen. Er war von sich selbst überrascht, wie schnell er am Fluss angekommen war. Auf dem Rückweg musste er notgedrungen sein Tempo verlangsamern, weil das Wasser über die Ränder hinwegschwemmte. Plötzlich sah er Schneefell mit einer weiteren Schüssel auf ihn zu rennen. Sie schmiss diese vor ihn und nahm die gefüllte an sich um kehrt zu machen. Huskytatze hatte sofort verstanden und saust wieder zum Fluss. Er keuchte, als er die Rinde ins Wasser tauchte und es ihm an die Nase spritzte. Schneller! Plötzlich hörte er Eisenmuts Stimme: „siehst du dieses Kraut, mit den gelben Blüten? Nimm es mit!“ Er befolgte ihre Anweisung und legte es ins Wasser. Sie weiß schon was sie tut. Schneefell bemerkte das Kraut nicht und verschwand hinter einigen Bäumen. Erschöpft nahm Huskytatze wieder den Weg zum Fluss auf sich, soll ich wieder etwas Kraut reinlegen? Eisenmut gab keine Antwort. Er tat es dieses Mal nicht und hoffte, dass es die richtige Entscheidung war. Dieses Mal trat Muskelkralle ihm entgegen. Ihre Blicke trafen sich, als sie die Schüsseln wechselten. Huskytatzes Beine fühlten sich Müde und Schlapp an, aber er befiel ihnen weiter zu laufen. Dieses Mal kam Trockenzunge die Schüssel holen. Knotenfell war bei ihm. „Es ist genug“, informierte sie. „Wie geht es Blühzeit?“, erkundigt sich Huskytatze. Knotenfell machte ein trauriges Gesicht: „Sie hat es nicht überlebt.“ Huskytatze reagierte geschockt: „Und ihre Jungen?“ „Zwei Mädchen, zwei Jungen, ein Junge ist bereits tot, die anderen sind bei Tatzenmond.“ „Dann werden sie ja verhungern!“, empörte er sich. „Nein, nein, Kratzstille hat sich bereit erklärt sie zu säugen.“, beruhigte Knotenfell. „Das geht, ich dachte Junge gehen nur zu ihrer eigenen Mutter. Oder etwa nicht?“ „Wenn sie richtig krassen Hunger haben, werden sie sich daran gewöhnen müssen. Du lebst ja auch noch und wurdest von Schneefell gesäugt.“ Stumm gingen sie weiter. Alle Wölfe waren vor dem Lager versammelt und ab und zu hörte man Tatzenmond fluchen. Kratzstille war dabei ein braunes Fellhäufchen zu wärmen, welches quiekte und zu brüllen versuchte. Kurz darauf rief Tatzenmond mit fester Stimme: „Schneefell komm!“ Niemand wagte sich ihr zu widersetzten, nicht einmal Eiskriegerin ärgerte sich über ihren Ton. Kurzkralle saß mit weit aufgerissenen Augen zwischen Rundherz und Freistreif, hektisch brabbelte er wirres Zeug und die Sprüche seines Bruders beruhigten ihn keineswegs. Schneefell kam mit einem braun-weißen Wölffchen heraus geschlichen und begann es mit ihrem Fell zu wärmen. Es bewegte sich nicht. Ist es tot!?! Eine Zuckung in seinem Bein verriet Huskytatze, dass es noch am leben war. „Kann ich helfen?“, bot Muskelkralle an. Überrascht blickte Schneefell auf. Dann neinte sie mit dem Kopf und Muskelkralle bleib trotzdem vor ihr und starrte sie an. Er hauchte es an, während Schneefell es weiter in ihr Fell drückte. „Wenn alle hier nur rumstehen hilft das weder dem Rudel, noch den Jungen!“, flüsterte er Knotenfell zu. Eiskriegerin schien das auch gehört zu haben, sie trottete von einem zum nächsten. „Huskytatze, geh auf Patrouille mit Trockenzunge“, als sie weiter gehen wollte warf er ein: „Und meine Aufgabe um Krieger zu werden?“ „Nicht jetzt.“ Trockenzunge trottete mit hängendem Schweif voraus. Es stach Huskytatze wie ein Dorn ins Herz, seinen Mentor so niedergeschlagen zu sehen. „Kann ich irgendwas für dich tun, willst du mit mir reden?“, bot er mit großem Mitleid an. „Du weißt doch gar nicht wie das ist!“, schnaubte er. „Schon vergessen, Bissmund ist erst vor kurzem gestorben.“, warf Huskytatze ein, bei Gedanken an ihn stieg Trauer in ihm auf. „Ich habe meine Mutter vor Schmerz schreien gehört! Sie ist in Qualen von uns gegangen. Bissmund war nicht dein richtiger Vater und das weißt du!“, schüttete er sein Herz aus. „Ich wünsche mir so sehr eine Mutter und einen Vater zu haben. Du hast doch Graupelz, und deine neuen Geschwister. Ich bin allein.“ Trockenzunge schien auch Mitleid mit Huskytatze zu haben. Etwas sanfter fügte der Jüngere von den Beiden hinzu: „Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich weiß was du fühlst.“ Schweigsam trotteten sie weiter. Nach einiger Zeit begann Huskytatze ein neues Thema: „Du warst mir ein toller Mentor, danke dafür“ Ein klitzekleines Lächeln flitzte über sein Gesicht, aber es war schnell wieder weg, als er deprimiert den feuchten Boden anstarrte, als wäre dieser an allem Schuld. Als sie ihren Gang fast beendet hatten kam Muskelkralle an gesaust: „Eiskriegerin ruft die Versammlung ein und sowohl Kratzstille, als auch Tatzenmond wollen dich und deinen Bruder sprechen.“ „Wo ist Graupelz denn?“ „Schon da, komm.“

