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Staffel 1 Band 3Bearbeiten

Warrior Wolves

MondrudelBearbeiten

Das Mondrudel war mal das größte Rudel von allen, nun nur noch das zweitgrößte Rudel. Hier leben momentan ungefähr gleich viele Wölfe und Wölfinnen.

--Kriegsanführer:Nadelkrieger (+Schneefell )

-schwarz-brauner Wolf mit dünnen Krallen und braunen Augen

-Bruder von:

-Vater von: Eistatze, Knotentatze, Muskeltatze

-Mentor von: Huskytatze


--Heilerin: Tatzenmond

-Silberne schöne Wölfin mit grünen Augen

-Schwester von: Silberschweif

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Heilerin: Silberschweif

-Silberne Wölfin mit einer schwarzen Pfote, grüne Augen

-Schwester von: Tatzenmond

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Ältester: Kurzkralle ( +Blühzeit )

-brauner Wolf, ältester von allen Rudeln

-Bruder von: Freistreif, Bissmund

-Vater von:


--Ältester: Rundherz

-schwarz-weißer Wolf mit kurzem Schweif

-Bruder von:

-Vater von: Kratzstille


--Ältester: Freistreif

-Rot-brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr

-Bruder von: Kurzkralle, Bissmund

-Vater von:


--Ältester: Bissmund

-Brauner Wolf, auf einem Auge blind

-Bruder von: Kurzkralle, Freistreif

-Vater von: Huskytatze (adoptiert)


--Mutter: Blühzeit (+Kurzkralle )

-Weiße Wölfin mit hellgrünen Augen. Lachs ist ihr Lieblingsessen.

-Schwester von:

-Mutter von: Trockenzunge, Graupelz


--Mutter: Kratzstille (+Trockenzunge )

-grau-weiße Wölfin mit paar Narben über ihrem schlanken Körper verstreut

-Schwester von:

-Mutter von:


--Kriegerin: Schneefell (+Nadelkrieger)

-Schneeweiße Wölfin, hat bereits ein Junges verloren

-Schwester von:

-Mutter von: Eistatze, Knotentatze, Muskeltatze

-Mentorin von: Knotentatze


--Krieger: Trockenzunge (+Kratzstille)

-Dunkel- und Hellgrau gestreifter Wolf mit dunklen Augen

-Bruder von: Graupelz

-Vater von:

-Mentor von: Eistatze


--Krieger: Graupelz

-Dunkelgrauer flinker Wolf mit dunklen Augen und einer weißen Ohrspitze

-Bruder von: Trockenzunge

-Vater von:

-Mentor von: Muskeltatze


--Schülerin: Eistatze

-Schneeweiße junge Wölfin mit einem braunen Bein und grünen Augen.

-Schwester von: Knotentatze, Muskeltatze


--Schülerin: Knotentatze

-Schwarz-braune Wölfin mit smaragdgrünen Augen

-Schwester von: Eistatze, Muskeltatze


--Schüler: Muskeltatze

-Schwarz-brauner Wolf mit einem braunen und einem grünen Auge.

-Bruder von: Eistatze, Knotentatze


--Schüler: Huskytatze

-Schwarz-weißer Wolf, wurde von Bissmund gefunden

-Bruder von:

SchattenrudelBearbeiten

Das Schattenrudel bevorzugt das Leben hinter den Bergen im Schatten der Berge. Es ist das größte Rudel von allen. Hier leben vor allem Wölfinnen. Es ist meist friedlich. Das Rudel hat viel Kontakt zu anderen Wölfen, die außerhalb der Rudel leben.

--Kriegsanführer: Stumpfkrieger (+Flockenpelz)

-Hellgrauer Wolf der nicht viel redet, schneller Läufer

-Bruder von:

-Vater von: Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Mentor von:


--Friedensanführerin: Leopardenstille

-hellgraue Wölfin mit getüpfeltem Fell und dunklen schönen Augen

-Schwester von: Pfotenschritt

-Mutter von:

-Mentorin von: Zweigtatze


--Heiler: Riesenhalm

-großer Wolf mit weißem Fell

-Bruder von: Weißmaus

-Vater von:

-Mentor von: Kopftatze


--Heiler: Pfotenschritt

-Hellbrauner Wolf, der sehr schnell ist

-Bruder von: Leopardenstille

-Vater von:

-Mentor von:


--Älteste: Steinfell

-steinfarbene Wölfin, ihre Uhrgroßmutter war ein Halbblut.

-Schwester von:

-Mutter von: Flockenpelz


-Ältester: Drecklage

-Brauner Wolf, der sehr schnell Beleidigt ist

-Bruder von:

-Vater von: Salzwasserperle, Braunwolf, Süßwasserperle


--Kriegerin: Weißmaus

-Weiße Wölfin mit grünen Augen, liebt frisches Rentierfleisch

-Schwester von: Riesenhalm

-Mutter von:

-Mentorin von: Horntatze


--Kriegerin: Specksonne (+ Braunwolf)

-Früher war sie dick, jetzt nicht mehr, sie hat eine schwere Vergangenheit

-Schwester von:

-Mutter von: Eutertatze, Horntatze

-Mentorin von:


--Kriegerin: Flockenpelz (+ Stumpfkrieger)

-Schwarzes Fell mit dunkel braunen Flocken drauf, ihre Ururgroßmutter war ein Halbblut

-Schwester von:

-Mutter von: Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Mentorin von: Eutertatze


--Kriegerin: Salzwasserperle

-Hell- und dunkelbraun gestreiftes Fell. Eine gute Jägerin

-Schwester von: Braunwolf, Süßwasserperle

-Mutter von:

-Mentorin von: Spinnentatze


--Krieger: Braunwolf (+Specksonne)

-Brauner Wolf, der seine Familie sehr liebt. Er ist nicht sehr romantisch

-Bruder von: Salzwasserperle, Süßwasserperle

-Vater von: Eutertatze, Horntatze

-Mentor von:


--Kriegerin: Süßwasserperle

-Sie hat schönes immer gepflegtes braunes Fell und dunkele Augen

-Schwester von: Salzwasserperle, Braunwolf

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Schülerin: Kopftatze

-Hellgraue Schülerin mit 3 schwarzen Pfoten. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Schwester von: Zweigtatze, Spinnentatze


--Schülerin: Zweigtatze

-Hell braune Wölfin mit schwarzen Fellteilen. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Schwester von: Kopftatze, Spinnentatze


--Schüler: Spinnentatze

-Hellgrauer Wolf mit einem schwarzen Streifen auf dem Rücken, bis zur Schweif spitze. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Bruder von: Kopftatze, Zweigtatze


--Schülerin: Eutertatze

-Braun und dunkelbraun gestreift, mit kleinen Augen. Ungeduldig, aber dafür schön.

-Schwester von: Horntatze


--Schüler: Horntatze

-Brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr

-Bruder von: Eutertatze

BergrudelBearbeiten

Bevorzugt das Leben in den Bergen. Das Rudel ist bekannt für seine schlauen Heiler. In diesem Rudel leben viel mehr männliche als weibliche Wölfe.

--Kriegsanführerin: Wildkriegerin

-Schöne hellbraune Wölfin mit grauen Augen, sie ist schlau hat aber zu wenig Rücksicht

-Schwester von:

-Mutter von: Briesestern, Pflanzenspross

-Mentorin von:


--Friedensanführer: Kraterstille

-Er hat dunkelbraunes, leicht rotes Fell, ist stark gebaut und hat einen langen Schweif

-Bruder von: Langpelz

-Vater von:

-Mentor von:


--Heiler: Langpelz

-Schwarzer Wolf mit dunklen Augen. Spricht nicht viel

-Bruder von: Kraterstille,

-Vater von:

-Mentor von:


--Heilerin: Zeckenbiss

-Eine graue Wölfin, die oft Zecken hat

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Ältester: Weltzschnee

-Weißes Fell mit brauner Schwanzspitze und braunen Pfoten

-Bruder von:

-Vater von: Briesestern, Pflanzenspross


--Ältester: Schmerzfuß

-Er erzählt gerne Geschichten, die aber nicht immer der Wahrheit entsprechen

-Bruder von:

-Vater von:


--Mutter: Hügelwölfin (+Staubfell)

-Hell braune Wölfin, die frische Kaninchen mag Schwester von:

-Mutter von: Zeckenbiss


--Krieger: Staubfell (+Hügelwölfin)

-Hellgrauer Wolf, der große Geduld hat, seine Eltern starben als er Schüler war

-Bruder von:

-Vater von: Zeckenbiss

-Mentor von:


--Krieger: Haufenwolf

-Schwarz-weiße gestreifter Wolf mit grauen Augen. Er hat viele Narben

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Rammfuß (+Briesestern)

-Er hat rötliches Fell mit einer weißen Schwanzspitze

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Briesestern (+Rammfuß)

-Sie hat weißes Fell und braune Pfoten

-Schwester von: Pflanzenspross

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Pflanzenspross

-Ein brauner Wolf mit grünen Augen und großen Pupillen

-Bruder von: Briesestern

-Vater von:

-Mentor von:

SchneerudelBearbeiten

Das Schneerudel lebt problemlos auch in tieferem Schnee. Es hat ein aggressives Verhalten und mag das Kämpfen. Deshalb gibt es im Rudel viele Kämpfer und Kämpferinnen. Es gibt hier doppelt so viele weibliche Wölfinnen als männliche.


