FANDOM


Staffel 1 Band 2Bearbeiten

Warrior Wolves

MondrudelBearbeiten

Das Mondrudel war mal das größte Rudel von allen, nun nur noch das zweitgrößte Rudel. Hier leben momentan ungefähr gleich viele Wölfe und Wölfinnen.

--Kriegsanführer:Nadelkrieger (+Schneefell )

-schwarz-brauner Wolf mit dünnen Krallen und braunen Augen

-Bruder von:

-Vater von: Eistatze, Knotentatze, Muskeltatze

-Mentor von: Huskytatze


--Heilerin: Tatzenmond

-Silberne schöne Wölfin mit grünen Augen

-Schwester von: Silberschweif

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Heilerin: Silberschweif

-Silberne Wölfin mit einer schwarzen Pfote, grüne Augen

-Schwester von: Tatzenmond

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Ältester: Kurzkralle ( +Blühzeit )

-brauner Wolf, ältester von allen Rudeln

-Bruder von: Freistreif, Bissmund

-Vater von:


--Ältester: Rundherz

-schwarz-weißer Wolf mit kurzem Schweif

-Bruder von:

-Vater von: Kratzstille


--Ältester: Freistreif

-Rot-brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr

-Bruder von: Kurzkralle, Bissmund

-Vater von:


--Ältester: Bissmund

-Brauner Wolf, auf einem Auge blind

-Bruder von: Kurzkralle, Freistreif

-Vater von: Huskytatze (adoptiert)


--Mutter: Blühzeit (+Kurzkralle )

-Weiße Wölfin mit hellgrünen Augen. Lachs ist ihr Lieblingsessen.

-Schwester von:

-Mutter von: Trockenzunge, Graupelz


--Mutter: Kratzstille (+Trockenzunge )

-grau-weiße Wölfin mit paar Narben über ihrem schlanken Körper verstreut

-Schwester von:

-Mutter von:


--Kriegerin: Schneefell (+Nadelkrieger)

-Schneeweiße Wölfin, hat bereits ein Junges verloren

-Schwester von:

-Mutter von: Eistatze, Knotentatze, Muskeltatze

-Mentorin von: Knotentatze


--Krieger: Trockenzunge (+Kratzstille)

-Dunkel- und Hellgrau gestreifter Wolf mit dunklen Augen

-Bruder von: Graupelz

-Vater von:

-Mentor von: Eistatze


--Krieger: Graupelz

-Dunkelgrauer flinker Wolf mit dunklen Augen und einer weißen Ohrspitze

-Bruder von:Trockenzunge

-Vater von:

-Mentor von: Muskeltatze


--Schülerin: Eistatze

-Schneeweiße junge Wölfin mit einem braunen Bein

-Schwester von: Knotentatze, Muskeltatze


--Schülerin: Knotentatze

-Schwarz-braune Wölfin mit smaragdgrünen Augen

-Schwester von: Eistatze, Muskeltatze


--Muskeltatze

-Schwarz-brauner Wolf mit einem braunen und einem grünen Auge.

-Bruder von: Eistatze, Knotentatze


--Huskytatze

-Schwarz-weißer Wolf, wurde von Bissmund gefunden

-Bruder von:

SchattenrudelBearbeiten

Das Schattenrudel bevorzugt das Leben hinter den Bergen im Schatten der Berge. Es ist das größte Rudel von allen. Es ist meist friedlich. Das Rudel hat viel Kontakt zu anderen Wölfen, die außerhalb der Rudel leben.


--Kriegsanführer: Stumpfkrieger (+Flockenpelz)

-Hellgrauer Wolf der nicht viel redet, schneller Läufer

-Bruder von:

-Vater von: Rutschfuß, Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Mentor von:


--Friedensanführerin: Leopardenstille

-hellgraue Wölfin mit getüpfeltem Fell und dunklen schönen Augen

-Schwester von: Pfotenschritt

-Mutter von:

-Mentorin von: Zweigtatze


--Heiler: Riesenhalm

-großer Wolf mit weißem Fell

-Bruder von: Weißmaus

-Vater von:

-Mentor von: Kopftatze


--Heiler: Pfotenschritt

-Hellbrauner Wolf, der sehr schnell ist

-Bruder von: Leopardenstille

-Vater von:

-Mentor von:


--Älteste: Steinfell

-steinfarbene Wölfin, ihre Uhrgroßmutter war ein Halbblut.

-Schwester von:

-Mutter von: Flockenpelz


--Ältester: Drecklage

-Brauner Wolf, der sehr schnell Beleidigt ist

-Bruder von:

-Vater von: Salzwasserperle, Braunwolf, Süßwasserperle


--Kriegerin: Weißmaus

-Weiße Wölfin mit grünen Augen, liebt frisches Rentierfleisch

-Schwester von: Riesenhalm

-Mutter von: Rutschfuß

-Mentorin von: Horntatze


--Kriegerin: Specksonne (+ Braunwolf)

-Früher war sie dick, jetzt nicht mehr, sie hat eine schwere Vergangenheit

-Schwester von:

-Mutter von: Eutertatze, Horntatze

-Mentorin von:


--Kriegerin: Flockenpelz (+ Stumpfkrieger)

-Schwarzes Fell mit dunkel braunen Flocken drauf, ihre Ururgroßmutter war ein Halbblut

-Schwester von:

-Mutter von: Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Mentorin von: Eutertatze


--Kriegerin: Salzwasserperle

-Hell- und dunkelbraun gestreiftes Fell. Eine gute Jägerin

-Schwester von: Braunwolf, Süßwasserperle

-Mutter von:

-Mentorin von: Spinnentatze


--Krieger: Braunwolf (+Specksonne)

-Brauner Wolf, der seine Familie sehr liebt. Er ist nicht sehr romantisch

-Bruder von: Salzwasserperle, Süßwasserperle

-Vater von: Eutertatze, Horntatze

-Mentor von:


--Kriegerin: Süßwasserperle

-Sie hat schönes immer gepflegtes braunes Fell und dunkele Augen

-Schwester von: Salzwasserperle, Braunwolf

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Rutschfuß

-Ein hellgrauer Wolf mit weißen Ohren

-Bruder von: Kopftatze, Zweigtatze, Spinnentatze

-Vater von:

-Mentor von:


--Schülerin: Kopftatze

-Hellgraue Schülerin mit 3 schwarzen Pfoten. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Schwester von: Zweigtatze, Spinnentatze


--Schülerin: Zweigtatze

-Hell braune Wölfin mit schwarzen Fellteilen. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Schwester von: Kopftatze, Spinnentatze


--Schüler: Spinnentatze

-Hellgrauer Wolf mit einem schwarzen Streifen auf dem Rücken, bis zur Schweif spitze. Ist zu einem klitzekleinen Teil ein Halbblut.

-Bruder von: Kopftatze, Zweigtatze


--Schülerin: Eutertatze

-Braun und dunkelbraun gestreift, mit kleinen Augen. Ungeduldig, aber dafür schön.

-Schwester von: Horntatze


--Schüler: Horntatze

-Brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr

-Bruder von: Eutertatze

BergrudelBearbeiten

Bevorzugt das Leben in den Bergen. Das Rudel ist bekannt für seine schlauen Heiler. In diesem Rudel leben viel mehr männliche als weibliche Wölfe.


--Kriegsanführerin: Wildkriegerin

-Schöne hellbraune Wölfin mit grauen Augen, sie ist schlau hat aber zu wenig Rücksicht

-Schwester von:

-Mutter von: Briesestern, Pflanzenspross

-Mentorin von:


--Friedensanführer: Kraterstille

-Er hat dunkelbraunes, leicht rotes Fell, ist stark gebaut und hat einen langen Schweif

-Bruder von: Tierspur, Langpelz

-Vater von:

-Mentor von:


--Heiler: Langpelz

-Schwarzer Wolf mit dunklen Augen. Spricht nicht viel

-Bruder von: Kraterstille, Tierspur

-Vater von:

-Mentor von: Zeckentatze


--Ältester: Weltzschnee

-Weißes Fell mit brauner Schwanzspitze und braunen Pfoten

-Bruder von:

-Vater von: Briesestern, Pflanzenspross


--Ältester: Schmerzfuß

-Er erzählt gerne Geschichten, die aber nicht immer der Wahrheit entsprechen

-Bruder von:

-Vater von:


--Mutter: Hügelwölfin (+Staubfell)

-Hell braune Wölfin, die frische Kaninchen mag

-Schwester von:

-Mutter von: Zeckentatze


--Krieger: Staubfell (+Hügelwölfin)

-Hellgrauer Wolf, der große Geduld hat, seine Eltern starben als er Schüler war

-Bruder von:

-Vater von: Zeckentatze

-Mentor von:


--Krieger: Tierspur

-Schildpattfarbener Wolf mit braunen Augen, der immer sehr gut riecht

-Bruder von: Kraterstille, Langpelz

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Haufenwolf

-Schwarz-weiße gestreifter Wolf mit grauen Augen. Er hat viele Narben

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Krieger: Rammfuß (+Briesestern)

-Er hat rötliches Fell mit einer weißen Schwanzspitze

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Briesestern (+Rammfuß)

-Sie hat weißes Fell und braune Pfoten

-Schwester von: Pflanzenspross

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Pflanzenspross

-Ein brauner Wolf mit grünen Augen und großen Pupillen

-Bruder von: Briesestern

-Vater von:

-Mentor von:


--Schülerin: Zeckentatze

-Eine graue Wölfin, die oft Zecken hat

-Schwester von:

SchneerudelBearbeiten

Das Schneerudel lebt problemlos auch in tieferem Schnee. Es hat ein aggressives Verhalten und mag das Kämpfen. Deshalb gibt es im Rudel viele Kämpfer und Kämpferinnen.