„Eine ehrenvolle kluge Kriegerin ist von uns gegangen, möchte jemand etwas sagen?“, sprach die neue Kriegsanführerin. Trockenzunge gab sich Mühe seine Gefühle zu verstecken: „Sie war eine gute Mutter. Ich werde sie vermissen.“ Kurzkralle trat aufgewühlt und durcheinander nach vorn. „Ihr spinnt“, schrie er. „Sie ist da, sie schläft!“ „Nein, Kurzk...“, begann Tazenmond behutsam. „Halt den Mund, ich will nichts von dir hören!“, regte er sich laut auf. Dabei schien er vor Energie zu platzen. Tatzenmond schien gekränkt. „Es ist alles deine Schuld!“, schrie er entsetzt. „Du musst dich beruhigen, das ist n...“ „Nein! Du, du Monster!“ „Bitte Kurzkralle, sei doch r...“ Er unterbrach sie mit lautem Geheul: „NEIN!!!“ Dann fiel er um und bleib reglos am Boden liegen. Alle anderen starrten ihn geschockt an. Tatzenmond reagierte als erste und sprintete zu ihrem Bau. „Wasser!“, rief sie Graupelz zu und warf ihm die Schüssel aus Versehen gegen den Kopf. Er schüttelte seinen grauen Kopf und rannte voller Wucht los. Tatzenmond trug ein Bündel sauer riechender Kräuter im Maul. Wieder fluchte sie wild vor sich hin. Dann warf sie die Kräuter wütend auf den Boden. Huskytatze ahnte Schlimmes. „Tot“, war das einzige Wort, was aus ihrer Kehle drang. Von all dem hatten seine Jungen etwas mitgekriegt, auch wenn sie es wahrscheinlich nicht verstanden. Eines kreischte wild und biss jeden den es zu packen bekam. Obwohl es noch keine Zähne im winzigen Maul hatte. „Die Versammlung ist beendet.“, murmelte Eiskriegerin leise.