--Kriegsanführer: Hundekrieger (+Miniblatt)

-Dunkelbrauner Wolf mit einem langen Schweif und vielen Narben

-Bruder von:

-Vater von: Tüpfelfell, Kichermoos

-Mentor von:


--Friedensanführer: Laufstille (+Nagelmond)

-Schwarz-weißer Wolf mit sehr scharfen Reißzähnen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Älteste: Brühfell

-Sie hat stumpfes braunes Fell und ist auf einem Auge blind

-Schwester von:

-Mutter von: Pelzknäuel


--Mutter: Nagelmond (+Laufstille) Heilerin

-Schwarz-weiß getüpfelte Wölfin

-Schwester von: Fellwolf

-Mutter von:


--Mutter: Miniblatt (+Hundekrieger)

-Braunes Fell mit fast goldenen Augen

-Schwester von:

-Mutter von: Tüpfelfell, Kichermoos


--Kriegerin: Albtraumkern

-Sie hat fast rotes Fell, mit braunen Augen, hatte als Schülerin oft Albträume

-Schwester von: Magerblüte (Funkenrudel)

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Pelzknäuel (+Duftpelz)

-Er ist ein dunkelbrauner Wolf und ein guter Kämpfer

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Blechfell

-Ein Hellgrauer Krieger mit grauen Augen, er ist etwas tollpatschig

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Duftpelz (+Pelzknäuel)

-Hell- und Dunkelbraun getüpfelte Wölfin mit grünen Augen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Fellwolf

-langhaariger weißer Wolf mit vielen Narben am Bauch

-Bruder von: Nagelmond

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Tüpfelfell

-Getüpfelte Grau-weiße Wölfin

-Schwester von: Kichermoos

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Kriegerin: Kichermoos

-Kleine geschmeidige graue Wölfin mit weißen Pfoten

-Schwester von: Tüpfelfell

-Mutter von:

-Mentorin von:

FunkenrudelBearbeiten

Das Funkenrudel ist das kleinste Rudel von allen. Es ist trotzdem stark und vor allem schlau. In dem Rudel haben die Wölfe starkes Vertrauen untereinander.


--Kriegsanführerin: Spitzkriegerin

-Sie hat Raben-schwarzes Fell und dunkle Augen. Sie hat große Augen bei Gewitter

-Schwester von: Pumastein

-Mutter von:

-Mentorin von: Rippentatze


--Friedensanführerin: Sturstille

-Weiße Wölfin mit dunkelbrauner Stirn und braunen Augen. Sie hat lange stabile Krallen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:

--Heiler: Wachwolf

-Er braucht nicht viel Schlaf und hat braunes Fell mit grünen Augen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Ältester: Holzrücken (+Magerblüte)

-Ein hellbrauner Wolf mit Narben am rechten Hinterbein

-Bruder von:

-Vater von: Glatttatze, Rippentatze


--Älteste: Magerblüte (+Holzrücken)

-Sie kennt ihre Schwester fast gar nicht. Sie hat schönes rotes Fell. Früh bei den Ältesten, weil sie auf einem Auge fast blind ist und auf dem anderen blind.

-Schwester von: Albtraumkern (Schneerudel)

-Mutter von: Glutwelle, Glatttatze, Rippentatze


--Krieger: Pumastein

-Raben-schwarzer Krieger mit einem braunen Ohr

-Bruder von: Spitzkriegerin

-Vater von:

-Mentor von: Glatttatze


--Krieger: Glutwelle

-Ein roter Krieger, der ziemlich klein ist, aber trotzdem stark und schnell

-Bruder von: Glatttatze, Rippentatze


--Schülerin: Glatttatze

-Hellbraune Schülerin mit einem roten Ohr und verschiedenfarbige Augen

-Schwester von: Glutwelle, Rippentatze


--Schüler: Rippentatze

-Hellbrauner Wolf mit hellbraunen Augen und mittellangem Schweif

-Bruder von: Glutwelle, Glatttatze

Kapitel 1Bearbeiten

Dort lag Huskytatze nun schnaufend in dem Licht des Mondes. Direkt neben ihm stand Muskeltatze und starrte den flüchtenden Wölfen hinterher. Nicht weit von den Schülern entfernt lag Silberschweif, blutüberströmt, aber lebend. Auch alle anderen waren noch am leben. Graupelz kniete neben Silberschweif und versuchte ihre Blutungen zu stillen. Doch ohne Erfolg. „Schaffen alle es bist zurück ins Lager?“, erkundigte sich Muskeltatze und übernahm die Rolle des Anführers. „Das wird schwierig für Silberschweif“, bedachte Graupelz. Huskytatze hatte eine klaffende Wunde an seiner Schulter, ein tiefer Kratzer an seiner Flanke und ein blutendes Ohr. Doch er wollte keinen Augenblick länger im Schattenrudelterritorium sein. „Sollten wir Silberschweif nicht besser in unser Territorium bringen?“, gab Schneefell zu bedenken. „Oh nein, ich werde jedem Wolf deutlich machen, dass er Silberschweif nicht an zu fassen hat.“, drohte Graupelz. „Okay, wir werden Hilfe schicken. Gib Acht!“, sagte Muskeltatze noch, bevor er zur Brücke ging. Graupelz schien sich beruhigt zu haben, von Wut auf Silberschweif keine Spur. Huskytatze hatte da schon ein paar negative Hintergedanken...

Auf dem Heimweg begegneten die verletzten Krieger dem Anführer Nadelkrieger und einigen anderen Wölfen. Nadelkrieger verstand nicht sofort, was los war, denn eigentlich war er ja unterwegs zum Treffen mit dem Schattenrudel. Auch Tatzenmond war unter den Wölfe und als sie die Worte: “verletzt“, “Silberschweif“ und “Kampf“ hörte, rannte sie mit Muskeltatze zum Tatort. Huskytatze ging zusammen mit Schneefell und Eistatze zurück ins Lager und dachte nur noch an sein Nest und etwas zu essen. Dort angekommen pflegten Bissmund und Rundherz die verletzten und Husyktatze selbst hatte kaum noch die Kraft zum gehen. Doch schlafen konnte er noch nicht. Was war das für ein seltsamer Traum? War es Silberschweif, die um Hilfe gefleht hat? Dann erinnerte sich Huskytatze an die Wölfin in seinem Traum, die sich für die Mutter der beiden Heilerinnen ausgab. Sie war längst tot, darüber wusste Huskytatze Bescheid. Also musste sich auch zum Ewigenjagdrudel gehören. Oder doch nicht? War das alles nur ein Traum, und war es Zufall, dass wir auch Silberschweif getroffen sind. Auf jeden Fall war Huskytatze zufrieden, denn eventuell hatte er Silberschweif das Leben gerettet, wenn sie den nun überleben würde. Huskytatze schaute neben sich. Dort lag Eistatze zusammengerollt in ihrem Nest. Wahrscheinlich schlief sie schon. Auf ihrem Rücken waren Kratzspuren und in dem Dornenbusch roch es stark nach Blut. Erst jetzt wurde Huskytatze bewusst, er hatte das Leben seiner Schwester und das von seiner Mutter gefährdet! Doch eigentlich hatte er ihnen gar nicht befohlen, ihm zu folgen. Was wird Eistatze wohl sagen, wenn ich ihr von dem Traum erzähle? Wird sie sich über mich lustig machen? Vor dem ganzen Rudel? Sie wird mich für einen Spinner halten! Einen Moment lang, überlegte er seiner Schwester alles zu erzählen und sie davor zu wecken. Er zögerte einen Moment lang, hob seine Pfote und berührte ihr sanftes Fell. Dann tat er es doch nicht, drehte sich und fiel in einen tiefen Schlaf.

Kapitel 2Bearbeiten

Am nächsten Morgen ging Huskytatze zusammen mit Eistatze zur Heilerin, denn Huskytatze hatte starke Schmerzen in seiner Schulter und Eistatze am Bauch. „Guten Morgen“, grüßte Tatzenmond im Vorbeigehen. „Was läuft den zwischen denen?“, fragte Eistatze, als sie sah wie dicht Graupelz und Silberschweif da lagen. „Morgen“, sagte Huskytatze nur. „Ist es nur die Schulter?“, erkundigte sich Tatzenmond, während sie den Schüler untersuchte. Huskytatze drehte sich und zeigte der Heilerin den tiefen Kratzer an der Flanke. Sie klebte eine nach Lavendel riechende Paste darauf und schickte Huskytatze zurück um sich auszuruhen. „Komm später nochmal!“, rief sie ihm gut gelaunt hinterher. Hushkytatze hatte sich gerade hingelegt, als er hörte, wie Nadelkrieger eine Versammlung ein rief. Huskytatze setzte sich neben Rundherz und lauschte, als Nadelkrieger dem ganzen Rudel von dem Kampf mit dem Schattenrudel erzählte. „Nun, das ist aber nicht alles, ich habe auch eine andere Verkündung.“, begann er ein neues Thema. Huskytatze war gespannt. „Eistatze hat fleißig mit ihrem Mentor Trockenzunge geübt, auch Knotentatze hat viel neues von Kratzstille und Schneefell gelernt. Dazu hat auch Muskeltatze sich sehr angestrengt und alle Fertigkeiten eines Kriegers erlernt. Eistatze und Muskeltatze haben gestern mitgekämpft und Knotentatze stand die ganze Nacht unserer Heilerin Tatzenmond zur Seite. Also Belohnung für zwei Monde lang Training möchte ich sie nun zu Kriegern ernennen! Schwört ihr drei, das Rudel mit eurem Leben zu schützen und ihm ewige Treue zu schenken? Wenn ja werde ich euch nun zu Kriegern ernennen.“ Freude, Aufregung und Ehrgeiz leuchtete ihn den Blicken der jungen Mondrudelwölfe, als sie zusammen: „Ja, ich schwöre“, sagten und dabei nickten „Ab heute wird Eistatze Eisblume heißen, Knotentatze wird Knotenfell genannt werden und Muskeltatzes Kriegername lautet: Muskelkralle!“ Durcheinander riefen die Wölfe die neuen Namen und Nadelkrieger plusterte die Brust vor Stolz. Huskytatze freute sich mit für seine Geschwister, doch nun war er der einzige Schüler. Dann kam Nadelkrieger wieder zu einem neuen Thema: „Ihr wisst, dass neue Krieger immer eine Sonderaufgabe zu geteilt wird, am Tag seiner Ernennung. Heute seid ihr als frei von den Pflichten eines normalen Kriegers. Eisblume, deine Pflicht wird es sein, das ganze Rudel vor einem weiteren Angriff des Schattenrudels zu bewahren. Es könnte sein, dass sie Rache wollen. Du sollst die Grenzen bewachen und die Verteidigung leiten. Da dies für eine noch verwundete Wölfin etwas zu viel ist, darf Trockenzunge dir helfen, doch du musst die wichtigen Entscheidungen treffen!“ Die zweite Aufgabe war für Knotenfell bestimmt: „Knotenfell, du sollst heute für das ganze Rudel Nahrung auftreiben. Ich werde keine Jagdpatrouillen aus schicken.“ „Dann haben wir die Geschichte mit Silberschweif, du Muskelkralle wirst entscheiden, was mit ihr passieren wird, ob sie nun bleiben darf und du sollst die knifflige Geschichte zu Ende bringen und berichten was los war.“, lautete die dritte Aufgabe. Graupelz wollte gerade protestieren, als Nadelkrieger sich abwand um nach der Friedensanführerin zu schauen, die nichts davon mitbekommen hatte. Huskytatze war sich sicher, dass Muskelkralle Silberschweif nichts antun würde, nachdem er gesehen hatte, was seinem ehemaligen Mentor an der silbernen Wölfin lag. Huskytatze erinnerte sich daran, dass es wahrscheinlich bald Zeit sein würde, damit Gluttatze Krieger wird, doch es würde noch fast einen Mond dauern, bis sie sich vielleicht sehen konnten.