--Kriegsanführer: Hundekrieger (+Miniblatt)

-Dunkelbrauner Wolf mit einem langen Schweif und vielen Narben

-Bruder von:

-Vater von: Tüpfeltatze, Kichertatze

-Mentor von:


--Friedensanführer: Laufstille (+Nagelmond)

-Schwarz-weißer Wolf mit sehr scharfen Reißzähnen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von: Kichertatze


--Älteste: Brühfell

-Sie hat stumpfes braunes Fell und ist auf einem Auge blind

-Schwester von:

-Mutter von: Pelzknäuel


--Mutter: Nagelmond (+Laufstille) Heilerin

-Schwarz-weiß getüpfelte Wölfin

-Schwester von: Fellwolf

-Mutter von:


--Kriegerin: Miniblatt (+Hundekrieger)

-Braunes Fell mit fast goldenen Augen

-Schwester von:

-Mutter von: Tüpfeltatze, Kichertatze

-Mentorin von:


--Kriegerin: Albtraumkern

-Sie hat fast rotes Fell, mit braunen Augen, hatte als Schülerin oft Albträume

-Schwester von: Magerblüte (Funkenrudel)

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Pelzknäuel (+Duftpelz)

-Er ist ein dunkelbrauner Wolf und ein guter Kämpfer

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von: Tüpfeltatze


--Krieger: Blechfell

-Ein Hellgrauer Krieger mit grauen Augen, er ist etwas tollpatschig

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Kriegerin: Duftpelz (+Pelzknäuel)

-Hell- und Dunkelbraun getüpfelte Wölfin mit grünen Augen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Krieger: Fellwolf

-langhaariger weißer Wolf mit vielen Narben am Bauch

-Bruder von: Nagelmond

-Vater von:

-Mentor von:


--Schülerin: Tüpfeltatze

-Getüpfelte Grau-weiße Wölfin

-Schwester von: Kichertatze


--Schülerin: Kichertatze

-Kleine geschmeidige graue Wölfin mit weißen Pfoten

-Schwester von: Tüpfeltatze

FunkenrudelBearbeiten

Das Funkenrudel ist das kleinste Rudel von allen. Es ist trotzdem stark und vor allem schlau. In dem Rudel haben die Wölfe starkes Vertrauen untereinander.


--Kriegsanführerin: Spitzkriegerin

-Sie hat Raben-schwarzes Fell und dunkle Augen. Sie hat große Augen bei Gewitter

-Schwester von: Pumastein

-Mutter von:

-Mentorin von: Rippentatze


--Friedensanführerin: Sturstille

-Weiße Wölfin mit dunkelbrauner Stirn und braunen Augen. Sie hat lange stabile Krallen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von: Gluttatze


--Heiler: Wachwolf

-Er braucht nicht viel Schlaf und hat braunes Fell mit grünen Augen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von:


--Ältester: Holzrücken (+Magerblüte)

-Ein hellbrauner Wolf mit Narben am rechten Hinterbein

-Bruder von:

-Vater von: Glatttatze, Rippentatze


-Älteste: Magerblüte (+Holzrücken)

-Sie kennt ihre Schwester fast gar nicht. Sie hat schönes rotes Fell. Früh bei den Ältesten, weil sie auf einem Auge fast blind ist und auf dem anderen blind.

-Schwester von: Albtraumkern (Schneerudel)

-Mutter von: Gluttatze, Glatttatze, Rippentatze


--Krieger: Pumastein

-Raben-schwarzer Krieger mit einem braunen Ohr

-Bruder von: Spitzkriegerin

-Vater von:

-Mentor von: Glatttatze


--Schüler: Gluttatze

-Ein roter Schüler, der sehr klein für sein alter ist, aber trotzdem stark und schnell

-Bruder von: Glatttatze, Rippentatze


--Schülerin: Glatttatze

-Hellbraune Schülerin mit einem roten Ohr und verschiedenfarbige Augen

-Schwester von: Gluttatze, Rippentatze


--Schüler: Rippentatze

-Hellbrauner Wolf mit hellbraunen Augen und mittellangem Schweif

-Bruder von: Gluttatze, Glatttatze

Kapitel 1Bearbeiten

Bis zum Morgen nach der Schlacht hielt Huskytatze Wache am Lagereingang zusammen mit Knotentatze. Von seinem Schmerz in seinem Fuß war fast nichts mehr zu spüren, Tatzenmond hatte es gedreht und gelenkt. Danach tat es nicht mehr weh. Da trafen Silberschweif und Schneefell ein. „Eine Falle“, keuchte Silberschweif. Schneefell blutete am Ohr, hatte lange Kratzer an ihrer Flanke und an ihr klebte überall Blut, Silberschweif hatte dagegen nur ein paar lächerliche Kratzer. Hinter den beiden stand Graupelz, auch er war übersät von Wunden. Er schilderte den neugierigen Schülern, dass Nadelkrieger vermutete, dass es doch eine Falle gewesen sein könnte und schickte darauf hin Graupelz zum Daumensee, denn beim Schneerudel waren sehr wenige Funkenrudelmitglieder. „Wie viele Gegner hattet ihr denn am Daumensee?“, erkundigte sich Knotentatze. „5, aber 3 davon waren noch Schüler glaube ich“, sagte seine Mutter. Danach im Bau der Heilerinnen erzählten die Schüler die gesamte Geschichte, und wie schlau Tatzenmonds Idee doch war mit dem herumtrampeln.

„Alle Wölfe und Wölfinnen des Mondrudels! Kommet zu mir!“, jaulte Nadelkrieger. Dann erzählte er erneut die Geschichten in allen drei Perspektiven. „Ich muss mich bei Eistatze entschuldigen, sie vermutete, dass dies eine Falle sein könnte. Doch ich glaubte ihr nicht.“ Anerkennendes jaulen ertönte unter den restlichen Rudelmitgliedern. Dann fuhr er mit einem anderen Thema fort: „Unsere gesamte Frischbeute ist aufgebraucht und wir haben viele verletzte. Wir müssen unbedingt Jagdpatrouillen losschicken. Es ist zu spät, nun werden wir keine Rehe mehr fangen können. Ich führe die erste Jagdpatrouille an, zusammen mit Schneefell, Knotentatze und Huskytatze. Trockenzunge, du nimmst eine weitere Patrouille mit, Muskeltatze und Eistatze. Geht nicht zu nah an die Grenze zum Funkenrudel, wir wollen einen weiteren Konflikt vermeiden. Ehm... Was noch? Ach ja, Graupelz du und einige Älteste werden das Lager aufräumen und Spuren beseitigen, welche beim Kampf gestern hinterlassen wurden.“ Nadelkrieger scheint den Streit vergessen zu haben. Zusammen mit seiner Familie brach er auf. Unterwegs teilten sie sich erneut auf, offenbar wollten Schneefell und Nadelkrieger etwas Zeit für sich alleine. So gingen die beiden Schüler zum Fluss um zu fischen. Etwas weiter unten entdeckten sie einen Krieger, der auch schwarz-weißes Fell hatte, wie Huskytatze, wahrscheinlich einer vom Schneerudel, der dabei war einem Schüler das Fischen beizubringen.

Am frühen Abend kehrten die beiden Freunde mit einer Menge Beute zurück ins Lager und teilten sie dort auf. „Knotentatze, es war schön mit dir, das könnten wir nochmal machen.“, bestätigte Huskytatze in ihr gespitztes Ohr. Sie nickte und zog sich dann zurück in ihren Dornenbusch. Huskytatze entschied bei Bissmund zu übernachten. Diese Nacht aber ohne Kampf. „Findest du, wir sollten dem Funkenrudel nicht irgendwie helfen, wenn da schon Schüler verhungern, muss die Lage ernst sein.“, überlegte Bissmund laut. „Ich werde morgen mit Nadelkrieger reden“, entschied er ohne auf Huskytatzes Reaktion zu achten.

Kapitel 2Bearbeiten

Zusammen mit Bissmund betrat Huskytatze am nächsten den Bau von Kratzstille, den Nadelkrieger war bereits weg mit Schneefell und Knotentatze. „Kratzstille, ich habe gesehen, dass die Funkenrudelwölfe viel dünner sind, als wir alle. Ich dachte, vielleicht haben sie wirklich ein ernstes Problem, wenn da schon Schüler sterben.“, sagte Bissmund ruhig. „Daran hatte ich auch schon gedacht, aber wir können ihnen nicht helfen.“, erwiderte Kratzstille kalt. „Aber wieso denn nicht?“, mischte sich Huskytatze ein. „Weil es ihr Problem ist, nicht das unsere.“ „Wir könnten doch jemanden dahin schicken um die Lage zu erkunden und dann erst entscheiden, ob wir was unternehmen.“, schlug er vor. Er ergänzte noch: „Ich würde das freiwillig tun.“ „Nein, Nadelkrieger hat nun das sagen, und wenn er es verbietet, dann werde ich jetzt nicht einverstanden sein“, erklärte sie genervt. „Also kann ich Nadelkrieger um Erlaubnis fragen?“, bat er. „Ich habe ihn doch schon gefragt. Er war nun mal nicht meiner Meinung. Geht jetzt!“ „Aber...“ „Komm wir gehen“, unterbrach Bissmund. Huskytatze war wütend, wie konnten zwei Anführer einfach wegschauen, wenn andere Wölfe starben. Wo sie doch reichlich zu essen hatten. „Ich geh jetzt jagen“, schnaubte er Bissmund an. Welcher noch in Gedanken versunken war.