Kapitel 4Bearbeiten

Am nächsten Morgen war Huskytatze früh wach. Er machte sich sorgen, Tatzenmond hatte gestern sehr niedergeschlagen ausgesehen als gleich 3 Wölfe gestorben sind, jedes Mal vor ihren Augen. Auch Trockenzunge und Graupelz hatten sehr unter dem Tod ihrer Mutter und dessen Gefährte gelitten. Huskytatze beschloss Tatzenmond zu besuchen und seine Hilfe anzubieten. Er kroch hinaus, möglichst leise, um Knotenfell nicht zu wecken. Während er sich streckte betrachtete er seinen neuen Schlafplatz, Knotenfell und er waren ausgezogen und wohnten nun zusammen in Bissmunds altem Bau, Huskytatze hatte diesen von ihm geerbt. Es regnete leicht und Huskytatze flüchtete in den Schutz des Heilerfelsvorhang. Vom Eingang aus sah er, Tatzenmond müde dreinblickent neben einem von Blühzeits Jungen sitzen. Ihre grünen Augen waren rötlich gefärbt von Müdigkeit, wahrscheinlich hatte sie die ganze Nacht über das Junge gewacht. Dieses braune Junge wirkte klein und gebrechlich, zu klein für sein Alter. Seine Flanke hob und senkte sich kaum erkennbar. Manchmal zuckte sein Schwanz, sonst keine Reaktionen. „Morgen“, grüßte Huskytatze. Tatzenmond schien fast mit offenen Augen geschlafen zu haben, denn sie hatte seine Ankunft überhaupt nicht bemerkt. „Wie geht es dir?“, erkundigte er sich, obwohl er die Antwort schon fast erahnte. „Ich bin ok, aber um sie mache ich mir Sorgen, sie hat Fieber und in der Nacht hatte ihre Atmung ausgesetzt.“, mitleidig schaute sie auf die junge Wölfin, die bereits um ihre Leben kämpfen musste. In diesem Moment trat Kratzstille mit einem weiteren Jungen im Maul herein. „Tatzenmond, ich glaube irgendwas stimmt nicht mit der Kleinen.“ Sie setzte Blühzeits Junges ab. Huskytatze erkannte, dass sie geweint hatte. Wahrscheinlich hat sie nun Angst vor ihrer Geburt, nach der dramatischen Geburt von Blühzeit! Plötzlich ertönte Eiskriegerins Ruf. Schnell verabschiedete sich Huskytatze, er wollte nicht die Versammlung verpassen, in der er vielleicht zum Krieger ernannt wurde. „Guten Morgen!“, begann sie, als mehrere Wölfe sich unter dem Baum herum versammelt hatten, dann fuhr sie fort: „Gestern hatte ich bereits angedeutet, dass Huskytatze nun zum Krieger wird, ich möchte Trockenzunge für seine gute Arbeit und Unterstützung danken. Also Huskytatze, trete vor, ab heute wirst du für immer und ewig Huskykralle genannt werden!“ „Huskykralle, Huskykralle, Huskykralle!!!“, riefen die Versammelten aus ganzem Leibe. Er plusterte die Brust und genoss das Gefühl endlich Krieger zu sein. „Nun, kommen wir zu deiner letzten Aufgabe als Schüler, in der du dein Können als Krieger beweist: Du wirst einen Angriff auf das Schneerudel voraus planen. Das ganze soll noch vor der nächsten Versammlung stattfinden.“ Huskykralles Fröhlichkeit stoppte abrupt. Was ist das den für eine blöde Aufgabe! Ich bin doch Friedensstifter! Er hatte nicht die richtige Antwort parat, und so fuhr Eiskriegerin einfach weiter. Plötzlich unterbrach Tatzenmond die Versammlung und trottete von ihrem Bau hinüber zum Anführerbaum. „Ich hoffe du erlaubst mir etwas wichtiges zu sagen.“, sie wartete nicht auf eine Antwort, sondern fuhr einfach fort: „Es betrifft die Jungen von Blühzeit. Ich finde nun ist der richtige Moment alles zu erzählen, man sollte es nicht leugnen.“ Ein Moment der Stille. „Drei Junge sind übrig. Der einzige Junge ist kerngesund und bräuchte aber Eltern, die sich um ihn kümmern. Ich weiß, Kratzstille, es ist dein erster Wurf, aber würdest du noch ein Junges dazu pflegen können?“ Müde nickten sie und Trockenzunge. „Dann haben wir noch weitere Mädchen. Eines liegt krank und geschwächt bei mir im Bau und schläft zurzeit, ob sie es schafft... das weiß ich nicht. Aber ich hoffe. Nun, das nächste ist etwas komplizierter.“, erklärte sie und blickte unsicher zu Eiskriegerin. „Fahre fort!“, befahl sie ohne sie anzublicken. „Na gut. Es ist nicht normal... Es ist blind, kann ihr Hinterbein schlecht kontrollieren und hat einen geringen Geruchssinn. Es wird wahrscheinlich nie Kriegerin werden können. Nun, ich weiß nicht was wir tun sollen, aber diese Symptome sind unheilbar.“ Eiskriegerin überlegte schweigsam, dann verkündete sie knallhart: „Wir werden es aussetzen müssen.“ Muskelkralle sträubte das Fell und sprang auf: „Das kannst du nicht tun! Si9e ist doch noch so klein!“ „Überleg doch mal! Sie wird nie Kriegerin werden, keine Jungen bekommen können oder Heilerin werden. So wird sie dem Rudel nur zur Last fallen und unsere Krieger müssen sie versorgen!“ Muskelkralle schien aufgewühlt. Warum setzt er sich den für die ein?Ist da jemand verliebt? Sanft erwiderte Muskelkralle: „Wenn es das mindeste ist, dass jemand sich um sie kümmert, dann werde ich das gerne tun. Und es ist doch nicht so wichtig Junge zu bekommen!“ „Doch, denn nur so kann das Rudel erhalten werden, was machen wir den, wenn unser Rudel nur noch aus Ältesten bestehen würde?“, neckte Eiskriegerin ihren Bruder. „Du verstehst mich nicht! Ich verspreche dir, ich werde sie selbst zur Kriegerin ausbilden.“, versprach er mit einem hoffnungsvollen Blick in den Augen. „Das bestimme ich! Wir brauchen dich zur Jagd um unsere guten Mitglieder zu ernähren.“ „Ich kann jagen und nebenbei mich um sie kümmern!“ Eiskriegerin wechselte das Thema, ohne seinen Blick zu würdigen: „Huskykralle, du hast heute frei um deine Aufgabe zu erledigen. Schneefell und Trockenzunge, ihr beide übernehmt die Grenzpatrouille und ich führe eine Jagdpatrouille mit Knotenfell, Graupelz und Muskelkralle.“ Dann sprang sie vom Baum herunter und trabte Richtung Ausgang.