Noch am selben Abend rief Nadelkrieger erneut eine Versammlung ein. „So Muskelkralle hat uns etwas zu berichten. Leg los!“, begann er. Entschlossen trat Muskelkralle nach vorn, von Unsicherheit keine Spur. Er gehorchte: „Ich habe mich entschieden, dass Silberschweif im Rudel bleiben darf, nun ist nicht der richtige Zeitpunkt um sie zu bestrafen, den sie erwartet Junge.“ „Von diesem Rutschfuß!“, äußerte sich Freistreif empört. „Nein, von mir!“, verteidigte sie Graupelz. Huskytatze war überrascht, Graupelz war ein guter Krieger und toller Mentor, aber Vater? Das passte nicht wirklich zu ihm. „Und was ist nun mit dieses Drohungen?“, löcherte ihn sein Vater. „Das ist privat“, erwiderte Muskelkralle kurz. „Was das ist privat? Wo sind wir hier? Sie hat das ganze Rudel mit ihrem Handeln in Gefahr gebracht, was wäre passiert, wenn Graupelz und du nicht vorbei gekommen wären? Schneefell, Eisblume und Huskytatze hätten dabei umkommen können!“ „Da gebe ich dir vollkommen Recht! Es war ein Fehler von ihr so zu handeln. Aber wir können es nicht mehr rückgängig machen! Es wäre nun ein Fehler von uns, uns hier einzumischen!“ „Du enttäuscht mich Muskelkralle! Du hast deine Aufgabe nicht erfüllt! Ich muss dich deswegen wieder zum Schüler zurücksetzen“, drohte Nadelkrieger. „Nein!“, rief Silberschweif. „Ich werde es euch verraten...“, fügte sie noch hinzu. „Ich höre.“, bat Nadelkrieger neugierig. „Du musst das nicht tun! Ich verbringe einfach noch etwas Zeit mit Graupelz als Mentor!“ Silberschweif zögerte und sah ihn dankbar an. „Das kommt nicht in Frage! Ich werde dann dein Mentor sein und dir zeigen wie man seinem Anführer zu gehorchen hat. Graupelz hat versagt!“ Muskelkralle blickte zu Boden. Halb freute sich Huskytatze mit seinem Bruder zusammen trainieren zu dürfen. Halb hasste er Nadelkrieger für diese Taten. „Na gut...“, gab Muskelkralle nach. Nadelkrieger sah sehr wütend und unzufrieden aus. „Das wird dir noch Leid tun!“, zischte er und verschwand in seinem Dornenbusch. Auf der Lichtung herrschte Stille. „Was wirst du nun tun?“, flüsterte Huskytatze. „Ich weiß es nicht... K-kann ich heute vielleicht mit zu Bissmund schlafen gehen?“, flehte er. „Natürlich, ich frage schnell.“ er lief hinüber zu Bissmund, der sich gerade mit seinem großen Bruder Kurzkralle unterhielt. „Bissmund? Können Muskelkralle und ich heute bei dir übernachten?“ Bissmund schaute mitleidig hinüber zu Muskelkralle, der zu seiner Mutter blickte. „Gerne“

Am Abend erfuhr Huskytatze, dass niemand bei Nadelkrieger schlafen wollte. Knotentatze und Eistatze gingen zu Tatzenmond in den Bau, während Schneefell sich es bei ihrer guten Freundin Kratzstille bequem machte. Nadelkrieger verbrachte die Nacht alleine in seinem großen Dornenbusch. Die beiden saßen gerade mit Bissmund vor dem Bau und genossen den Sonnenuntergang. „Manchmal frage ich mich wirklich was Schneefell an Nadelkrieger findet.“ , drückte sich Muskelkralle aus. „Weißt du, Nadelkrieger war nicht immer so“, begann Bissmund. „Als du geboren wurdest, war Nadelkrieger noch Nadelkralle, er hatte ein großes Herz und versprach der beste Vater von allen Rudeln zu werden. Er ist ja noch nicht so alt, dann starb sein Vater bei einer Lawine, er wurde Anführer, sein guter Freund Fetzenwolf starb. Eines von seinen Jungen verschwand und wurde nicht mehr wieder gefunden. Als man dich fand, hatte Nadelkrieger das Gefühl, das Rudel würde dich einfach als Ersatz für seine Tochter ansehen. Das alles hat ihn abgehärtet.“ Huskytatze protestierte: „Gluttatze hat auch sehr viel durchgemacht! Er ist trotzdem nicht annähernd so fies.“ „Also versucht Schneefell wahrscheinlich den alten Nadelkrieger zurück zu gewinnen.“, ergänzte Muskelkralle, bevor er in Bissmunds Dornenbusch zurückkehrte und sich traurig schlafen legte. „Du musst deinem Bruder jetzt zur Seite stehen, er braucht dich.“, beauftragte Bissmund Huskytatze, bevor er auch schlafen ging.

„Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, Der Mond wird gehen.“, schallte es in seinem Kopf. „Na, kannst du dich daran noch erinnern Huskytatze?“, fragte Silberschweifs Mutter in einem neuen Traum. Huskytatze dachte diese Worte schon irgendwann einmal gehört zu haben. Doch wann und wo? „Nicht wirklich“, gestand Huskytatze. „Nach deinem Streit mit Nadelkrieger, hat das Ewigejagdrudel dir eine Prophzeiung geschickt. Es ist nicht dein Fehler, wenn du dich nicht mehr erinnerst, da ist ein einfacher Fehler unterlaufen, eigentlich sollte Silberschweif diese Vision erhalten. Als Dank, dass du meine Tochter gerettet hast, möchte ich dir diese Erklären.“ Huskytatze spitzte neugierig die Ohren, nun würde er etwas erfahren, was für erwachsene Wölfe gedacht war. „Nun“, begann sie, „Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, dar Mond ist das Zeichen für die Nacht, in der Finsternis herrscht. Die Sonne ist das Zeichen für den Tag, das Licht. Die ganze Bedeutung lautet: Die Finsternis, also Dunkelheit in den Herzen der Rudel wird bewältigt und Frieden wird einkehren.“ Und du hast diese Prophzeiung erfüllt, in dem du den Krieg zwischen dem Funkenrudel und dem Mondrudel, sowie auch zwischen dem Schneerudel und dem Mondrudel geschlichtet hast. Das Ewigejagdrudel hat dich nun auserwählt um Friedensstifter zu werden. „Ein Friedensstifter?“, sagte Huskytatze verwirrt. „Also ich erkläre mal was ein Friedensstifter ist. Es muss ein Geheimnis bleiben, dass du ein Friedensstifter bist. Wenn andere davon erfahren, die keine Friedensstifter sind, wirst du degradiert. Aus jedem Rudel werden 2 Mitglieder auserwählt. Diese Treffen sich jeden Halbmond im Traum mit dem Ewigenjagdrudel an einem geheimen Versammlungsplatz. Vor dir war Fetzenwolf ein Friedensstifter, danach nur noch ein Stifter aus dem Mondrudel und nun hat das Ewigejagdrudel dich erwählt.“ „Und was muss ich jetzt tun?“, erkundigte sich Huskytatze geehrt. „Wie gesagt du triffst dich im Traum mit anderen Friedensstiftern und dort gebt ihr euch gegenseitig Tipps. Ihr sollt schlau handeln und den Frieden schätzen. Vergiss nicht, es soll ein Geheimnis bleiben!“ „Also ist noch jemand aus dem Mondrudel ein Friedensstifter?“ „Ja“, bestätigte die Wölfin. „Und wer?“, wollte Huskytatze wissen. „Das wirst du früh genug erfahren junger Krieger. Nun ruh dich aus!“ Nach ihren letzten Worten war sie vollkommen verschwunden.