Huskytatze joggte zum Lemmingfangplatz. Sein Magen grummelte fürchterlich, denn er hatte den ganzen Morgen nur eine Maus gegessen. Für einen Wolf im Wachstum war das noch lange nicht genug. Er musste hinüber zur Grenze schauen, doch dort war niemand zu sehen. Wie es Gluttatze wohl geht? Gluttatze gehörte zwar nicht zu ihrem Rudel, aber irgendwie mochte er den Wolf. Gluttatze lässt sich nicht unterdrücken und gehorcht nicht wie ein Hund. Aber er ist auch nicht zu frech, er weiß wann er spätestens den Mund halten muss. Gluttatze ist ehrgeizig, er gibt nicht sofort auf und flennt. Sogar als er in einer Lebensgefährlichen Situation war kämpfte er weiter. Wie ein Krieger, und dabei schien er doch etwas junger als Huskytatze selbst. Hab ich ihn wohl zu viel verletzt? Bekommt er nun Ärger, weil er aus dem Kampf geflohen ist? Es ist doch besser sein Rudel verliert einen Kampf, als einen Wolf. Allerdings ist es seine Pflicht seine Anführerin mit seinem Leben zu schützen... Was er nicht so richtig gemacht hat. Erneut starrte Huskytatze auf die Lichtung, sogar weit hinten am Horizont war keiner zu sehen. Er begann zu jagen.

Nach einer erfolgreichen Jagd, 6 Lemming setzte er sich hin und schnupperte an seinem Lemming. Er biss hinein. Doch es schmeckte ihm überhaupt nicht. Der leckere Lemming verwandelte sich in eine komische Pampe. Huskytatze begriff, der Lemming war nicht vergiftet, nein, es waren seine Schuldgefühle, er konnte sich einfach nicht satt essen, während andere hungerten. Er schaute sich vorsichtig um. Niemand zu sehen. Er trottete zur Grenze. Würde er diese Grenze überschreiten und den Willen des Ewigenjagdrudels brechen für einen Schüler, den er bloß einmal gesehen hatte? Nein, würde er nicht. Er holte tief Anlauf und schmiss den Lemming, welchen er im Maul hatte weit über die Grenze. Bis er gegen eine Tanne knallte. Huskytatze wusste nicht, dass er zu so einem Wurf imstande war. Bitte, bitte oh Ewigesjagdrudel, lass Gluttatze diesen Lemming finden. Ihm fiel auf, dass der Beutegeruch vom Territorium des Funkenrudels nur leicht in der Luft hing. Wie kommen die nur auf die Idee, dass wir hier Beute stehlen? Er erschreckte, er stand ja hier schon eine Weile, hinaus zu starren, es war gut möglich, dass nun jemand ihn für einen Räuber hielt! Er nahm sich die restlichen 4 Lemminge und machte sich vom Acker. Niemand hatte ihn gesehen. Hoffte er zumindest.

Kapitel 3Bearbeiten

Als er am nächsten Morgen aufwachte schliefen alle seine Geschwister, sowie ihre Eltern noch. Er trat hinaus aus seinem Dornenbusch. Seine Gedanken waren zur Hälfte an Gluttatze gerichtet, zur anderen Hälfte an Tatzenmonds furchtbare Geschichte. Es war noch früh am Morgen, der Tau hing schon an den Blättern der Bäume und der Mond würde bald untergehen. Der jüngste Schüler ging hinüber zu Tatzenmondsbau. Er sehnte sich danach weiter mit ihr zu reden. Tatzenmond ist klug, sie kann sich sehr gut ausdrücken. Nur ihr Humor ist etwas gewöhnungsbedürftig. Auf der Lichtung lagen verstreut einige Wolfshaare, die meisten Wölfe verloren gerade ihren Winterpelz. Tatzenmond schlief noch, etwas weiter entfernt schlief auch ihre Schwester Silberschweif. Die beiden glichen sich enorm. Nur Tatzenmond war etwas größer und Silberschweif hatte eine schwarze Pfote, im Gegensatz zu Tatzenmond. Beide waren einfach nur wunderschön. Er trottete zunächst zum Bau von Blühzeit, wie versprochen schaute er regelmäßig nach ihr. Er sah Kurzkralle, der gerade dabei war seine Geliebte zu massieren. Huskytatze wollte nicht stören, er neigte nur höflich den Kopf vor dem erfahrenen Wolf. Er kam nun zu Bissmundsbau hinüber, auch dieser schlief noch. Das machte er immer so, er war einfach ein Faulpelz. Er ging weiter zu Rundherz, auch dieser schlief gemütlich weiter, ohne Huskytatze zu bemerken.

Etwas raschelte hinter ihm. Doch die Lichtung war leer. Huskytatze sah rotes Fell aufblitzen hinter einem Farnbüschel. Freistreif ist doch der einzige mit leicht rotem Fell im Rudel? Das ist doch nicht etwa Gluttatze! Er schlich sich an den unbekannten Wolf an, wie ein Jäger an seine Beute. Er musste herausfinden wer es wagte in sein Territorium einzudringen. „Stopp!“, krächzte eine Stimme „Komm nicht näher.“ trotzdem ging Huskytatze näher heran. Das war ganz sicher nicht Gluttatze, das war nämlich nicht seine Stimme. „Was willst du hier?“, flüsterte Huskytatze. „Bist du Huskytatze?“, wisperte die Kreatur nur schwer versteh bar. „Ehh.. j-ja, der bin ich.“, sagte Huskytatze verwirrt. Nun zeigte sich die Kreatur. Es war eine weibliche Wölfin, noch nicht so alt. Aber ihre Augen sahen dunkel und seltsam aus. „Du musst mitkommen, Gluttatze liegt am sterben. Er hat den Blick in deinen Augen gesehen, er sagt du würdest helfen.“, forderte die Wölfin. Huskytatze sprang zu ihr hinter die Büsche. Er fragte: „Wo her kennst du ihn?“ „Ich bin seine Mutter!“ Wenn Gluttatze wirklich im Sterben lag, durfte er keine Zeit verlieren. „Du musst mitkommen!“ Huskytatze folgte der Wölfin wortlos. „Wie heißt du?“, erkundigte sich Huskytatze. „Magerblüte“, erwiderte sie knapp. Oder, ist das eine Falle, das Funkenrudel hatte uns doch erst vor kurzem eine Falle gestellt! Doch die Wölfin war so schwach und ausgehungert. Sie hätte diesen Weg nicht ohne Grund auf sich genommen. Oder ist das auch eine Falle, soll ich mich irren? Haben sie absichtlich eine Schwache Wölfin geschickt um uns auszutricksen. Abrupt blieb er stehen. Die Wölfin zögerte, dann schaute sie ihn an. In ihren Augen konnte Huskytatze keinen Hass, keine Wut erkennen, aber dafür viel Leid, Trauer und Angst. Huskytatze entschied sich dafür weiterzugehen. Er war nicht wie Nadelkrieger oder Kratzstille, er konnte keinen Wolf sterben lassen, wenn er was dagegen unternehmen konnte. Auf dem Weg zur Grenze zum Funkenrudel lief Huskytatze ein Kaninchen förmlich vor die Füße. Mit einem Bissen war es erledigt. Plötzlich zuckte Magerblüte zusammen und sah mit vor Angst geweiteten Augen hinter Huskytatze. Nichts ahnend drehte dieser sich um und bekam fast einen Herzessschreck. Dort stand Graupelz! Sein Maul klappte sich von selbst auf und das Kaninchen plumste auf den Boden. „I-i-ich kann das erklären!“, stotterte Huskytatze vor sich hin. „Brauchst du nicht“, antwortete Graupelz mit einer milden Stimme. „Du hast einfach nur ein gutes Herz.“, fügte er hinzu. Huskytatze schaute Graupelz nur mit großen Augen an. Er war ihm so dankbar dafür. Nichts brachte er aus seinem Mund heraus. Auch Magerblüte schien erstaunt. „Geh nur, ich decke dich im Lager“ „D-danke Graupelz“, Huskytatze fühlte sich so Freudig, Graupelz verstand ihn, forderte keine Erklärungen und ließ ihn einfach machen. Er nickte ihnen zu und ließ das Kaninchen vor den Pfoten des Schülers liegen. „Hier für dich“, er reichte es Magerblüte. Sein eigener Magen grummelte, er hatte heute noch nichts gegessen. Doch Magerblüte brauchte die Mahlzeit dringender. „Nein, gib es nachher Gluttatze.“, verzichtete diese. Vor dem Überqueren der Grenze musste Huskytatze einmal ordentlich schlucken. Er war noch nie außerhalb des Territoriums und nun auch noch zusammen mit einer fremden Wölfin. Die beiden eilten weiter auf der gefrorenen Erde, inzwischen war der Mond längst untergegangen. Rechts von sich sah er einen kleinen Wald, auf der anderen Seite einige Gräser, hier wäre eine super Trainingsstelle für Kampftechniken und ähnliches. Ein leiser Knall und der Schüler drehte sich um, auf dem Boden lag Magerblüte. Ihr Körper zitterte heftig. Huskytatze war zwar kein Heiler, aber er konnte erkennen, dass es der Wölfin sehr schlecht ging. Er biss das Kaninchen in zwei Hälften und legte eine vor ihre Vorderpfoten. „Du muss was essen“, riet er. „Die andere Hälfte werde ich deinem Sohn geben.“, versprach er. Gierig biss sie in das Kaninchen und verputzte es ganz. Das reichte zwar nicht um einen Magen zu füllen. Aber sie konnte wieder weitergehen. Trotz des einladenden Duftes traute sich Huskytatze nicht in das Kaninchen zu beißen, nicht mal einen Blutstropfen auf zu lecken.