An diesem Abend blickte Huskykralle in die Sterne, so gerne hätte er nun gute Ratschläge von Bissmund bekommen oder mit Kurzkralle geredet. Doch beide waren tot. Er hoffte so sehr, dass Eisenmut ihm Traum zu ihm kam um ihm zu helfen. Deshalb rollte er sich locker neben Knotenfell, die schon schlief, zusammen und dachte an Eisenmut. Das ganze funktionierte tatsächlich und Eisenmut erschien ihm in Begleitung eines anderen Wolfs. Huskykralle erkannte Kurzkralles Schutzpatron Streifenpelz. „Hallo“, grüßte er leise. Ich bin jetzt Krieger, aber nicht mehr lange, denn ich werde meine Aufgabe vermasseln, fügte er in Gedanken hinzu. „Guten Abend Huskykralle“, antwortete Eisenmut und Streifenpelz nickte zustimmend. „Wieso ist Kurzkralle nicht dabei, ist er etwa nicht beim Ewigenjagdrudel?“, fürchtete er besorgt. „Doch, doch ihm und Blühzeit geht’s sehr gut und auch ihrem Jungen.“, beruhigte Streifenpelz. „Deswegen sind wir hier, nun bist du der einzige Friedensstifter, hast du einen Vroschlag, wer der nächste werden könnte?“ Huskykralle überlegte:

Kratzstille: Zu beschäftigt und manchmal unfair Eiskriegerin: Viel zu krass, brutal und unfair Knotenfell: Einfach nicht die Richtige. Was würde sie denken, wenn es herauskäme, dass ich sie angelogen habe. Damals als ich den Traum von dem Kampf im Lager hatte Muskelkralle: So brutal, der hat mich letztens angegriffen! Graupelz: Der glaubt Lügen und Geschichten zu schnell Freistreif: Auf keinen Fall! ...

Hoffnungsvoll blickten die beiden Wölfe ihn an. Huskykralle musste sie enttäuschen: „Nein, tut mir Leid, aber mir fällt niemand ein.“ „Uns geht’s genau so.“, bedauerte Eisenmut. „Nun, das Ewigejagdrudel möchte dir ebenfalls eine Aufgabe erteilen, du sollst einen neuen Friedensstifter suchen, egal wie lange es noch dauert.“, sagte eine unbekannte Stimme und trat aus dem Schatten heraus. Huskykralle erkannte eine große Wölfin mit braunem glänzendem Tigerpelz. „Tigerschnuppe!“, erschreckte Streifenpelz. „Ja die bin ich.“, erwiderte sie ruhig. „Das ist eine der 5 Weisen und dir Gründerin des Mondrudels“, sagte er fasziniert zu dem Friedensstifter. „Huskykralle, ich weiß, das das Mondrudel in deinen Pfoten sicher ist, aber selbst du wirst nicht ewig leben.“, schätzte sie. „Ich fühle mich geehrt, und doch weiß ich nicht was ich tun soll. Mir wurde befohlen ein Angriff auf das Schneerudel zu planen.“ „Das musst du selbst hinkriegen. Ich vertraue dir.“, sprach sie. Mit einem lächeln im Gesicht verschwanden alle drei. Nur Huskykralle konnte in dieser ausweglosen Situation nicht lachen.