Kapitel 3Bearbeiten

Am nächsten Morgen rief Nadelkrieger bereits sehr früh die Patrouillen ein. Huskytatze sollte mit Muskelkralle zum Fluss vor laufen und dort auf Nadelkrieger warten. Das machten sie dann auch. Muskelkralle sprintete wie ein wilder, den er musste seine Wut von gestern Abend loswerden. Huskytatze folgte ihm so schnell es seine verletzte Schulter ermöglichte. So gerne hätte Huskytatze seinem Bruder von seiner Verantwortung als Friedensstifter erzählt. Muskelkralle könnte doch auch ein Friedensstifter sein? Oder Kratzstille? Immerhin ist sie Friedensanführerin. Am Fluss angekommen dauerte es nicht lange, bis Nadelkrieger ankam. „Wir fangen an mit einem kleinen Parcours!“, eröffnete er. „Also den Baum da hoch, über den Ast balancieren, hinüber auf den Ast springenden Baum herunter, im Zickzack durch die Baumreihe dahinten und einen Sprint hierher zurück.“ Husyktatze wurde mulmig im Bauch. Er selbst war klein und konnte noch von Ast zu Ast springen, aber Muskelkralle war viel größer und schwerer. Das war nicht ungefährlich. Schon beim hinaufklettern schmerzte und brannte die tiefe Wunde an der Schulter von Huskytatze, doch er schaffte es und auch den Sprung. Er schaute über die Schulter zu Muskelkralle, er schien unsicher, nahm Anlauf und sprang so weit wie möglich zu Stamm des Baumes. Danach bewältigten die beiden auch die anderen Aufgaben. Bei seinem letzten Schritt riss dann die Wunde an der Schulter auf. „Geh zu Tatzenmond ins Lager!“, befahl sein Mentor. Soll ich ihn und Muskelkralle hier wirklich alleine lassen? Etwas weiter weg sah er das weiße Fell seiner Mutter, in ihrer Nähe würde Nadelkrieger keinen Fehler begehen.

„Was hast du denn schon wieder gemacht?“, sprach die Heilerin, als Huskytatze herein kam. Sie war gerade dabei einige Beeren zu sortieren. „Trainiert.“, sagte er strikt. „Leg dich da ins Moos.“ Er folgte ihr und legte sich vor sie, gab dabei Acht auf seine Schulter. Während sie Zeug darauf klebte, hatte Huskytatze Zeit zum überlegen. „Graupelz ist nicht wirklich der Zeuger?“, bohrte Huskytatze. „Ich glaube eher nicht, er ist hilfsbereit.“, antwortete Tatzenmond nicht sehr überrascht von der Frage. „Du kannst ihn ja mal fragen“, fügte sie hinzu. „Wo ist Silberschweif überhaupt?“ „Sie wohnt nun bei Graustreif, hier ist ihr zu viel Trubel, weil sie ja Junge erwartet“, erwiderte sie. Doch sie klang nicht sehr überzeugt von diesem Argument.

Etwas später kam Graupelz gerade zum Lagereingang getrottet. Huskytatze machte eine Schritt auf ihn zu. „Hallo Huskytatze“grüßte er gut gelaunt. Nun wurde Huskytatze unwohl, was würde sein Freund denken, wenn er sich in seine Privatsachen einmischte? Nein, er würde warten, bis Graupelz von sich aus etwas sagt. „H-hallo“, stotterte er, während er sich eine Ausrede überlegte. „Kann ich den Lachs haben, um ihn zu Blühzeit zu bringen?“ „Gerne“, Graupelz schien erfreut und legte den Lachs vor seine Füße. Er ging also zu Blühzeit um ihr die Beute zu bringen. „Hallo“, sagte Huskytatze bevor er eintrat. „Sei gegrüßt“, formulierte Blühzeit ihre Worte höflich. „Hier, für dich.“, er legte ihr den Lachs in das Moos. „Setz dich doch zu uns und iss mit uns.“, lud Kurzkralle ihn ein. „Ich hole schnell noch was.“ Vielleicht wusste Blühzeit etwas über die Geschichte zwischen Graupelz und Silberschweif. Blühzeit erzählte von einer Hungersnot vor langen Zeiten, eine traurige Geschichte, in der viele Wölfe starben, doch Huskytatze konnte sich nicht wirklich aufs zuhören konzentrieren, deshalb war er froh, als Nadelkrieger nach ihm rief. „Alles wieder gut?“, erkundigt er sich, so als wären sie beste Freunde. Huskytatze nickte kurz. Sein Blick ruhte auf Muskelkralle, der außer Puste mit zerzaustem Fell hinter ihm her schleifte. Er erinnerte sich an die Worte von Bissmund: „Du musst deinem Bruder jetzt zur Seite stehen, er braucht dich.“ Huskytatze trottete zum Frischbeutehaufen, als Freistreif ihn an grunzte: „Du hast dir doch gerade erst etwas genommen!“ „Es ist noch genug da für alle“, beruhigte ihn Huskytatze. „Mit Beute soll man sparsam umgehen!“ Das sagt der richtige, so verfressen wie du bist! „Es ist nicht für mich“, erwiderte Huskytatze, der nun wirklich keine Lust auf das Gemeutert von Freistreif hatte. Er nahm eine Wühlmaus und brachte sie zu Muskelkralle, der dabei war sein Fell in Ordnung zu bringen. „Danke“, schnaufte Muskelkralle. „Du bist mein bester Freund!“, äußerte sich Huskytatze um ihn etwas aufzumuntern. „Du meiner auch“, gab er zurück. „Könntest du vielleicht Tatzenmond sagen, dass ich mir eine Kralle gerissen hab? Es schmerzt und brennt.“, sagte er danach. „Klar, ich bin gleich wieder da.“ Das machte er dann auch und rief die Heilerin. Er folgte ihr zu Muskelkralle, mittlerweile war auch Eisblume zurück im Lager und gesellte sich zu ihrem Bruder. „Na, wie war dein erster Tag als Schüler?“, neckte sie Muskelkralle. Sie schien das witzig zu finden. „Super!“, gab er gereizt zurück. Huskytatze verließ den Bau nun lieber um Muskeltatze etwas in Ruhe zu lassen. Hoffentlich gibt Nadelkrieger mir nicht die gleiche Aufgabe, wenn ich mal Krieger werden soll. Trotz der schlechten Voraussetzungen freute Huskytatze sich auf diesen Tag, er würde nicht mehr als Schüler behandelt werden, müsste nicht mehr so oft von Nadelkrieger begleitet werden und könnte seinen eigenen Dornenbusch gründen.

Kapitel 4Bearbeiten

Am nächsten Morgen stand Huskytatze früh auf. In dieser Nacht war die Wölfin aus dem Ewigenjagdrudel ihn nicht besuchen bekommen. Er hätte gerne gewusst wie die Wölfin heißt. Doch wenn er Tatzenmond gefragt hätte, was würde sie dazu sagen. Wenn sie ihn fragen würde, was ihn daran interessierte, denn er hatte sie ja nie gesehen, würde sein Ruf als Friedensstifter auffliegen, und das wollte er nicht. Dann wäre er wahrscheinlich der schlechteste Friedensstifter aller Zeiten. Da rief Nadelkrieger die tägliche Versammlung ein. Huskytatze eilte zu den anderen und setzte sich neben Rundherz und Knotenfell, um zu lauschen: „Guten Morgen allerseits. Heute möchte ich etwas besonderes Verkünden. Knotenfell und Eisblume werden heute einen kleinen Vorgeschmack auf ihren eigenen Schüler bekommen. Dazu werden sie Huskytatze für diesen Tag trainieren dürfen.“ Wut blitzte in den Augen von Muskelkralle, als er erahnte, dass dies eine Bestrafung für ihn werden soll. „Mit Muskelkralle werde ich natürlich selbst weiter trainieren.“, prahlte er mit einem Seitenblick zu seinem Sohn. „Trockenzunge wird eine Jagdpatrouille mit Schneefell und Graupelz übernehmen. Noch fragen?“ Niemand meldete sich, also sprang Nadelkrieger vom Baum, winkte Muskelkralle zu sich und stolzierte mit erhobenem Schweif davon. Muskelkralle humpelte mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht hinter ihm her. „Halt!“, es war Tatzenmond, die es wagte in dem Ton mit ihm zu sprechen. Er drehte sich seelenruhig um und schaute sie fragend an. „Muskelkralle wird heute nicht trainieren, seine Wunde würde sich entzünden.“ „Oh, so eine kleine Wunde würde einem Krieger wie Trockenzunge nicht ausmachen!“, gab er bissig zurück. „Aber Nadelkrieger! Du weißt das doch gar nicht, er ist schließlich dein Sohn! Hör auf den Rat einer Heilerin!“, flehte Schneefell, mit wütendem Blick. „Dann geh! Und er ist nicht mehr mein Sohn! So ein Angsthase, er wird nie ein Krieger werden!“ „Weißt du was? Dann bin ich auch nicht mehr deine Gefährtin!“, brüllte die sonst so sanfte Schneefell. „Ach! Macht doch alle was ihr wollt!“, schrie Nadelkrieger und trabe in Richtung Ausgang. „Sturkopf!“, rief Tatzenmond ihm hinterher. „Ach Muskelkralle, ich schlage vor, du kommst nochmal mit mir, dann schauen wir die Pfoten noch mal genauer an.“ Alle anderen befolgten die vorigen Anweisungen von ihrem Anführer. Ein letztes Mal sah Huskytatze zu Muskelkralle hinüber, in seinen Augen schimmerte Schmerz, es muss hart sein, von seinem eigenen Vater so behandelt zu werden.