Kapitel 4Bearbeiten

Nach einem längeren Marsch erreichten die beiden das Lager das Funkenrudels. Der Geruch von Angst und Krankheiten stieg ihnen direkt in den Magen. Die meisten schienen zu schwach um auch nur zu fragen was Huskytatze hier wollte.

Es war beeindruckend, dass Magerblüte den langen Marsch schaffte. Sie steuerte geradewegs auf den Heilerbau zu. „Gluttatze“, zischte Huskytatze, als er seinen leblosen Körper auf dem Boden liegen sah. Fragend blickte er dem ungepflegten Wolf daneben in seine grünen Augen. „Er ist noch am leben“, versicherte ihm dieser. Gluttatze bewegte sich im Sekundentakt, seine Augen blieben geschlossen, aber er atmete. Huskytatze legte seine Frischbeute vor ihn hin. „Hier für dich“, flüsterte er. An Gluttatzes Flanke pochte eine längere Wunde. Sie sah rot und angeschwollen aus. Es war Huskytatze selbst, welcher ihm diese Narbe zugefügt hatte. Magerblüte konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie brach neben ihm zusammen und weinte vor sich hin. Er flehte: „Bitte werde wieder gesund. Ich werde alles tun um dir zu helfen.“ Neben dem Schüler lag noch ein größerer weißer Körper. Dieser war noch dünner als der Heiler selbst. „Wie geht es Spitzkriegerin und Raufton?“, unterbrach Huskytatze die Stille. „Raufton ist tot, Spitzkriegerin ist draußen irgendwo und versucht Nahrung aufzutreiben.“ „T-tot“, Huskytatze konnte es nicht fassen. Die Kriegerin war noch jung. Sie hätte noch ein langes Leben vor sich gehabt. „Und wer ist das?“, fragte er und deutete mit dem Schwanz auf den anderen Körper. „Sturstille, unsere Friedensanführerin.“ „Was verlangt ihr nun von mir? Was soll ich für euch tun?“, sagte der gesunde Schüler verlegen. „Das wissen wir auch nicht, aber bitte, du musst uns helfen.“, bettelte Magerblüte mit bebender Stimme.

„Kannst du mir vielleicht noch ein mal alle Probleme erzählen, und wieso kamt ihr auf die Idee, wir würden euch Beute stehlen?“, wollte Huskytatze wissen. „Das werde ich tun, alles fing vor etwa 2 Monden an. Zuerst waren es nur ein klein weniger Beute, daraus machten wir uns nichts, es war ja nicht weiter schlimm, wir hatten genug. Eines nachts hörte Pumastein seltsame Geräusche an der Grenze zu eurem Territorium. Er schaute nach. Dort waren wirklich auch Tiere. Sie ähnelten uns Wölfe, ich selbst glaube es waren Halbblute. Weißt du was das ist?“ Huskytatze neinte mit dem Kopf. „Das sind Tiere, bei denen zum Beispiel die Mutter eine Hündin, und der Vater ein Wolf ist, wenn du verstehst was ich meine. Bei einigen Halbbluten fällt das nicht stark auf. Und so konnte Pumastein nicht ganz feststellen ob es denn nun solche waren. Ich will jetzt nicht schlechtes über unsere Anführerin sagen, sie ist eine prima starke Anführerin, aber sie sieht vielleicht immer etwas zu stark das Böse in einem Charakter. Sie konnte sich nicht davon überzeugen lassen, dass es keine aus eure Rudel waren. Dem Rudel erzählte sie dann auch die Lüge, ihr würdet uns Beute stehlen. Erst später erfuhr ich die Wahrheit. Wir stellten Wachen an der Grenze auf. Doch die Streuner ließen sich nicht wieder blicken. Alle die Nachts wachten schliefen tagsüber. Und so hatten wir noch weniger Beute. Die Felder, die zu unserem Territorium gehören blühen nur zur Herbstzeit, in dieser Zeit lässt sich dort rar Beute blicken. Die Platttreter saßen auf komischen Geschöpfen und fuhren durch die Felder. Das hatten sie all die Monde davor nie gemacht. Sonst zogen immer Ochsen stahlene Zacken hinter sich. Diese Kreaturen machen fürchterlichen Lärm und vertreiben alle Beute in der Gegend, manchmal hört man sie morgens bis hierhin. Dann starb unserer erster Ältester. Gluttatze war sehr berührt davon. Der erste Wolf, welcher gestorben ist, an den er sich erinnern kann. Er war sehr beliebt ihm Rudel gewesen und viele trauerten um ihn. Die Beute schwand, die Halbblute ließen sich nicht wieder blicken, für kurze Zeit ging es wieder besser mit dem Beutefang. Aber unsere Krieger waren bereits geschwächt. Bis eines späten Abends Schwartztatze, der Bruder von Gluttatze starb. Er war in einen Kampf mit einem Halbblut verwickelt gewesen, es war meine Schuld, ich hätte ihn nie alleine gehen lassen dürfen, aber er wollte doch bloß helfen.“ Nun bekam Magerblüte einen richtigen Heulkrampf, auch Schwartztatze war ihr Sohn gewesen. Nach einer Pause beendete er seine Geschichte: „Auch hier gab Spitzkriegerin euch wieder die Schuld. In dieser Zeit hatte Magerblüte noch vier weitere Jungen bekommen. Dies waren Gluttatzes Halbbrüder. Eine seiner Halbschwestern, Sicherjunges war bereits seit der Geburt unterernährt und starb an einer Krankheit, ihr Körper war nicht stark genug um sie zu verteidigen. Auch dies war ein harter Schlag für den jungen Schüler. Dann kam noch ein trauriges Ereignis dazu: Gülletatze starb ebenfalls in einem Kampf mit einem Halbblut,er war Magerblütes Schüler und auch Gluttatzes Halbbruder. Spitzkriegerin entschloss euch eure gar nicht stattgefundenen Taten zurückzuzahlen und plante einen Angriff. Dabei starb einen Tag darauf Raufton, Gluttatzes Mentorin. Er hat sehr viel durch gemacht für sein Alter. Er fühlte größeren Schmerz in seinem Herzen als in seiner Flanke und kam sehr spät damit zu mir. Vielleicht zu spät.“ „Sag so was nicht!“, fauchte Magerblüte. „Verstehst du? Er ist so Unterernährt, sein Körper kann sich nicht wehren.“ „Ich muss kurz raus, nachdenken“, entschuldigte sich Huskytatze und ging davon.

Kapitel 5Bearbeiten

Da saß Huskytatze nun, alleine auf einer Lichtung. Wieso ich, hätten sie nicht einfach Muskeltatze fragen könne? Der hätte jetzt bestimmt gewusst was zu tun wäre? !!! Ein Geistes Blitz durchfuhr Huskytatze, der Lemming, ob er wohl noch an der gleichen stelle lag? Er sprintete los. Auf dem Weg wurde ihm aber wieder mulmig im Bauch, würden die Wölfe des Funkenrudels jetzt denken, er hätte sie im Stich gelassen? Huskytatze hatte die Wahl, er könnte nach Hause in sein Lager zurückkehren, niemand hätte sein Verschwinden gemerkt. Er könnte sich in seinem Dornenbusch neben seinen Geschwistern zusammenrollen und alle seine Sorgen vergessen. Vielleicht könnte er wieder mit Tatzenmond reden, oder mit Bissmund. Die andere Möglichkeit war: In ein Lager der Trauer zurückkehren, wo Krankheit und Hunger herrscht und nicht ein schlauer Anführer. Die erste Möglichkeit klang verlockend. Aber Huskytatze konnte es einfach nicht.

Angelangt an der Tanne bekam er einen Riesen Schreck! Nun kapierte er einiges, den Lemming den er ausgelegt hatte, könnte als Köder für die Halbblute wirken, eventuell könnte in diesem Moment ein blutrünstiger Halbblut hinter ihm stehen. Er sprang nach hinten. Puh, niemand da. Soll ich jetzt den Lemming nehmen, oder führe ich damit die Halbblute zum Lager? Aber Gluttatze braucht die Nahrung. Warum musst ich diese Entscheidung treffen? Soll ich vielleicht zum Lager zurückkehren und den Heiler fragen. Nein, wenn Gluttatze es nicht so lange durchhält wäre das meine Schuld! Er nahm den Lemming und verschwand.