Kapitel 5Bearbeiten

Am nächsten Morgen wurde Huskykralle von Eiskriegerins energischem Ruf geweckt. Halb verschlafen hinkte er hinaus. Wieder regnete es. Ganz hinten bei den Versammelten Wölfen saß Graupelz mit stark zerzaustem Pelz, offenbar litt er sehr unter dem Verlust seiner Mutter. „Morgen allerseits“, grüßte Eiskriegerin. „Huskykralle, hast du dir bereits etwas überlegt?“ Ihm wurde mulmig zumute, als alle ihn zögernd anblickten. Sollte er hier vor allen sich weigern? So wie Muskelkralle es einmal getan hatte? Diesen Mute hatte er nicht, er winkte mit dem Kopf und Eiskriegerin machte ein leicht enttäuschtes Gesicht. „Dann wirst du heute auf der Grenzpatrouille Zeit haben um darüber nachzudenken. Ich komme mit.“ Bitte nicht schon wieder! „Trockenzunge übernimmt eine Jagdpatrouille zusammen mit Schnee...“. Trockenzunge unterbrach sie: „Dürfte ich heute bitte hier im Lager bleiben, Kratzstille geht’s nicht so gut?“ Sie überlegte: „Nein, wir müssen immerhin ein behindertes Junges ernähren“ Das war Huskykralles Chance: „Ich könnte das doch übernehmen!“ Tatzenmond mischte sich auch ein: „Ich kümmere mich schon um sie“ „na also, dann ist das ja geklärt, Trockenzunge nimmt Schneefell mit auf die Jagd und Graupelz, Muskelkralle und Knotenfell übernehmen eine Jagdpatrouille.“ Missmutig trottete Huskykralle hinter seiner Anführerin her. „mach nicht so ein Gesicht, es ist herrliches Wetter.“, freute sie sich. Ihm fiel daraufhin auf, dass der Regen nachgelassen hatte und die Sonne sich nun zeigte. Am Horizont zeigte sich ein blasser aber schöner Regenbogen im Morgenlicht. Huskykralle roch eine Wühlmaus, war jedoch zu Niedergeschlagen um sie zu fangen. Nun ist der richtige Moment, flüsterte Eisenmuts vertraute Stimme, so als würde sie direkt neben ihm stehen. Moment, wofür?, dachte er. Stell sich nicht so blöd an! Er seufzte: „Eiskriegerin, ich habe mich dagegen entschieden.“ „Was? Gegen was?“, erwiderte sie. „Ich möchte nicht, dass wir das Schneerudel angreifen.“ „Wieso? Wir werden gewinnen“, hoffte sie optimistisch. „Das Schneerudel ist ein sehr starkes Rudel, wir hatten Glück, dass das Funkenrudel uns Unterstützung gesendet hatte.“, konterte er. Sie antwortete nicht. Darum fügte er noch spontan hinzu: „Ich würde einfach vorschlagen erst abzuwarten was sie bei der nächsten großen Versammlung sagen und danach erst entscheiden. Vielleicht hatten sie ja einen Grund.“ „Einen Grund? Bissmund umzubringen? Unsere Mütter in Gefahr zu bringen und wehrlose Heilerinnen zu attackieren? Wir werden uns Rächen müssen.“ Huskykralle hatte große Mühe ihr nicht zu zustimmen, denn sie hatte Recht, er wollte Bissmunds tot unbedingt rächen. „Sonst hast du deine Aufgabe nicht geschafft! Dann musst ich dich zurücksetzen. Bissmund wäre Stolz auf dich gewesen.“ Huskykralle hätte das Gespräch so gerne abgebrochen und mit Eisenmut geredet, aber darauf konnte er sich nun nicht konzentrieren. Die Zeit verging ziemlich schnell und bald hatten sie die Tour fast vollendet. „Ich geh noch etwas jagen“, teilte er mit. „Das heißt: Darf ich noch jagen gehen?“, korrigierte sie. „Ja, also ich geh noch etwas jagen“, antwortete er frech und verschwand hinter einigen Bäumen. Er blickte sich nicht mehr nach ihr um, obwohl er ihren wütenden Blick noch spüren konnte. Von weitem sah er Graupelz Patrouille mit gefüllten Mäulern ins Lager zurückkehren. Huskykralle setzte sich zwischen die herausragenden Wurzeln eines großen Baumes und blickte hinaus auf die Lichtung. Er sah den strömenden Fluss, ein Ast trieb darauf. Huskykralle hörte plötzlich Gegacker von einer Ente, sprang auf und saust voraus. Die Ente trieb unter der Brücke hindurch und schwamm hilflos in seine Pfote hinein. So hatte er seine erste Beute gemacht.