Angekommen im Wald sahen die drei Freunde gerade Nadelkrieger am Fluss sitzen, traurig in den Fluss blickend. Sofort sprang Huskytatze eine Idee in den Kopf, er war doch Friedensstifter und musste für Frieden und Harmonie im Rudel sorgen. Aber immerhin hat der unbekannte andere Friedensstifter doch auch nichts getan. Oder doch? Tatzemond kann ich wohl auch ausschließen, sie hat ihm ein Schimpfwort zugerufen, genau so wie auch Schneefell. Aber auch Friedensstifter können mal ein Fehler begehen... Er war ratlos. „Sollen wir zu ihm gehen?“, zögerte Huskytatze. „Bist du irre, weißt du, wie krass er gerade mit Muskelkralle und Mutter umgesprungen ist?“, zischte Eistatze. „Ja aber...“, setzte er an. „Nix aber!“, konterte Eistatze. „Was denkst du den Knotenfell?“, erkundigte sich Huskytatze. Die sonst so zurückhaltende Wölfin riet: „Wir sollten ihn erst mal in Ruhe lasse, bis er sich abreagiert hat.“ Mit einem unsicheren Blick auf seinen Mentor folgte er den beiden tiefer in den Wald. „Du wirst jetzt ein kleines Kämpchen gegen mich austragen, Knotenfell wird zuschauen und dir später Ratschläge geben.“, forderte sie ihn heraus. Überraschend schlug sie ihm mit der rechten Pfote übers Ohr, zum Glück waren ihre Krallen eingezogen. Huskytatze sprang zurück, huschte den Baum hinauf und winkte sie zu sich. Kampflust flackerte in ihren grünen Augen. Sie krallte sich gerade in die Baumrinde, da sprang Huskytatze hinab und landete hinter ihr. Sie war mit dem Gesicht zum Baum gedreht, dies wäre die perfekte Position um ihr den Rücken blutig zu kratzen. Mit eingezogenen Krallen imitierte er dies. Eisblume schlug mit den Hinterpfoten aus und Huskytatze wurde zu Boden geschleudert. „Gehts?“, sorgte sich Eisblume. Huskytatze rappelte sich auf, er hätte gerne noch weiter gekämpft. Da bemerkte er, dass sein Bein sich rot färbte, die Wunde an seiner Schulter war wieder aufgeplatzt. „Mist!“, fluchte er. „Am besten gehen wir zurück ins Lager.“, schlug seine Schwester vor. „Au ja, ich hab Hunger! Hoffentlich ist die Jagdpatrouille schon zurück!“ Sie flitzte voraus und Knotenfell schüttelte den Kopf. Sie stützte Huskytatze und Seite an Seite gingen sie in der Mittagssonne zu Tatzenmond. „Man meint, ihr wärt ein Paar!“, scherzte Bissmund am Eingang und zwinkerte dem Schüler zu. Knotenfell schaute ihn an. Ihr schien diese Vorstellung zu gefallen. Huskytatze wurde mulmig zumute, immerhin war sie nicht seine Blutschwester. Etwas musste er zugeben, ein klein wenig mochte er sie schon. Bei Tatzenmond lag Muskelkralle auch schon sich mit ihm zu unterhalten. Als Huskytatze dazu kam, beendete sie die Unterhaltung und holte einige Kräuter. „Du sollst dich doch schonen! Wenn du so weiter machst wird das eine große Narbe. Und das willst du doch nicht!“ Huskytatze zuckte mit einer Schulter. Sein Magen rumorte gleichzeitig mit dem von Muskelkralle. Sie schmunzelten. „Geh was zu essen holen!“, stellte sie Knotenfell an. Huskytatze war überrascht, über den Ton, indem sie mit seiner Schwester redete.

Kapitel 5Bearbeiten

„Hallo Huskytatze, gut das du da bist.“, grüßte ihn eine silberne Wölfin. „Hey!“, Huskytatze freute sich sie wieder zu sehen. „Ich hab eine Frage, wie heißt du eigentlich?“, wollte er wissen. „Du hast recht ich hab mich noch nicht vollständig vorgestellt, also ich bin Eisenmut.“ Endlich konnte Huskytatze sie mit ihrem Namen ansprechen: „Dann hallo Eisenmut.“ Er lächelte sie an und wartete gespannt auf eine Neuigkeit. Sie legte los: „Es ist so, jeder Friedensstifter bekommt einen Schutzpatron zugestimmt, von den 5 Weisen des Ewigenjagdrudels.“ Huskytatze hatte keine Ahnung was für Weisen das waren, doch er wagte es nicht sie zu unterbrechen. „Nun, da ich gesehen hab, wie liebevoll du mit Tatzenmond umgehst, hatte ich mich freiwillig erklärt, und nun bin ich dein Schutzpatron. Natürlich nur wenn du mit der Wahl zufrieden bist.“ Er nickte, doch er war in Gedanken versunken. Liebevoll? Das klang so romantisch, hätte freundlich da nicht besser gepasst? Plötzlich wurde er verlegen, Tatzenmond war doch viel älter als er selbst. „Was für Weisen?“, fragte er nach. „Die 5 Weisen, sind die ersten Friedensanführer der 5 Rudel, die regierten lange, lange vor deiner und auch vor meiner Geburt, nicht einmal meine Mutter hat je einen von ihnen gesehen.“ Huskytatze schwieg. „Ich muss nun gehen junger Wolf.“ „Aber ich hab doch noch eine Frage, soll ich mich in den Streit zwischen Muskelkralle und seinem Vater einmischen?“ „Das musst du selbst entscheiden“, hauchte sie ihm ins Ohr, bevor ihre ganze Gestalt verblasste.

Huskytatze fand sich in Bissmunds Bau wieder. Er schlief noch Seelenruhig. Die Sonne trat gerade über die Berge und die ersten Krieger waren bereits wach. „Guten Morgen, Graupelz.“ „Morgen, na wie geht’s?“, freute sich der Krieger. „Mir ganz gut, und dir?“, erwiderte er. „Du freust dich doch bestimmt schon auf die Geburt deiner Jungen.“, spielte er ein interessantes Thema an. Er seufzte nur halb überzeugend: „Ja, schon.“ Huskytatze war sich nach dieser Reaktion sicher, dass die Geschichte zwischen Graupelz und Silberschweif nicht stimmte. In diesem Moment sah er wie Kratzstille sich vor den Anführer Baum schleppte. Nadelkrieger ersetzte sie ja nun nicht mehr. „Guten Morgen“, krächzte sie. „Nun ich möchte preisgeben, dass Muskelkralle nun offiziell ein Krieger ist, und es keinen Grund gibt ihn zu bestrafen, er hat seine Aufgabe erledigt und das Herz eines Kriegers bewiesen. Er wird heute die Grenzpatrouille zusammen mit Trockenzunge und Graupelz übernehmen. Schneefell wird Eisblume, Knotenfell und Huskytatze auf Jagdpatrouille mitnehmen.“ Huskytatze war nicht sehr wohl dabei, was würde nun mit Nadelkrieger passieren. Er äußerte sich: „Was passiert nun mit Nadelkrieger?“ „Er heißt nun nicht mehr Nadelkrieger, sondern Nadelkralle, denn er hat sein Rudel im Stich gelassen und das macht man nicht. Eigentlich wäre Eisblume sein erstes Nachkomme, und es wäre ihre Aufgabe seinen Posten zu übernehmen. Allerdings ist sie noch sehr jung. Probeweise wird sie das Rudel für die nächsten drei Tage anführen.“ Ehrgeiz loderte wie wildes Feuer in den Augen von Eisblume. In den Augen ihrer Mutter erkannte man Stolz und Zufriedenheit. Doch Huskytatze war sich nicht so sicher, dass sie wirklich eine gute Anführerin abgeben würde. Er würde abwarten müssen. Schuldgefühl plagte ihn, doch dann redete er sich ein, dass es das beste für das Mondrudel ist, wenn Nadelkrieger bleibt wo der Pfeffer wächst, denn nur so kann Frieden im Rudel herrschen. Ganz überzeugt war er aber nicht von sich selbst.