Rechtzeitig erschien er im Lager, Gluttatze war gerade wach und verschlang das Kaninchen mit schwachen Bissen. „Hallo mein Freund“, flüsterte Huskytatze behutsam. Hatte er gerade “mein Freund“ gesagt? Durften Wölfe aus verschiedenen Rudeln befreundet sein. „Ich wusste du würdest kommen“, keuchte “sein Freund“. Er schenkte ihm den Lemming. Was soll ich den nun sagen? „Wachwolf? Ruf alle Wölfe zu einer Versammlung auf! Sofort, vor dem Bau“, keuchte die Wölfin neben Gluttatze. „Ja, sofort Sturstille.“ Nicht lange dauerte es, da begann Sturstille zu reden: „Ach, mein geliebtes Rudel, ich fühle mich so, als würde ich bald sterben.“, ein erschreckte und verzweifeltes Grunzen ging unter den Versammelten auf. Immer wieder musste Sturstille Atempausen einlegen: „Ich habe noch keine Nachkommen, falls ich von euch gehen muss, ist es an Spitzkriegerin den neuen Friedensanführer oder Anführerin zu wählen.“ „Entschuldigung, aber ich muss mich unbedingt einmischen.“, schwaches Bellen war zu hören, einige Wölfe schienen erst jetzt zu merken, dass Huskytatze anwesend war. Er begann mit seiner Rede: „Mein Name ist Huskytatze, ich bin vom Mondrudel. Ich hätte eine Idee, wie wir euer Rudel retten können. Sie ist riskant, ein Risiko besteht, aber es ist ja nur ein Vorschlag. Ich hoffe, ihr wisst mittlerweile alle die Wahrheit: Es waren nicht wir, die eure Beute gestohlen haben, sondern einige Halbblute. Wir könnten die Halbblute doch mit Beute aus dem Territorium des Mondrudels auf eine geeignete Stelle locken. Ich kenne den einen oder anderen Krieger, der sich uns anschließen könnte. Wir könnten an der niedrigen Stelle im Fluss hin durchdringen und zu Bergrudel gehen. Wir könnten dem Bergrudel erzählen, dass die Halbblute am Durchdringen sind, und das Bergrudel sicherlich auch bald besuchen würden. Zusammen, als Krieger der drei Rudel könnten wir eine Schlacht gegen die Halbblute gewinnen. Dann wären die Halbblute verschwunden und würden keine Beute mehr stehlen. Vielleicht hat das Problem mit den Maschinen in den Federn etwas mit den Halbbluten zu tun und diese verschwinden dann auch. Zack!, ist das Problem gelöst.“, beendete Huskytatze. Einige Wölfe schienen erstaunt, wie gut er doch überlegen könnte. Andere sahen eher misstrauisch aus. Unter den misstrauischen auch Spitzkriegerin. „Perfekt, das Funkenrudel fühlte sich geehrt, wenn du diese Mission anführen würdest.“ Huskytatze hatte keine Scheu, er Willigte sofort ein. Er wählte rasch einen schwarzen Krieger und seine Schülerin aus, um sich eine gute Stelle für einen Kampf zeigen zu lassen. Sogar Spitzkriegerin gehorchte Huskytatze, als sie und ihr hellbrauner Schüler ausgewählt wurden um zum Bergrudel zu gehen. Huskytatze hoffte, dass sein Plan aufgehen würde, die Last von einem ganzen Rudel stapelte sich auf seinen Schultern.

Kapitel 6Bearbeiten

Die Beiden brachten Huskytatze ziemlich weit weg vom Lager, auf eine Ebene, die vom oberen Rand aussah wie ein Tal, das Tal war etwa doppelt so groß wie das Lager des Mondrudels und gut geeignet für einen Überraschungsangriff der Rudel. Die Schülerin hatte die ganze Zeit geschwiegen und ihren Schwanz über den Boden gleiten gelassen. Sie sah sehr traurig aus. Von den Gesichtszügen her, ähnelte sie Gluttatze, dann mussten die beiden jungen Wölfe, welche gestorben waren ihr Bruder und ihr Halbbruder gewesen dein und die junge Wölfin ihre Schwester. Plötzlich unterbrach sie ihr schweigen: „Ich hab eine Idee!“, freute sie sich. „Spuck's raus Glatttatze“, befahl ihr Mentor. „Du weißt doch, Whiskey und Suffix, sie leben doch beide nahe bei den Feldern, sie haben bestimmt dort auch wenig Beute und werden uns helfen.“, überlegte Glatttatze laut. „Super Idee, komm wir gehen sofort dahin“, fragend schaute er Huskytatze an. Er war dagegen und sagte: „Nein, ich muss doch noch Beute sammeln zum anlocken und mein Rudel überzeugen gehen. Wir treffen uns später im Lager. Hoffentlich auch mit ein paar Bergrudelwölfen.“ Da trennten sich ihre Wege.

„Und nun bin ich hier um dich zu bitten bei der Schlacht zu helfen“, beendete Huskytatze seine Erklärung vor seinem Anführer. Er sah nachdenklich aus: „Wieso sollte wir ihnen helfen? Sie haben uns immerhin ausgetrickst und angegriffen?“ „Wenn wir nicht handeln, werden die Halbblute sicherlich bald auch in unser Territorium eindringen.“ Nadelkrieger willigte ein und erzählte draußen dem ganzen Rudel von dem Bevorstehenden Kampf. Nicht alle waren zufrieden, aber niemand traute sich einem Befehl von ober zu widersetzen. So gingen Graupelz, Nadelkrieger und die Schüler los um Beute zu sammeln, während Schneefell, die beiden Heilerinnen und Trockenzunge schon mal vorgingen zu den anderen Kämpfern. Die Jagd war erfolgreich und so verteilten sie die einzelne Beute auf dem Weg zum Tal. Zurück im Lager des Funkenrudels sah Huskytatze ein weißer Wolf und eine schwarz-braune Wölfin neben Glatttatze und ihrem Mentor sitzen. Er vermutete, dass das Whiskey und Suffix waren: Auch sie sahen unterernährt und kraftlos aus, aber in ihren Augen schimmerte Mut. Es waren ebenfalls schon Wölfe aus dem Bergrudel eingetreten. Er zählte 5 Krieger des Bergrudels. Huskytatze stand vor dem Heilerbau zusammen mit zwei Schüler des Funkenrudels und Eistatze und lauschte den erwachsenen nach. Doch seine Gedanken waren wo anders. Gluttatze schleppte sich hinaus aus dem Bau, doch der Heiler zog ihn zurück. „Ich werde mitkämpfen, und wenn es das letzte ist was ich tue!“, protestierte der Schüler. „Nein, du bist doch noch gar nicht gesund! Tu Mama nicht noch mehr Schmerz an!“, grummelte eine anderer Schüler. Gluttatze schien ihn gut zu kennen, er schaute ihm tief in seine hellbraunen Augen und kehrte wieder um. „Sind nun alle Kriger versammelt?“, jaulte Spitzkriegerin durch die Menge. „Ich möchte euch danken, dass ihr alle hier seit um zu helfen. Nun müssen wir los ziehen. Das Ewigejagdrudel sei mit uns.“ Sie führte nun an der Spitze in Richtung Tal.

Bereits von weitem hörte Huskytatze bellen. Sie waren doch nicht etwa schon zu spät? Waren die Halbblute schon da? Er schaute über die Kante, oh ja, sie waren allerdings schon da. Einige kleinere Schwache Kreaturen. Andere mit großem Gebiss und klaffenden Mäulern. Der größte und furchteinflößendste von allen bemerkte sie zuerst. Er lief schnurstraks mit wütendem Bellen auf Schneefell zu. Die anderen Wölfe und Halbblute trafen sich in der Mitte und die Schlacht begann. Nadelkrieger warf sich mit gefletschten Zähnen auf das wilde Tier und bohrte seine Zähne tief in seinen Bauchspeck, Schneefell wich aus und wurde verwickelt in einen Kampf mit einem kleineren Halbblut. Nun standen da Nadelkrieger, Muskeltatze, ein Bergrudelkrieger und Huskytatze gegen den riesigen Halbblutanführer. Sie waren in der Überzahl, aber er war wesentlich stärker. Mit einer Pfote schlug er auf Muskeltatze ein, welcher sich zur Seite warf und die anderen drei warfen sich zusammen auf den Halbblut und bearbeiteten ihn mit Krallen und Zähnen. Er warf sich zu Seit und zerquetschte beinahe Nadelkrieger. Wild tobend und gereizt schlug er um sich und erwischte mit einer seiner Pfoten Muskeltatze welcher am Rand der Kuhle liegen blieb. Dieses Vieh hatte eine solche Kraft, sie brauchten Verstärkung. Plötzlich ertönte ein schrilles Knurren, es kam von Gluttatzes Halbschwester, sie flog hoch empor durch sie Luft und für einen Atemzug schauten alle auf den kleinen Körper. Huskytatze nutzte diesen Moment um sich auf die böse Kreatur zu stürzen und zwang ihn in die Knie, Nadelkrieger schien beeindruckt. Nun waren sie in der Lage ihn schwer zu verletzen. Zusammen schlugen sie ohne Rücksicht auf ihn ein. Huskytatze hörte bereits einige Halbblute flüchten. Dann sah er wie ein relativ großer Halbblut sich dem verwundetetn Muskeltatze näherte. Doch Tatzenmond stellte sich Lebensrettend vor ihn, auch wenn sie nicht wirklich kämpfen konnte. Zum Glück trat Graupelz an ihre Seite. Die beiden würden ein gutes Paar abgeben! Aber nun war nicht der richtige Moment um über lieben zu denken. Dann kam Whiskey ihnen auch noch zur Hilfe. Die Schlacht war fast gewonnen. Ein paar Augenblicke später floh auch der Anführer in kindischem Heulen. „Und komm nie mehr wieder!!!“, brüllte ihm Spitzkriegerin hinterher. Er sah sich um, es lagen zwei tote Halbblute da, alle anderen waren geflüchtet. Am stärksten verletzt oder gar tot, waren definitiv Muskeltatze, Glatttatze und ein schildpattfarbener Bergrudelwolf. Er half den bewegungslosen Körper von Glatttatze zu tragen. Wenn er sich um sah, war Huskytatze doch gut davon gekommen, seine Schnauze blutete und ihm fehlten einige Fellteile. Aber sonst ging es ihm gut, besser als Muskeltatze.