Am Abend kehrte er zufrieden ins Lager zurück. Knotenfell kam ihm freudig entgegen gerannt. „Weißt du schon das Neuste?“, fragte sie neugierig. „Ehm... ich glaube nicht.“, gab er zu. „Kratzstille hat ihre Jungen bekommen!“, teilte sie freudig mit und fuhr fort: „3 Mädchen und 2 Jungen“ „Willst du was essen?“, wechselte er das Thema. „Au ja!“ Beeindruckt schaute sie auf die pummelige Ente herab. „Haben sie den schon Namen?“, erkundigte er sich. „Aber Huskykralle, Junge bekommen ihre Namen erst wenn sie genau 11 Sonnenuntergänge alt sind!“, verbesserte sie.

Kapitel 6Bearbeiten

Die Sonne kitzelte Huskykralle an der Nase, als er am nächsten Morgen mit Trockenzunge auf Patrouille war. Dieser sah überglücklich aus und schwärmte permanent von seinen frischgeborenen Jungen, doch Huskykralle hatte ganz andere Sorgen: Eiskriegerin erwartete von ihm, das Schneerudel noch vor der nächsten Versammlung anzugreifen, und diese war schon in vier Sonnenuntergängen, viel Zeit hatte er also nicht mehr. Plötzlich kam ihm eine Idee, auch wenn er selbst sie nicht für richtig hielt. „Trockenzunge, wo ist eigentlich die nächste Versammlung? In welchem Rudellager?“ „Beim Funkenrudel, wieso?“, wunderte er sich. „Nur so“, lenkte er ab und Trockenzunge erzählte weiter von seinen Jungen. Auf dem Weg zum Funkenrudel muss das Schneerudel eine der beiden Brücken überqueren, und diese führen alle beide in unser Territorium! Er bemerkte dass Trockenzunge ihn seltsam anstarrte und begann schnell ein Gespräch: „Hat Kratzstille eigentlich viel Arbeit, immerhin habt ihr im ganzen nun 8 Junge, mit denen von Blühzeit, stimmts?“ „Naja, Kratzstille ist eine gute Wölfin mit starken Nerven“, schwärmte er schon wieder und Huskytatze versank in Gedanken. Nun patrouillierten die Beiden an der Grenze zum Schneerudel, Huskytatze schaute über den Fluss hinweg. Er sah einen gut genährten großen langhaarigen Wolf mit weißem Fell, der gerade jagte, haben wir wirklich eine Chance gegen ein Rudel mit solchen Kriegern. Meine Geschwister und ich sind gerade erst zu Kriegern ernannt worden, Kratzstille kann ihre 8 Jungen nicht alleine im Lager lassen, Nadelkralle ist fort, wir haben keine Schüler, dann sind nur noch Schneefell, Graupelz und Trockenzunge übrig! „Eisenmut hilf mir doch!“, zischte er leicht wütend auf seine Schutzpatronin. Nun waren die beiden bei der ersten Brücke angekommen, hier würde das Schneerudel den Fluss wohl kaum überqueren. Er schnupperte in der Luft, es war kein außergewöhnlicher Geruch zu erkennen. Sie trotteten weiter bis zur nächsten Brücke, diese war etwas breiter und aus grauen Steinen zusammen gebaut. Aber das andere Ende der Brücke trennte das Schattenrudel Territorium und das Territorium des Schneerudels. Für die Mitglieder des Schneerudels gibt es also keine Möglichkeit zum Funkenrudel zu gelangen ohne noch durch ein anderes Territorium zu ziehen! „Kommst du?“,stresste ihn Trockenzunge.