Am frühen Nachmittag kehrte er mit seinen Patrouillengefährten zurück ins Lager. Alle vier legten sie ihre Beute auf den Haufen, einige der Ältesten ( besonders Freistreif ) stürzten sich förmlich darauf. Immerhin hatten sie den ganzen Tag über noch nicht viel zu essen gehabt. Als alle sich etwas besorgt hatten, war der Dornenbusch fast wieder leer. Mit Nadelkralle hatte das Rudel einen wertvollen Jäger verloren. Gerade in dieser Zeit wo gleich drei Mütter und viele Älteste zu versorgen waren. Also beschloss er, obwohl er schon müde war, nochmal jagen zu gehen. Er kursierte in Richtung Lemmingfangplatz, konnte jedoch nicht aufhören, sich immer wieder in alle Richtungen umzudrehen und nach Nadelkralle Ausschau zu halten. Doch was würde er tun, wenn er ihm begegnet? Hallo Nadelkrieger komm mit wir brauchen dich im Lager, oder wie... Eigentlich war es ruhig im Lager ohne Nadelkralle und es gab keine größeren Streite. Huskytatze schnupperte in der Luft. Ruckartig blieb er stehen, er roch einen sehr schalen Geruch von seinem Mentor. Er folgte ihm, vorbei an den lecker duftenden Lemmingen in Richtung der Felder. Unachtsam stand er plötzlich eine Schwanzlänge hinter der Grenze. Er wich zurück und blickte sich um. Oh Schreck! Jemand hatte ihn beobachtet! Er erkannt den kleinen Bruder von Gluttatze und nickte ihm ängstlich zu. Rippentatze war zu weit entfernt, damit Huskytatze ihm die Lage erklären konnte. Rippentatze drehte sich schweigsam um und ging davon. Wird er mich an Spitzkriegerin verraten? Werden alle mich mit Silberschweif vergleichen? „Bitte nicht“, flüsterte er kaum hörbar. Der junge hellbraune Wolf war nun außer Sichtweite, Huskytatze überlegte einen Moment lang ihm zu folgen, setzte zögerlich eine Pfote vor die nächste, kehrte dann aber um zum großen Stein, in dem die Lemminge hausten. Blitzschnell schnappte er nach einem, doch mit seinen Gedanken war er woanders, sein Schneidezahn prallte gegen den kalten Stein und Schmerz durchfuhr den Kiefer des Schülers. Die Lemminge waren aufgewacht und davon gesaust. Entmutigt machte er sich auf den Weg zurück ins Lager. Unterwegs konnte er sich noch einen weißen Hasen fangen, dies erfreute ihn wieder mehr. „Wo zum Teufel warst du?“, bellte Eisblume ihn an, als er zwischen den Dornen ranken durch das Schilf hindurch schlüpfte. „Jagen“, er erwähnte nichts von der Begegnung mit Rippentatze und der Geruchsspur von Nadelkralle. „Du hättest Bescheid sagen müssen, wir machen uns hier Sorgen um dich!“, gaffte sie ihn an. „Beruhige dich doch, ich war gar nicht so lange fort!“, protestierte er. Dann sah er ihr an, dass sie leicht überfordert mit ihrer neuen Rolle war und sich wirklich Sorgen machte. „Komm wir essen erst mal was.“, schlug er ihr sanft vor. „Na gut“, sie nickte. Nach dem Essen sank ihr Kopf an die Schulter von Huskytatze und jetzt erst sah er, wie stark er gewachsen war. Er blickte in den klaren Himmel und erkannte dort mehrere herrlich blinkende Sterne. Eisblumes wunderschönes weißes Fell glänzte im Mondlicht und Huskytatze leckte ihr die Stelle zwischen den Ohren, ihr Fell fühlte sich sanft an, es erinnert ihn an ein seltsames Ereignis. Plötzlich fühlt er sich wieder wie ein Neugeborenes Junges, das sich in sanftem weißen Fell vergräbt. In ihm kommt das verlangen hoch, eine Mutter zu haben und wenigstens einen Nacht bei ihr zu verbringen. Schneefell hatte immer gut für ihn gesorgt, doch sie war nicht seine echte Mutter und das bedauerte Huskytatze sehr. Es fühlte sich so an, als wäre seine Herz nur zur Hälfte gefüllt, die andere Hälfte war leer und hielt ein warmes Plätzchen frei für eine bestimmte Person. Vergebens wünschte sich Huskytatze wieder Eisenmut im Traum zu begegnen. Vergebens...

Kapitel 6Bearbeiten

Die folgenden drei Tage meisterte Eisblume wie eine echte Anführerin, sie übernahm gleich beide Anführerposten, da Kratzstille dazu nicht in der Lage war. Erfolgreich teilte sie sowohl Jagdpatrouillen, als auch Grenzpatrouillen ein. Sie sorgte dafür, dass alles im Lager und rundherum glatt lief und an diesem Tag verkündete sie etwas neues: „Ich bin der Meinung, dass Huskytatze nun lange genug von dem eigentlichen Training abgehalten wurde und es wird Zeit ihm einen neuen Mentor zuzusprechen. Ich habe mir das gut überlegt und habe entschieden, dass Trockenzunge den Rest seiner Ausbildung übernehmen wird.“ Überrascht schaute Huskytatze zu dem genannten Krieger hinüber. Trockenzunge schien über die Entscheidung nicht sonderlich erfreut, bestimmt wäre er lieber bei seiner Gefährtin gewesen, als wieder einen Schüler zu trainieren. Eisblume fuhr fort: „Ihr beide seit für heute frei von den Pflichten und habt den ganzen Tag über Zeit zum trainieren. Dann werden Muskelkralle und ich die Grenzpatrouille übernehmen und Graupelz wird Schneefell und Knotenfell mit auf die Jagd nehmen.“ Sie sprang elegant hinunter vom Anführerbaum und winkte ihren Bruder zu sich. Zusammen verließen sie das Lager. Auch Trockenzunge gab Huskytatze ein Zeichen ihm zu folgen. „Also gut, ich möchte folgende Trainingsaufgabe machen: Ich sprinte los und du wartest hier ein Weilchen. Danach geht es drum, dass du so schnell wie möglich meiner Geruchsspur folgst und mich wieder findest. Ach ja, fange noch etwas Frischbeute für uns beide.“ Dann huschte der gestreifte Wolf in Richtung Funkenrudel davon. Huskytatze schnupperte in der Luft herum und konnte einen Wühler ausmachen. Diesen jagte er und fing ihn anschließend. Einen zweiten fing er auch noch und so hatte er bereits etwas zu essen besorgt. Leider musste er unterwegs die Beute immer wieder ablegen, weil der Beutegeruch unter seiner Nase den von Trockenzunge überdeckte. Seine Idee war doch nicht so gut gewesen...

Endlich fand er Trockenzunge, der auf einer hohen Tanne saß und hinaus auf die weite Lichtung ins Schneerudel blickte. Am Horizont waren viele Berge gezeichnet, einige größer, andere kleiner. Die höchsten waren an der Spitze noch weiß gefärbt, Huskytatze nahm an, dass noch Schnee vom Winter da liegen musste. „Das hat aber lange gedauert!“, spottete Trockenzunge. Dann zog er einen Lemming heraus und Huskytatze nahm an, dass er sich selbst bereits etwas gefangen hatte. Beide übten das Ritual vor dem essen aus und verschlangen dann gierig ihre Beute. Danach zeigte Trockenzunge ihm eine brandneue Kampftechnik und auf dem Rückweg erwischte Huskytatze noch einen Wühler, der sehr unachtsam auf etwas kaute. Die Freundschaft zwischen den beiden verbesserte sich allmählich und so stellte Huskytatze eine nähere Frage: „Weißt du... Ich bin irgendwie nicht sehr überzeugt davon, dass Graupelz der Vater von Silberschweifs ungeborenen Nachkommen ist.“ „Wenn ich ganz ehrlich bin, zweifle ich auch daran. Ich glaube Freistreif hat Recht und Graupelz will Silberschweif nur Schützen und lügt deshalb.“, gab Trockenzunge zu. „Du wirst auch bald Vater oder?“, spottete Huskytatze. „Woher willst du das Wissen?“, fragte er überrascht. „Das sieht ein Blinder! Du verbringst doch so viel Zeit mit Kratzstille.“, richtete Huskytatze die Situation. „Aber du musst auch zugeben, dass sie wirklich hübsch ist“, schwärmte er. Dann fügte er hinzu: „Zwischen dir uns Eisblume läuft es aber auch nicht schlecht oder?“ Dabei lachte er. Huskytatze antwortete nicht auf diese dumme Frage. „Ich hab doch gesehen, wie ihr auf der Lichtung aneinander geschmiegt geschlafen habt, das ist keine Geschwisterliches Verhalten.“ Huskytatze wurde mulmig zumute, eigentlich mochte er doch Knotenfell ein klein wenig, doch Eisblumes Pelz ist so schön und ihr Duft rosig. Er schüttelte heftig den Kopf, eigentlich wollte er sich doch auf sein Training konzentrieren und nicht auf diese albernen Liebesgedanken.

Es wurde bereits Dunkel, als die beiden das Lager betraten. Blühzeit war gerade draußen und vertrat sich ein wenig die Beine. Kurzkralle dich an ihrer Seite. Huskytatze bemerkte, dass sie irgendwie gebrechlich aussah, ihr runder Bauch schleifte fast über den Boden und immer wieder drohte sie umzuknicken. Huskytatze schaute hinauf in den Himmel, er bemerkte, dass es nicht mehr all zulange dauern konnte, bis Halbmond war. Huskytatze freute sich enorm, den anderen Friedensstifter aus dem Mondrudel zu identifizieren. Irgendwie tippte sein Herz auf Bissmund. Huskytatze wusste selbst nicht warum, Bissmund war zwar ein gutherziger Krieger, aber ob er wirklich Friedensstifter sein kann. Können Älteste überhaupt Friedensstifter sein? Dann dachte er daran, dass dieser Job wohl eher zu Kratzstille passte. Können Mütter denn überhaupt Friedensstifter sein?