Kapitel 7Bearbeiten

„Hier ist der Moment zum Abschied“, sprach eine Wölfin vom Bergrudel und neigte den Kopf vor den anderen. „Sag mal, spinnt ihr?“, krachte es aus Eistatze heraus. Was denkt die sich den nur dabei? Das ist bestimmt eine Anführerin. Nadelkrieger war zu sehr in Sorge um Muskeltatze versunken, dass er Eistatze keine Beachtung schenkte. „Ihr habt einen schwer Verletzten Krieger und wollt den bis zu euch transportieren?“, sagte sie dieses Mal etwas höflicher. Die gegenüberstehende Wölfin wollte gerade etwas sagen, als der Heiler des Funkenrudels sich einmischte: „Sie hat recht, ihr könnt Tierspur gerne mit zu uns bringen, wir werden ihn verpflegen und unser Bestes geben.“ „Nein danke, wir können uns selbst um unser Rudel im Gegensatz zu euch kümmern.“, provozierte sie. Spitzkriegerin wendete sich rasch und hatte Alle Mühe ihre Wut zu kontrollieren. „Weißt du was du mir gerade damit antust? Wenn unser Bruder wegen deiner Eingebildeten Art stirbt, dann werde ich dafür sorgen, dass du seinem Weg folgst!“, brüllte ein anderer Bergrudelwolf. Das waren harte Worte. Hat er wirklich gedroht seine Anführerin umzubringen? „Halt dich da raus Langpelz!“, beherrschte sich die dunkelbraune Wölfin. „Na gut, aber nur diese Nacht“, gab sie schließlich nach. Und so gingen zwei Bergrudelmitglieder und Tierspur zusammen mit den anderen beiden Rudeln ins Lager des Funkenrudels. Was wird sie nun wohl mit Langpelz machen? Unser Bruder hatte er gesagt, also waren Langpelz und die Anführerin auch Geschwister. Oder etwa nicht? Würde eine Anführerin in ihrem Stolz ihren eigenen Bruder strafen? Würde Nadelkrieger so etwas zu Stande bringen? Nadelkriegers beide Schwestern sind schon lange tot, das weiß jeder. Wird Nadelkrieger Eistatze bestrafen? „Bist du verletzt?“, riss Tatzenmond ihn aus seinen Gedanken. Er neinte mit dem Kopf: „Nur ein paar Kratzer“, gab er zu. „Wird Muskeltatze es schaffen?“, er glaubte eine schlechte Antwort bereits herauszuhören. „Er hat wahrscheinlich nur einen so starken Kopfstoß erlitten, dass er bewusstlos ist.“ Ihr Blick sah dazu nicht wirklich überzeugend aus. Sein Herz krampfte sich zusammen. Er ist doch mein Bruder. Aber er erfasste neuen Mut, als er daran dachte, dass es Gluttatze wohl noch schwerer hatte. Ach ja, Gluttatze! Der hat doch nichts zu essen. Er musste ihm unbedingt was besorgen. Aber wie nur, so schlagartig warf noch keine Beute im Territorium des Funkenrudels. Was jetzt? Er eilte hinüber zu Graupelz und erzählte ihm davon, dass er vorhatte ins Mondrudelterritorium zum jagen zu gehen. „Ich komme mit“, versprach dieser.

Am nächsten Morgen kehrten sie zum Funkenrudel zurück. Dort erhielten sie eine Predigt von Nadelkrieger, da sie sich nicht abgemeldet hatten. Doch Huskytatze war viel zu schwach um ihm zuzuhören, er hatte über einen Tag lang weder gegessen, noch geschlafen. Graupelz nickte ihm zu und zeigte auf ein geeignetes Schlafplätzchen. Sofort schlief Huskytatze ein.

Kapitel 8Bearbeiten

Am Mittag weckte ihn Graupelz aus seinen Träumen. „Hast du gut geschlafen?“, fragte er ganz unschuldig. „Ja schon, aber ich hätte gerne noch etwas länger geschlafen!“, grummelte er müde. „Tja, du bist halt kein Junges mehr!“, konterte er. „Nadelkrieger hat gesagt, dass wir beide zur Strafe einmal bis zum Lager rennen müssen, um zu schauen, dass sich dort keine Halbblute angesiedelt haben.“ Allein bei dem Gedanken erneut auf die Halbblute zu treffen stockte Huskytatze der Atem. Er hatte gesehen, was sie mit Muskeltatze angestellt hatten. Gerade als sie gehen wollte, reifen die Anführer eine Versammlung ein. Die beiden gesellten sich zu ihrem Rudel. „Ich muss euch leider Mitteilen, dass Tierspur heute Morgen trotz aller Anstrengungen gestorben ist.“, verkündete ein Heiler. Huskytatze war geschockt, er hat doch Tierspur gesagte, nicht Muskeltatze? Tierspurs Schwester schien nicht wirklich verletzt von dieser Nachricht, aber sie freute sich auch nicht gerade darüber. „Wir werden nun heimkehren und Tierspurs Leichnam mitnehmen.“, offenbarte sie. „Nochmals vielen Dank, dass ihr uns geholfen habt, Tierspur wird immer als ehrenhafter Krieger in unserer Erinnerung bleiben“, versicherte ihr Laufstille, der es bereits besser ging. „Wir werden vorerst noch nicht abreisen. Zwei Wölfe haben wir bereits vorgeschickt um die Lage im Lager zu prüfen. Vielleicht sind die Halbblute ja in diese Richtung geflohen“, beteuerte Nadelkrieger. „Auch euch gilt unser Dank“, fügte Laufstille hinzu.

Sie kamen im Lager an, alles schien normal, man hörte die Ältesten und Mütter miteinander plaudern und der Beutegeruch konnte man riechen. Angst erkannte Huskytatze in Graupelzs Augen, Angst um Muskeltatze! „Hallo“, grüßten die beiden am Eingang. „Wie ist es gelaufen? Ey! Wir machen uns hier Sorgen!“, jaulte Blssmund. „Wir haben die Halbblute in die Flucht geschlagen, nur Muskeltatze ist schwer verletzt und ein Bergrudelkrieger ist tot.“ „Wer denn?“, erkundigte sich Rundherz, der dazu gekommen war. „Tierspur ist tot.“, wiederholte Graupelz. „Ich kannte ihn weiter nicht...“, bedauerte Rundherz. „Aber wir müssen wieder zurück“, drängelte Huskytatze. „Die Frischbeute ist alle, könnt ihr nicht noch was fangen?“, bat Bissmund. Bereits vor dem Lager erwischte Graupelz einen Hasen. Die Mägen der Wölfe knurrte, beide hatten schon länger nichts mehr gegessen. Huskytatze jetzt schon fast 2 Tage lang. „Geh und teile das mit ein paar Ältesten, ich fange mehr“, befahl Graupelz im Mitleid mit dem Schüler.

Mit vollem Magen kehrten sie am Abend zurück zu dem restlichen Rudel. „Ihr habt euch aber gut Zeit gelassen!“, sagte Nadelkrieger genervt. „Wir haben die Ältesten und Mütter noch versorgt.“ Erneut begann Nadelkrieger eine Versammlung, nachdem er erfahren hatte, dass im Lager alles in Ordnung sei. „Wir werden heute Nacht nach Hause ziehen“, begann er. „Auch Muskeltatze? Er ist noch nicht stark genug dafür.“, äußerte sich Tatzenmond. „Ja, dann wirst du halt mit ein paar weiteren hier im Lager bleiben und warten.“ Huskytatze meldete sich ganz schnell, er wollte bei seinem Bruder, aber auch bei Gluttatze bleiben. Nadelkrieger wählte ihn und Schneefell. So benimmt sich doch kein Vater! Lässt seinen Sohn in Qualen hier und geht einfach. Was wäre so schlimm daran hier zu bleiben? Muskeltatze gleicht seinem Vater eigentlich überhaupt nicht, außer vom Aussehen her. Oft konnte er Nadelkrieger einfach nicht verstehen.

Schneefell stupste ihn an, komm wir schauen mal nach ihm. Was findet Schneefell nur an diesem Ekel? Gluttatze schien es bereits besser zu gehen, aber sein seelischer Zustand war noch schlechter. Nun lag auch noch seine Halbschwester Glatttatze verletzt vor ihm. Muskeltatze daneben war wach, lag auf dem Bauch und schaute ihnen zu. Er schien sich inzwischen mit Gluttatze angefreundet zu haben, denn in seinen Augen schimmerte Mitleid. „Ich sehe, dir gehts besser“, versuchte Huskytatze die Stimmung auf zu lockern. Muskeltatze nickte nur. Schneefell strich mit der Zunge über sein Ohr. Muskeltatze hatte eigentlich nicht viele Sichtbare Verletzungen davongetragen. „Können wir noch hierbleiben?“, flüsterte er. „Ja, wir werden erst gehen, wenn es Glatttatze besser geht.“, hauchte sie. Gluttatze starrte noch immer seine Schwester an. Er war bestimmt so unendlich traurig. „Sollten wir vielleciht etwas jagen gehen“, schlug Huskytatze seiner Pflegemutter vor. „Ja, geh vor, ich komme gleich“, riet sie behutsam. Inzwischen war die Sonne untergegangen und der Mond strahlte. In einer Ecke saßen Magerblüte und ihr Sohn Rippentatze sich gegenseitig zu trösten. Den Kampf hatten sie zwar gewonnen, aber das Rudel hatte mehrere Wölfe verloren, das musste es erst einmal verarbeiten.