Wieder Zuhause war Eiskriegerin noch nicht von der Jagd zurückgekehrt und Huskykralle konnte seine Ideen nicht mit ihr teilen. Allerdings mussten die Jagdpatrouillen schon mehrmals hier gewesen sein, den der Beutedornenbusch war bereits gefüllt. Er nahm sich ein Kaninchen, welches er nun gerne mit Bissmund geteilt hätte. Er folgte Trockenzunge unauffällig um sich seine Jungen einmal genauer anzusehen. Höflich neigte er den Kopf vor Kratzstille welche auf der Seite lag, damit die Jungen sich satt säugen konnten. Sieben winzige Wölflein wimmelten herum. Die meisten erkundigten den Bau und fielen immer wieder auf ihren wackeligen Pfoten um. Nur eines lag abseits und scherte im Moos. „Wo ist den das Achte“, lachte Huskykralle. „Bei Tatzenmond, sie hat hohes Fieber“, erwiderte Kratzstille besorgt. „Oh... Ich hab euch was zu essen mitgebracht“, flüsterte er und schob das braune Kaninchen nach vorn. Ein graues Junges, das seinem Vater glich, aber die Augen seiner Mutter hatte erklomm das Kaninchen und setzte sich auf seinen Rücken, sogar das Kaninchen war größer als das Neugeborene. Huskykralle hätte gerne so eine abenteuerlustige Wölfin wie sie zur Schülerin gehabt, doch würde Eiskriegerin ihn überhaupt je richtig zum Krieger ernennen, immerhin möchte er seine Aufgabe nicht allzu gern erledigen. „Huskykralle, Eiskriegerin möchte dich sprechen.“, platzte Muskelkralle hinein. „Ich komme“, sagte er zögernd. Er erahnte schon um was es sich handeln würde. „Gut, dass du da bist.“, grüßte sie unsympathisch, als er eintrat. „Ja, ja hallo“ „Nun, ich möchte was hören, du hast nun genug Zeit gehabt zum Überlegen.“ Ihm wurde ganz heiß, sein Job als Friedensstifter verbot ihm dies zu tun, aber er wollte unbedingt Krieger werden und selbst einmal einen Schüler ausbilden können. „Ich warte...“, nervte sie. „Ich hatte da so eine Idee... Die nächste Versammlung ist doch beim Funkenrudel, um dorthin zu gelangen muss das Schneerudel in unser Territorium eindringen.“ „Genial! Dort könnten wir sie angreifen, ohne in ihr Territorium, in dem sie sich bestens auskennen eindringen zu müssen!“, vervollständigt sie. „Aber können wir sie wirklich bezwingen? Immerhin haben sie viele Krieger“, bedachte er laut. „Vergiss nicht, wir haben sie schon mal besiegt.“, ermutigte sie. Plötzlich ertönte eine entsetzender Schrei von der Lichtung aus, Huskykralle sprang auf um zu Hilfe zu eilen. Er erkannte Tatzenmonds entsetztes Gesicht: „Nein, nein, nein!“ „Tatzenmond! Was ist passiert!“, sputete Eiskriegerin an ihm vorbei. „Sie ist tot“, murmelte Tatzenmond leise und rückte den braun-rot-weißen Leichnam hinaus. Die junge Wölfin sah aus, als würde sie schlafen, doch sie atmete nicht mehr. Traurig flüsterte Huskykralle: „Aus ihr wäre sicher eine großartige Kriegerin geworden.“ „Gibst du mir etwa die Schuld an ihrem Tot?“, schnaubte Tatzenmond über emotional. „Nein, ich weiß du hast alles getan was du konntest“ Huskykralle glaubte die fast durchsichtige Gestalt des Jungen über seinem Körper schweben zu sehen. Seine grünen Augen lachten ihn förmlich an. Huskykralle war schnell bewusst, dass nur er den Geist sehen konnte. Alles erlosch, als auf der Lichtung immer mehr Lärm ausbrach und die Wölfe aus ihren Dornenbüschen herauskrochen. „Willst du mit mir jagen gehen?“, fragte er Knotenfell, weil er nicht erneut mit Eiskriegerin planen wollte. Sie nickte und ging an seiner Seite hinaus in den Wald.