Kapitel 7Bearbeiten

Huskytatze war gerade unterwegs auf der Jagd, zusammen mit seinen beiden Schwestern Eisblume und Knotenfell. Irgendwie fühlte er sich hin-und hergerissen zwischen den beiden. Er musste an die Worte von Bissmund denken: „Man meint, ihr wärt ein Paar!“, hatte er gesagt, als Huskytatze zusammen mit Knotenfell in das Lager kam. Aber er dachte auch an die schöne Nacht, in der er mit Eisblume im Freien geschlafen hatte. Diese Situation war ihm Unangenehm, er wünschte sich, dass er einfach wieder wie früher mit den beiden jagen gehen kann, ohne ständig solche Gedanken im Kopf zu haben. Knotenfell gab sich große Mühe und kam sogar außer Atem. Es war offensichtlich, dass sie Huskytatze beeindrucken wollte. Die drei legten an einer freien Stelle ein kleines Päusschen ein. Keiner von ihnen wusste ein richtiges Thema. Huskytatze schaute auf den Boden oder um sich, denn er wollte den Augenkontakt zu seinen Schwestern vermeiden. Jedoch verspürte er den brennenden Blick von Eisblume die sein Verhalten offenbar überhaupt nicht versandt. Tröpfelnde Geräusche erklangen und plötzlich begann es auf auf Huskytatzes Nase zu regnen Huskytatze wollte so schnell wie möglich von hier weg. Er hasste es einfach, wenn sein nasses Fell an seinem schmalen Körper klebt und man dadurch erkennt, dass Huskytatze so klein ist. Auch diese Kälteschauder konnte er nicht ausstehen. Überhaupt mochte er viel lieber die Sonne, als den Regen. Er riss sich zusammen, ein wahrer Krieger läuft nicht von ein paar Tropfen davon. Stur blieb er im Regen sitzen. „Sollten wir uns vielleicht unter die Tanne setzen?“, schlug Knotenfell scheu vor. Huskytatze war fasziniert von ihrer milden Stimme, die er nur selten zu hören bekam. Er nickte und folgte der kleineren Wölfin zu einer nahen Tanne. Komischerweise musste er in diesem Moment an Nadelkralle denken. Ob er wohl noch lebt? Nadelkralle war ein sturer Wolf und er gab nicht so schnell auf, doch wo sollte er hin. Hat er sich vielleicht einem anderen Rudel angeschlossen? „Genug gepaust, komm wir jagen weiter!“, entschied Eisblume. Die drei machten das dann auch. Doch die meisten Tiere hatten sich wegen dem Regen in ihre Baue verzogen. Eine fette Drossel pickte gerade auf dem Boden, da lief Huskytatze hungrig auf sie zu. Doch Knotenfell tat das selbe, sie knallten gegeneinander, der Vogel schreckte auf und floh. Nun lagen die beiden da, Huskytatze auf Knotenfell und blickte ihr tief in ihre smaragdgrünen Augen hinein. Er glaubte dort wirklich mehr Liebe zu sehen, als je zuvor bemerkt hatte. Dieser romantische Moment wurde von Eisblume unterbrochen, die so tat als würde sie hinfallen, dabei stieß sie fest gegen Huskytatze, der von Knotenfell hinunter kullerte. Wut trat in seinem Kopf auf. Konnte Eisblume sich nicht einmal ordentlich benehmen? Er half Knotenfell auf und Seite an Seite gingen die beiden weiter. Huskytatze war so wütend, dass er Eisblume die kalte Schulter zeigte und sie ab dem Moment einfach ignorierte. Das hätte er wohl besser sein lassen sollen...

Kapitel 8Bearbeiten

In den nächsten tagen trennte Eisblume Huskytatze und Knotenfell ständig von einander. An diesem Morgen, war Huskytatze gerade mit seinem Kumpel Muskelkralle auf Grenzpatrouille. Die beiden gingen zuerst zum Fluss. Seltsamerweise schwieg Muskelkralle nur vor sich hin. Als sie an der Brücke vorbei kamen sagte er einen verwunderlichen Satz: „Lass deine Pfoten von Knotenfell.“ „Ich verstehe nicht ganz?“, drückte sich Huskytatze vorsichtig aus. „Na du sollst dir eine andere Gefährtin suchen!“, zischte sein Bruder genervt. „Du hast dich da gar nicht einzumischen! Ich liebe sie nun mal!“, protestierte Huskytatze überrascht. Muskelkralle gab sich Mühe seine Stimme unter Kontrolle zu halten: „Ich habe dich immer respektiert und geschätzt, aber du hast deine Pfoten von meiner kleinen Schwester zu lassen!“ Zornig erwiderte Huskytatze: „Nein, du bist nicht meine Mutter! Halt dich da raus!“ Muskelkralle reagierte darauf schlecht. Er sprang Huskytatze von der Seite an, dieser Wich aus, wurde jedoch von seiner Pfote an der Wange getroffen. „Was soll das?“, brüllte er. Gerade wollte er seinen Bruder in den Fluss schubsen, als eine innere Stimme den Friedensstifter in ihm weckte. „Wir können doch reden!“, formulierte er kurz. „Mit dir kann man nicht vernünftig reden!“, zischte Muskelkralle wütend. Huskytatze wich einige Schritte zurück. Er knallte gegen eine dicke Tanne, direkt daneben stand noch eine, und von der anderen Seite kam Muskelkralle auf ihn zu. Huskytatze saß förmlich in der Falle. Muskelkralle ließ seine Krallen blitzschnell ein und aus fahren. Sie waren scharf, schärfer als die von Huskytatze. „Ich will nicht mit dir kämpfen!“, rief er. Zu spät, Muskelkralle hatte ihm bereits ein Ohr blutig geschlagen. „Hör auf!“, flehte Huskytatze. Muskelkralle kam bedrohlich näher, bis sich die beiden Nase an Nase standen. Huskytatze spürte den warmen Atem seines Bruders an seiner Stirn. „Lass...deine Pfoten...von meiner Schwester!“, hauchte er in einem bedrohlich tiefem Ton. Verängstigt nickte Huskytatze, doch er dachte das Gegenteil. Muskelkralle würde die beiden nie auseinander bringen können. Dafür müsst er Huskytatze schon umbringen. Doch wenn er dies versuchen würde, müsste Huskytatze sich wehren, Friedensstifter hin oder her. Ruckartig drehte sich Muskelkralle um und lief hinfort. Nach kurzer Zeit war er im dichten Wald verschwunden. Erst jetzt realisierte Huskytatze was gerade passiert war. Muskelkralle, der sonst so ruhige Wolf hatte ihn angegriffen und ihm gedroht. Sonst verstanden sich die beiden doch immer so gut. Hilflos sackte Huskytatze zusammen. Was war denn nur los? Er legte sich einige Schritte weiter unter einen Baum in der Hoffnung in einem Traum antworten auf seine Probleme zu finden. Hatte Muskelkralle eventuell Recht? Waren er und Knotenfell doch nicht für einander bestimmt. Er dachte an die letzten Tage, die liebevollen Blicke und die heimlichen Träume von ihr. Nein, Knotenfell und er würden für immer und ewig Gefährten sein. Leise schlummerte er vor sich hin.

Nach einiger Zeit sah er tatsächlich eine Gestalt, doch es war nicht Eisenmut. Huskytatze fühlte sich hilflos und verloren. Am Horizont wanderte ein einsamer Wolf, sein Schwanz schleifte über den Boden, doch Huskytatze konnte nicht erkennen wer es war, weil er nur seine Silhouette sah. „Eisenmut? Wo bist du?“, rief er und seine Stimme hallt auf der endlos weiten Lichtung. „Ich bin immer für dich da junger Wolf, auch wenn du mich nicht siehst.“, hallte ihre Stimme zurück. „Ach bitte, ich möchte dich unbedingt sehen um mit dir zu reden!“, flehte er enttäuscht. Plötzlich streifte eine unsichtbare Kreatur sein Fell. „Eisenmut, warst du das?“ „Ja, hab keine Angst, ich kann mich nun nicht zeigen. Aber ich hab dich beobachtet, du hast richtig gehandelt junger Wolf.“, erwiderte sie. „Aber ich verstehe nicht was in Muskelkralle vor sich geht. Ich hab Knotenfell doch nichts getan!“, empörte er sich. „Verstehst du's den nicht? Muskelkralle mag seine Mutter sehr. Sein Vater hat sie schwer enttäuscht und du warst der Schüler seines Vaters.“ Jetzt ging Huskytatze ein Licht auf und er vervollständigte ihren Satz: „Er hat Angst, dass ich das Gleiche mit Knotenfell tue, was Nadelkralle Schneefell angetan hat. Aber das würde ich doch niemals tun!“ „Natürlich würdest du das niemals tun, aber setzt dich doch mal in Muskelkralles Situation, nun ist er der einzige Mann in der Familie und sein Beschützer Instinkt meldet sich.“ „Du sagst also ich würde nicht zur Familie gehören!“, protestierte Huskytatze in einem wütenden Ton. „Tschuldigung“, murmelte er, als Eisenmut ihm nicht antwortete. „Schon gut, gib Muskelkralle einfach noch etwas Zeit um sich an die Situation zu gewöhnen.“, riet die Unsichtbare. Huskytatze nickte, ein klein wenig verstand er sogar das Verhalten seines Bruders, aber das war kein Grund gleich handgreiflich zu werden. „Und was ist nun mit Nadelkralle“, wechselte er das Thema. Noch einmal spürte er Eisenmuts Fell an seinem, doch er bekam keine Antwort mehr.

Mit einer neuen Meinung wachte er auf. Der Mond ging bereits auf. Huskytatze wurde klar, wie lange er geschlafen hatte. Viel zu lange. Muskelkralle konnte er nirgends sehen, und Huksytatze wusste nicht so Recht, was er machen sollte. Die Patrouille fortführen oder heimkehren? Er beschloss zurück zu gehen und versuchte auf dem Weg noch etwas Kleines zu fangen um nicht all zu blöd dar zustehen. Er hatte Glück und niemand schenkte ihm Beachtung, als er als letzter zum Eingang herein schlich. So konnte er lästigen Fragen entgehen. Auf den Zehenspitzen betrat er Bissmunds Bau, dieser war nicht da und Huskytatze dachte nicht weiter darüber nach. Er konnte noch nicht schlafen, weil er ja den ganzen Mittag lang geschlafen hatte und trotzdem fühlt er sich müde und kaputt. Huskytatze wurde von seinen Gefühlen geplagt. Gerne hätte er mit Knotenfell über seine Probleme geredet, doch er wollte Muskelkralle nicht verärgern. Soll ich mit Muskelkralle reden? Auch dies schien ihm nicht von Sinn, denn Muskelkralle war viel zu aufgewühlt. Er erinnerte sich, dass er so lange Geschlafen hatte, inzwischen könnte Muskelkralle sich etwas beruhigt haben. Er trat hinaus um nachzusehen, wo sein Bruder steckte. „ Alle Wölfinnen und Wölfe des Mondrudels bitte ich zu einer Versammlung zu kommen!“, rief Eisblume von dem Baum herab. Schattige Gestalten traten müde aus den unterschiedlichen Dornenbüschen heraus. Unter ihnen erkannte Huskytatze auch Muskelkralles Fell. Knotenfell kam an getrottet und sagte bedacht: „Huskytatze, du schaust so bedrückt, ist was los?“ Huskytatze hatte Scham ihr zu sagen, dass er sich nicht gegen Muskelkralle wehren konnte. „Schlechte Jagd“, log er und machte ein gespielt grinsendes Gesicht. Sie schmiegte sich an ihn und ihre Wärme floss in sein kaltes Herz. „Ich habe eine schlechte Nachricht, unseren Patrouillen sind Krieger aus dem Schneerudel aufgefallen, die unsere Grenzen spionieren. Ich vermute, dass sie glauben, wie wären schwach, jetzt wo Nadelkralle weg ist.“, jaulte Eisblume. Protestrufe erklangen in der Menge. Eisblume fuhr fort: „Gewiss, sie irren sich gewaltig! Sogar jedes Junge weiß, dass das Schneerudel angriffslustig und aggressiv ist. Wir sollten unsere Grenzen gut Bewachen, im Falle, wo sie auf die Idee kommen könnten ihr Territorium zu erweitern.“ Zustimmung erschallte. „Also, morgen früh werden Tr...“ Sie wurde von einer fremden Stimme unterbrochen: „Zu Spät gedacht!“, lachte ein großer Wolf mit tiefer Stimme. Im Mondlicht konnte Huskytatze nur seine Silhouette erkennen, doch von der Versammlung erkannte er die Stimme des Kriegsanführers des Schneerudels.