Kapitel 9Bearbeiten

Erst nach 3 Tagen verabschiedeten sich die Wölfe am Mittag von dem Funkenrudel und ganz besonders von Gluttatze und Glatttatze. Glatttatze hatte sich inzwischen erholte und Tatzenmond sagte, ihre Genesung würde gut voranschreiten und Galtttatze könnte bald wieder wie eine normale Schülerin handeln. Auf dem Weg war der Beutegeruch bereits stärker als vor dem Kampf. „Huskytatze, wir müssen noch reden. Ich weiß, du und Nadelkrieger ihr versteht euch ja nicht sonderlich gut. Nadelkrieger ist nun mal speziell und nicht jeder muss sich mit ihm anfreunden. Aber immerhin ist er dein Anführer. Es geht nicht, dass du wegläufst in ein fremdes Territorium und auch nicht wieder in unser Territorium zum jagen ohne Bescheid zu geben.“, redete Schneefell auf ihn ein. „Aber...“, wollte er entgegnen, doch ihm fiel nichts ein. Muskeltatze schwieg, er sah noch immer traurig aus, obwohl Glatttatze gesund war. „Ich weiß du wolltest nur helfen, und ich bin stolz auf euch beide, ihr habt gut gekämpft, dennoch war es eher die Aufgabe eines erfahrenen Kriegers dem Rudel zu helfen. Was wäre passiert wenn...“ „Ist gut, ich habs verstanden!“, grummelte Huskytatze. „Du gibst dir also nun Mühe?“ „...Ja...“, murmelte er unzufrieden. Am Lagereingang empfing sie als erstes Trockenzunge. Nadelkrieger kam mit ernstem Blick: „Ich muss euch dringend erzählen, was wir im Rudel besprochen haben.“, sagte er knapp. Kein schön dass ihr wieder da seit? Oder wenigstens Hallo? Er folgte Schneefell und Nadelkrieger zum Dornenbusch und hörte nur zu: „Es geht darum: Spitzkriegerin hat ja erzählt, dass Platttreter in den Feldern auf Maschinen herumjagen. Ich war nun jeden Morgen an der Grenze, habe aber nie etwas gehört, oder gesehen. So schlimm kann das aber nicht sein, wie sie sagen.“ „Und was ist wenn sie morgens länger schlafen und deshalb Abends kommen?“, provozierte Huskytatze, der den Rat seiner Mutter bereits vergessen hatte. Daraufhin erntete er blöde Blicke von ihr. „Ich war ja noch nicht fertig! Ich wollte fortfahren, dass Trockenzunge an den Abenden ebenfalls nichts hörte und sah, und genau so wenig Graupelz jeden Mittag.“ Huskytatze war skeptisch. In diesem Moment kam Graupelz herein: „Ich glaube, da gibt es was, was du dir ansehen solltest Nadelkrieger“, zögerte Graupelz und grüßte die anderen mit einem Nicken. „Ich komme.“, antwortete er. „Darf ich mitkommen?“, bettelte Huskytatze. „Nein, wieso solltest du?“, erwiderte sein Mentor fies. „Er ist doch dein Schüler und soll etwas lernen! Lass ihn doch mitkommen!“, forderte Schneefell. „Na gut“, schnaufte Nadelkrieger. Wer konnte schon so einer schönen Wölfin widersprechen?

Graupelz rannte an einen bestimmten Ort und Nadelkrieger folgte ihm. Huskytatze hatte wirklich Schwierigkeiten ihnen zu folgen. Aber hier hatte er eine Chance sein Können und seine Schnelligkeit vor zwei Kriegern zu beweisen. Er schöpfte neue Kraft und legte einen Wahnsinns Sprint ein. Sie liefen in Richtung Lemmingfangplatz. Bereits aus weiterer Entfernung hörte Huskytatze ein eigenartiges Geräusch. Je näher sie an die Funkenrudel Grenze kamen, desto Lauter wurde der Krach. Da angekommen dröhnte es so stark in seinen Ohren, dass die Wölfe sich gegenseitig anschrien. Auf den Feldern waren riesige verdreckte Dinger dabei die Erde aufzuwühlen. Aus ihrer langen Schnauze kam schwarzer stickiger Rauch. Nun verstand der Schüler die Probleme des Funkenrudels, hier wollte kein einziges Beute Tier leben. Er schaute hinüber zum Lemmingfangplatz, leer war dieser. Der Krach weckte und verscheuchte die Lemminge. Die Krieger eilten zum Lager zurück um über alles zu reden.

Kapitel 10Bearbeiten

„Schwarzer Rauch stieg aus den Schnauzen der Dinger. Die Lemminge wurden verscheucht. Und dann sind wir zurückgekehrt.“, beendete Nadelkrieger seine Schilderung vor dem gesamten Rudel. „Und was werden wir dagegen unternehmen. Diese Viecher vertreiben doch unsere Beute.“, grunzte Freistreif. „Die Felder, auf denen sich die Dinger bewegen liegen im Territorium des Funkenrudels, sie sollen sich darum kümmern, dann müssen wir eben andere Beute fangen. Trotzdem werden wir regelmäßig Patrouillen vorbei schicken, um die Lage zu beobachten.“ Die Wölfe nickten zustimmend. Ehrlich gesagt wollte Huskytatze nicht wirklich nochmal zu diesen Monstern zurückkehren. „Ich werde noch schnell die Arbeiten für Morgen aufteilen. Also wir bräuchten eine Grenzpatrouille, die auch bei den Viechern auf den Feldern vorbeischaut.“, sprach Nadelkrieger. „Bitte, nimm mich. Bitte ich will die Dinger sehn!“, platzte Eistatze aus sich heraus. „Na gut, du wirst also mit Trockenzunge die Patrouille übernehmen. Dann werden Schneefell und Knotentatze jagen und trainieren. Und das selbe machen auch Graupelz und Muskeltatze, sowie Ich mit meinem Schüler. Gute Nacht!“, verabschiedete sich Nadelkrieger.

Eigentlich war es noch gar nicht so spät, die Sonne ging gerade erst unter. Wahrscheinlich war Nadelkrieger einfach nur müde. Huskytatze nahm sich einen Hasen vom Beutebusch und setzte sich auf die Lichtung. Den hatte er sich aber verdient, nach dem langen Marsch und dann wieder den Weg zur Grenze und zurück. Muskeltatze und seine beiden Schwestern taten das Gleiche und setzten sich zu Huskytatze. Zuerst schlürfte jeder etwas Blut aus seiner Nahrung, leckte dann den anderen einmal über den Kopf, wie es das Ritual vorschrieb. Sie konnten sich zu Viert den Sonnenuntergang anschauen und einfach Mal entspannen. Dann gingen sie zusammen schlafen.

Kapitel 11Bearbeiten

Die nächsten 10 Tage lief alles perfekt. Huskytatze trainierte eifrig mit seinem Mentor und die Dinger ließen sich nicht mehr auf den Feldern blicken. Am nächsten Morgen wurde Huskytatze allerdings früh von einem Geräusch geweckt. Er trat aus seinem Dornenbusch heraus und streckte sich im fahlen Morgenlicht. Dann sah er etwas ekliges: Bei einem Schilfstrauch stand Nadelkrieger, der sich gerade übergab. Er eilte zur Heilerin Silberschweif und machte sie darauf aufmerksam. In dem Zustand konnte Nadelkrieger wohl kaum mit ihm trainieren. Später teilte Tatzenmond ihm mit, dass Nadelkrieger sich ausruhen müsste. Daraufhin entschloss Huskytatze sich Schneefell und Knotentatze anzuschließen, welche sich gerade zur Morgenpatrouille bereit machten. Zusammen gingen sie die Grenze zum Funkenrudel entlang, bis zu Fluss, der ihr Territorium von dem des Schattenrudels trennte. „Schau mal da!“, rief Eistatze aus und zeigt in Richtung Schattenrudel. Im ersten Moment erschreckte Huskytatze. Da lag ein toter Wolf! Huskytatze starrte den bewegungslosen blutüberströmten Körper an. Der Wind drehte sich und nun konnte er den Gestank von Verwesung riechen. Es sah ganz danach aus, als wäre dieser Wolf in einen Kampf verwickelt gewesen. Es war so viel Blut über den Körper verteilt, dass Huskytatze die Fellfarbe nicht erkennen konnte. „I-i-ist das ein Wolf aus dem Sch-schattenrudel“, stotterte er. „Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, das ist Rutschfuß, ein sehr junger Krieger aus dem Schattenrudel. Er wurde erst vor kurzem zum Krieger ernannt.“, sagte sie geschockt. „so wie der stinkt, muss er schon länger da liegen. Wieso hat den noch niemand ihn entdeckt?“, grübelte Knotentatze laut. In diesem Moment kamen weitere Schattenrudelwölfe angerannt. „Da haben wir ihn gefunden“, jaulte eine kleine hellbraun- und schwarzfarbene Wölfin mit Tränen in den Augen. Ihr folgten ein hellbrauner Wolf und eine weiße Wölfin, die Schneefell glich. „Nein! Mein Sohn!“, heulte diese. „Ja, es ist Rutschfuß und das ist seine Mutter Weißmaus.“, bestätigte Schneefell leise. Aus Respekt vor den trauernden Wölfen ging die Patrouille weiter entlang des Flusses. Doch die grausamen Bilder vom einem blutüberströmten Wolf würde Huskytatze nie vergessen. Als sie Zuhause ankamen berichteten sie Kratzstille das Ganze, den Nadelkrieger schlief im Bau der Heilerinnen. „Er wird sich erholen! Er hat nur etwas falsches Gegessen.“, versicherte Tatzenmond. „Morgen wird er wieder fit sein“, fügte Silberschweif hinzu. Den ganzen Abend lang beschäftigte sich Huskytatze noch mit dem Fall von Rutschfuß. Hat die Grenzpatrouille von Gestern ihn den nicht entdeckt? Ach nein, gestern hatten ja wieder je 2 Schüler zusammen trainiert und die anderen hatten eine große Jagd gemacht. Da war niemand auf Patrouille. Hat Nadelkrieger absichtlich niemanden auf Patrouille geschickt. Nadelkrieger ist doch hoffentlich nicht in die Sache verwickelt. Diesen Gedanken schon Huskytatze bei Seite. Nadelkrieger konnte manchmal stur, dumm und ungerecht sein. Aber er würde doch niemanden umbringen. Oder doch? Schließlich hatte das Schattenrudel keinen Konflikt mit dem Mondrudel gehabt. Oder doch? Dann schlummerte Huskytatze ein.