Kapitel 7Bearbeiten

„Das muss schneller gehen! Morgen Abend musst du deine Krallen einsetzen können“, provozierte Eiskriegerin bei einem anstrengenden Kampftraining mit Huskykralle. Überraschenderweise stürmte er mit dem Kopf nach vorn auf sie zu und tat so, als würde er sie kräftig in den Hals beißen, sie tat das gleiche und biss ihn ebenfalls dorthin. Er zog seinen Kopf zurück und bleib direkt vor ihrer Nase stehen um ihr tief in die Augen zu blicken. „Du hast verloren, jetzt wärst du tot!“, zischte er und hielt ihrem zornigen Blick stand. Plötzlich hörte er ein entsetztes Fauchen, das von Knotenfell kam, die an Schneefells Seite stand und beobachtete wie die Nasen der Kämpfenden sich berührten. „Es ist nicht so wie es aussieht!“, brach es aus ihm heraus. „Du Ekel!“, sirrte sie und rannte davon. „Nein, lass mich doch erklären!“, bat er. Eiskriegerin kicherte laut. „Das hast du ja wieder super hingekriegt! Echt, danke!“, meckerte er und lief Knotenfell hinterher. Schneefell schüttelte nur den Kopf und sah ihren streitenden Kindern nach. „Knotenfell! Warte!“, flehte er. „Lass mich in Ruhe! Nein, ich will nicht!“, kreischte sie ängstlich. Was willst du nicht? Fast hätte er seine Gedanken ausgesprochen, doch er stoppte abrupt, als er einen schwarz-brauner Pelz Knotenfell umkreisen sah. Muskelkralle! „Lass das Muskelkralle!“, fauchte er. Als der muskulöse Krieger sich umdrehte erkannte Huskykralle seine wahre Gestalt: Nadelkralle! Er war zurückgekehrt! Bedrohlich zeigte der verhasste Wolf seine Krallen und drängte Knotenfell zurück. „Wen haben wir denn da? Huskytatze!“, spottete er. „Huskykralle!“, schrien Knotenfell und er im gleichen Moment. „Und Muskelkralle!“, fügte Muskelkralle arrogant hinzu und stellte sich an die Seite des kleineren Kriegers. Nadelkralle sprang aufgeregt hinter Knotenfell, packte ihren Hals und bohrte eine seiner Krallen hinein. Blut quoll aus der Wunde heraus. „Macht, was ich sage und nichts wird ihr passieren“, erpresste Nadelkralle. In dieser lebensbedrohlichen Lage war Knotenfell wie gelähmt vor Angst und saß stocksteif vor ihrem Vater. „Lass sie gehen, ich tue alles was du willst!“, flehte Huskykralle. „Wenn das so ist...“, hämisches Lachen erklang. In diesem Moment holte Knotenfell aus und ihre Hinterbeine schlugen Nadelkrieger gegen seinen Becken und sie befreite sich aus seinem Griff. Dieser war zu Überrascht über ihre schnelle Reaktion, dass er sie nur verblüfft anstarrte, anstatt sich zu wehren. Ein wahres Blutbad vergoss Knotenfell, weil sie sich bei ihrem Befreiungsversuch eine tiefen Kratzspur zugezogen hatte. Seite an Seite sprangen Huskykralle und Muskelkralle den brutalen Wolf an und zwangen ihn zu Boden. Muskelkralle biss ihm kräftig ins Hinterbein und Huskykralle bohrte seine Krallen in seinen Hals. „Na, wie fühlst sich das an?“, keuchte Knotenfell, die zitternd am Boden lag. Irgendwie machte es Huskykralle Spaß, all seine Wut, die sich Aufgebaut hatte an ihm auszulassen und richtig kräftig herum zu kratzen. Nadelkralle wehrte sich mit alle seinen Kräften und traf Huskykralle am Kinn, sein junger Körper wurde herunter geschleudert und Nadelkralle konnte sich über Muskelkralle stemmen. Die Beiden hatten die gleiche Größe und das gleiche Fell, nur Muskelkralle war viel schlauer und machte, als wollte er nach links rollen, rollte aber zu anderen Seite. In dem Moment sprang Huskykralle seinem ehemaligen Mentor auf den Rücken und bohrte seine blutroten Krallen durch sein dichtes Fell in sein Fleisch und ließ ihn kräftig aufjaulen. Dabei biss er ihm noch ins Ohr und Muskelkralle bearbeitete das Opfer mit seinen Krallen, bis es schließlich zusammen brach und in einem Blutsee liegen blieb. „Hört auf! Nadelkrieger!“, rief eine unbekannte weibliche Stimme. Huskykralle hatte keine Zeit sich irgendwie um diese zu kümmern, sondern rannte sofort zu Knotenfell, die bewusstlos in ihrem eigenen Blut badete. „Ich hole Tatzenmond!“, keuchte sein Bruder. Doch er wurde von feuerroten Wölfin aufgehalten. Sie griff ihn wütend an und fuhr mit ihrem Krallen durch sein Gesicht. „Mein Auge!“, kreischte er in einem schrillen Ton und attackierte sie aufgebracht. Sie drückte in zu Boden und er hatte keine Chance, weil er bereits äußerst müde von seinem ersten Kampf war. In diesem Moment kam Schneefell von hinten an gesaust und warf sich auf die fauchende Wölfin, die ihren geliebten Sohn fertig machte. Muskelkralle rannte fort und zwischen den beiden Wölfinnen flogen die Fetzen. „Halt durch, Tatzenmond ist gleich da.“, flüsterte Huskykralle besorgt. Sein Herz drohte zu zersplittern, immerhin hatte er gerade einen Wolf umgebracht, was das Ewigejagdrudel bestimmt nicht erfreuen würde. Wild keuchend erreichten kurz darauf Tatzenmond mit Eiskriegerin und Muskelkralle an ihrer Seite die Lichtung und versorgte Knotenfell in ängstlichem Gejammer. Sie hatten gewonnen!

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