Kapitel 9Bearbeiten

Oh nein! Eisblume fauchte und einige Krieger schlossen sich ihr an. Sie werden doch nicht hier, wo drei Mütter ihre Ruhe brauchen kämpfen! „Attacke!“, brüllte Eisblume aus ihrer Kehle. Wie dumm von ihr! Nun war es zu spät, sich ihrem Befehl zu widersetzen. Die Kriegsanführer von beiden Rudeln stürzten sich aufeinander. Ein langhaariger heller Wolf stürzte sich auf Knotenfell, Huskytatze wollte sich auf ihn werfen. Unter ihm war nun kein kein Krieger, sondern er spürte einen dumpfen Aufschlag auf den Boden. Sein Bauch schmerzte und einen Moment lang bekam er keine Luft. Muskelkralle hatte den Krieger vor ihm angegriffen und zur Seite gezerrt. Er rappelte sich ehrgeizig auf und blickte sich hektisch nach Knotenfell um. Sie war verschwunden. Ihm blieb keine Zeit, denn eine andere Kriegerin griff nun Huskytatze. Kampflust strahlte in ihren grünen Augen. Überrascht fiel Huskytatze schon wieder zu Boden. Er bearbeitete sie mit seinen trainierten Hinterläufen und kratzte wie wild um sich mit seinen Vorderpfoten. „Sag mal, hast du sie noch alle!“, ertönte eine wütende Stimme. Huskytatze wurde einen Moment schwarz vor Augen. Er schlug die Augen entsetzt auf und fand sich in Bissmunds Bau wieder. Dieser starrte ihn verdutzt an, seine Wange blutete leicht. Ein Traum! „Bissmund, tut mir Leid, ich hab geträumt wir würden vom Schneerudel angegriffen.“ Dieser verpasste ihm einen Schlag und Huskytatze fiel aus dem Bau hinaus. „Träum woanders weiter“, grummelte Bissmund schläfrig. Huskytatze schaute mit pochendem Herz hinauf zum Sternenhimmel. Die Sterne standen an genau der selben Stelle! Da stimmt etwas nicht! Er huschte zu Tatzenmond: „Tatzenmond, wach auf!“ „Was ist, es ist doch noch gar nicht morgen!“, sie drehte sich um und schlief weiter. „Nein, steh auf, es ist wichtig“, drängte er außer Puste. Sie reagierte mit einem genervten Stöhnen. „Tatzenmond, essen ist da. Lecker, lecker Rentier!“, spaßte er. Bei Freistreif würde das funktionieren! „Raus“, grunzte sie. „Aber ich hab geträumt, dass...“ „Raus!“, unterbrach sie ihn. Wütend trabte Huskytatze davon. „Dann eben nicht“, zischte er. Der Schüler wusste nur noch einen Ausweg. Er rannte weg.

Bei der Grenze angekommen blicke er sich um. Riechen konnte er nicht, der schwache Wind blies in die entgegengesetzte Richtung. Hören und sehen konnte er auch nicht besonderes. Er sprintete schneller voraus. Wenn Eisenmut ihm einfach gesagt hätte, wer Friedensstifter wäre, in dem Rudel wo er gerade hinläuft, wäre das ganze einfacher. Plötzlich stoppt er. Was macht ein angriffslustiges Rudel mit einem einzigen Schüler, der verbotener Weise in ihr Territorium eindrang. Daran mochte er überhaupt nicht denken. Er bog nach links ab, dort roch er bereits die Duftmarken des Funkenrudels. Er beschloss hier Hilfe zu holen. Huskytatze fiel auf, dass er noch nie so schnell und so weit gelaufen war. Ängstlich dachte er an Knotenfell und rannte noch schneller. Die Kuhle, in der sie einmal gekämpft hatten, hatte er bereits hinter sich gelassen. Der Duft des Funkenrudels wurde immer stärker. Er sah ihr Lager bereits von weitem, als Plötzlich: „Halt, was machst du da!“, rief eine strenge Stimme von einem Baum herunter. Huskytatzes Atem stockte, so erschreckt war er. Da erkannte er Rippentatzes Stimme und sein Fell legte sich wieder an. „Wir werden angegriffen, wir brauchen eure Hilfe“, erklärte er sich. „Angegriffen, und du rennst davon?“, fragte er skeptisch. Huskytatze durfte auf keinen Fall davon erzählen, dass er einen Traum hatte, weil er Friedensstifter war. „Keine Zeit“, gab er kurz zurück. Rippentatze musterte ihn streng. „Warte hier!“, befahl er. Jede Sekunde kam ihm vor wie ein Mond, doch Husyktatze wagte es nicht einen einzigen Schritt vorwärts zu gehen. Eine andere Gestalt kam hinter Rippentatze hergelaufen. „Gluttatze!“, freute er sich. „Nein, ich heiße nun Glutwelle“, prahlte er. „Glückwunsch!“, gratulierte er. „Wir brauchen eure Hilfe, wir werden bald angegriffen.“, wiederholte er. Glutwelle sah verwirrt aus und Huskytatze kam sich dumm vor, so etwas zu sagen. „Kann ich mit Spitzkriegerin reden?“, bat er. „Nein, sie wird dir nicht trauen“, verbat er. „Ich hole Hilfe. Ich vertraue dir, also mach keinen Scheiß.“, vervollständigte Glutwelle. Huskytatze wurde mulmig zumute. Was wenn alles doch nur ein Alptraum war, und er hier umsonst Panik veranstaltete. „Ach Eisenmut!“, zischte er kaum hörbar vor sich hin. Nach einer gefühlten Ewigkeit kehrte Glutwelle mit anderen Wölfen zurück. Es waren Glatttatze, seine Schwester, und Sturstille seine ehemalige Mentorin die er dabei hatte. Huskytatze hatte eigentlich mehr erwartet, aber nun waren es mehr Krieger als ohne sie. Hier konnte Huskytatze das starke vertrauen unter den Wölfen erkennen. So etwas wünschte er sich auch in seinem eigenen Rudel.

Kapitel 10Bearbeiten

Schnaufen und keuchend erreichten die Wölfe das Territorium des Mondrudels. Huskytatzes Beine fühlten sich überanstrengt und sein Magen knurrte. Doch der Gedanke an seine Familie trieb ihn voran. Bereits von weitem hörte man Kriegsschreie, wütendes Jaulen und Hilfeschreie. Die meisten Hilfeschreie kamen von den Kriegern des Mondrudels. Aus weiterer Entfernung erkannte Huskytatze Bissmund, der reglos vor dem Lagereingang lag. Huskytatze überholte Glutwelle und rannte voraus. Er konnte Bissmund keine Zeit schenke. In einer Ecke sah er die schwer verletzte Knotenfell, der Krieger aus seinem Traum stürzte sich gerade auf sie. Huskytatze fing den Sturz ab und Glutwelle sprang dem Feind auf den Rücken und ließ ihn nicht mehr los. Hier würde Huskytatze nicht mehr gebraucht. Er lief weiter. Er war entsetzt. Als er mit ansehen musste, wie die hochschwangere Kratzstille sich gegen eine graue Wölfin verteidigen musste. Hatte sie den keine Herz. Zornig stürzte Huskytatze sich auf sie mit wütendem Gebrüll. Kratzstille schien überrascht und ergriff die Flucht. An einer anderen Stelle lag der schlaffe Körper von Eisblume. Tot? Huskytatzre verpasste der Wölfin einen so festen Schlag, dass sie zur Seite geschleudert wurde. Er rannte ihr nicht hinter her, als sie durch den Eingang wieder floh. Eine Gruppe voller Ältester verteidigte Blühzeit gegen einen hellgrauen Krieger. Huskytatze mischte sich ein und zusammen zwangen sie auch diesen in die Flucht. Glatttatze, Rippentatze und Knotenfell hatten Hundekrieger angegriffen, doch der riesige Krieger wusste sich zu wehren. In einem Schreckensmoment wurde Glatttatze zur Seite geschleudert. Glutwelles scharfe Augen blitzten und er kämpfte sich seine Bahn zu ihm frei, Er schlug dem älteren Krieger die Nase blutig und benutzte den gleichen Trick wie Huskytatze damals. Er kletterte schnell einen Baum hinauf und sprang von oben hinab auf den braunen Anführe. Blutüberströmt floh er als letzter. Einige Triumph laute erklangen, doch Huskytatze hatte ganz andere Sorgen, Bissmund! Sie hatten gewonnen!

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