Kapitel 12Bearbeiten

Ein paar Tage später war Huskytatze bei einem Nachttraining mit Nadelkrieger. Er bemerkte, dass es bereits weit nach Halbmond war, es würde also nicht mehr lange dauern, bis die nächste große Versammlung ist. „Huskytatze, weißt du eigentlich was passieren würde, wenn ich nun sterben würde.“ „Man würde deinen Leichnam in den Fluss werfen.“ „Ja, das ist richtig. Und wie du weißt bin ich Anführer, wer würde dann neuer Anführer werden?“, testete Nadelkrieger seinen Schüler. „Kratzstille wird jemanden wählen?“, zögerte Huskytatze. „Aber nein, wer hat dir denn den Quatsch erzählt? Das älteste Nachkomme des Anführers würde seine Stelle einnehmen.“, belehrte ihn Nadelkrieger. „Aber was würde den passieren wenn Kratzstille stirbt, sie hat ihr Jungen ja noch nicht!“, fragte Huskytatze neugierig. „Dann würde der zweitälteste Nachkomme drankommen. Da Kratzstilles beide Schwestern aber schon lange tot sind, darf ich einen Friedensanführer wählen.“ „Wer ist den nun dein ältester Nachkomme?“, erkundigte er sich. „Das ist Eistatze“, antwortete Nadelkrieger stolz. „Wenn Kratzstille sterben würde, und du Eistatze ernennen würdest, was passiert dann, wenn du mal stirbst?“, wollte der Schüler wissen. „Das wird jetzt kompliziert...“, er überlegte und fuhr fort: „Das wäre dann meine zweitälteste: Knotentatze.“

„Wer waren denn Kratzstilles Geschwister, und wieso sind sie gestorben?“, hakte Huskytatze nach einigen Augenblicken nach. „Also, ihre Ältere Schwester Amphibientatze starb noch als Schülerin bei einem Angriff von Bären auf unser Lager. Sie hat sehr stark gekämpft, dabei Starb auch meine Mutter“, murmelte Nadelkrieger traurig. „Damals war ich erst seit ein paar Tagen Krieger. Ihre jüngere Schwester aus dem gleichen Wurf, Euterkralle starb bei einer Hungersnot, sie war noch sehr jung und ebenfalls gerade erst zur Kriegerin ernannt worden. Ach ja, und sie hatte noch eine kleine Schwester, aber diese starb kurz nach ihrer Geburt. Genug von dem Geschwafel. Lass und noch ein bisschen an deinen Kampftechniken feilen!“ Daraufhin sprang Nadekrieger ihn an und Huskytatze wurde zur Seite geschleudert. „Du musst jeden Moment auf einen Überraschungsangriff gewappnet sein.“, meckerte sein Mentor. Als Überraschung sprang Huskytatze ihn dann an. Doch er wich zur Seite und stellte Huskytatze ein Bein. Der Schüler fiel nicht darüber sondern sprang und sauste einmal um Nadelkrieger herum, wobei er mit eingezogenen Krallen seine Flanke kratze. Mit seiner Massigen Vorderpfote versetzte Nadelkrieger ihm einen Schlag auf den Kopf und lachte: „Du machst dich damit doch bloß müde!“ Huskytatze stand auf und schaute Nadelkrieger tief in die Augen, er wollte nicht aufgeben. Die beiden umkreisten sich und Huskytatze konnte den Atem von seinem Gegner spüren. Er sprang auf seinen Rücken und biss ihm sanft in die Kehle. Worauf Nadelkrieger versuchte ihn abzuschütteln. Das war nicht so einfach. Huskytatze war klein und geschmeidig und passte sich an seine Form an. Schließlich warf Nadelkrieger sich sanft gegen eine Tanne und erklärte: „Du hast dich gut geschlagen. Aber wenn ich dich fester gegen den Baum gedrückt hätte, wäre das nicht so gut für dich gewesen.“ Huskytatze erwiderte: „Im echten Kampf hätte ich auch fester in deine Kehle gebissen!“ Erschöpft gingen sie zurück ins Lager und legten sich schlafen.

Kapitel 13Bearbeiten

Am nächsten Mittag kitzelte die warmen Strahlen der angenehmen Sonne Huskytatze wach. Vor ihrem Bau pflegte Trockenzunge seine Gefährtin, ihr Bauch war kugelrund. Also würde es nicht mehr so lange dauern, bis es neuen Nachwuchs im Lager geben würde. Genau wusste Huskytatze das nicht, er war schließlich kein so begabter Heilerwolf, wie Tatzenmond. Graupelz schleppte gerade einige frische Lachse ins Lager. Und Huskytatze beschloss mit ihm eine kleine Mahlzeit zu essen. Als sie sich bequem an einer sonnigen Stelle niedergelassen hatten überraschte Graupelz den Schüler mit einer Frage: „Glaubst du Silberschweif würde zu mir passen?“ Huskytatze zögerte. Er wusste wie schrecklich Silberschweif sein konnte, trotz ihrer netten Ausstrahlung und ihrer Schönheit. Tatzenmond hatte ihm die Geschichte erzählt, wie zum Beispiel durch ihre Unachtsamkeit eine Wölfin starb. Nun wurde Graupelz bewusst, dass er seine Gedanken ausgesprochen hatte, es schien ihm peinlich zu sein. „Ach, nicht so wichtig!“, fügte er schnell hinzu. „Du magst sie also?“, spottete er. Upps, hab ich jetzt was falsches gesagt... Ältere Krieger soll man respektieren! „Ein bisschen schon“, erwiderte Graupelz und richtete seinen Blick auf den Boden. „Dann sprich sie einfach an!“, ermutigte Huskytatze. „Ich glaube, sie steht auf Nadelkrieger“, nun machte er einen verletzten und enttäuschten Eindruck. „Aber Nadelkrieger hat doch Schneefell.“, sagte Huskytatze mit einem Seitenblick auf seinen Mentor, der auf sie zu kam. „Hallo“, grüßte er. „Graupelz, kann ich dich mal kurz sprechen?“, deutete er. Graupelz ging mit ihm. Hat Nadelkrieger etwa unser Gespräch gehört? Das kann doch nicht sein! Oder doch? Sie diskutierten bei einem Brombeerstrauch und Huskytatze nutzte die Zeit um sich umzusehen. Hochsommer war im vollen Gange und die verschiedenen Tannen hatten Nadeln in kräftiger grüner Farbe. Blühzeit hielt ein Mittagsschläfchen zusammen mit ihrem Gefährten Kurzkralle. Muskeltatze tat es ihnen nach auf einer höheren Stelle. Silberschweif verließ gerade ihren Bau mit einem Bündel im Maul und steuerte auf Freistreif und Bissmund zu. An manchen Stellen lagen noch Wolfshaare verstreut, da die meisten ihre letzten Winterpelzhaare ablegten. Tatzenmond verließ das Lager, sie schien etwas zu suchen. Kratzstille blickte umher und Rundherz konnte er nicht entdecken. Sonst war niemand im Lager.

„Wir haben eine Aufgabe für euch!“, verkündete Nadelkrieger an Huskytatze und Muskeltatze. Heute werdet ihr beide alleine jagen gehen, wir beide werden euch dabei zuschauen und herausfinden woran wir noch üben müssen. Die Schüler nickten eifrig. „Können wir los?“ „Los geht’s!“, rief Graupelz in bester Stimmung. Sie rannten davon, nun hatten sie wieder eine Chance sich zu beweisen! „Wohin läufst du?“, fragte Huskytatze. „Ehm... Sollten wir zuerst zu Fluss?“, schlug sein Bruder vor. „Fantastisch, Lachs ist doch Blühzeits Lieblingsessen!“, jaulte Huskytatze. Dort angekommen legten sie sich ordentlich ins Zeug und fischten einen Fisch nach dem anderen. „Schau mal, du musst deine Pfote mehr biegen.“, verbesserte Muskeltatze seinen Komplizen und passte dabei selbst nicht auf. Platsch! Flog ihm ein Fisch gerade ins Gesicht. Huskytatze hätte sich auf den Rücken werfen können vor Lachen, als er Muskeltatzes verdutztes Gesicht sah. „Und so sollst du's nicht machen“, fügte er hinzu. Auf dem Heimweg versuchte Muskeltatze auch noch einen Hasen zu fangen, doch es misslang ihm. „Das hab ich noch nie gemacht“, bemerkte Huskytatze. „Kannst du mir's beibringen?“, bat er? „Was“, antwortete Muskeltatze kurz. „Na, wie man einen Hasen fängt!“, erwiderte Huskytatze mit Vorfreude. „Okay, aber zuerst werden wir das ins Lager bringen.“ Plötzlich hörte er etwas hinter sich rascheln. Es war Muskeltatzes Mentor: „Macht das morgen Jungs!“ Nach einer ordentlichen Mahlzeit gingen die beiden dann schlafen. Huskytatze war doch froh, so gute Freunde zu haben.

Kapitel 14Bearbeiten

Nach einigen Tagen beherrschte Huskytatze nun auch das Hasen fangen sehr gut. Er gab sich alle Mühe, die große Versammlung stand kurz bevor, er wollte unbedingt dabei sein. „Wo ist den die Versammlung?“, fragte er eines Morgens Nadelkrieger. So wollte er darauf hinweisen, dass er daran interessiert war. „Hier bei uns im Mondrudel“, erwiderte dieser. „Das wird noch viel Arbeit, das verantwortliche Rudel muss an dem Tag alle Wölfe mit Nahrung versorgen. Auch du musst dann viel jagen.“ „Das heißt also, jeder aus dem Mondrudel nimmt automatisch teil?“, erkundigte sich der Schüler. „Genau das heißt es.“, nickte Nadelkrieger.

Die nächsten beiden Tage verbrachten alle Wölfe im Mondrudel mit jagen. Immerhin war es viel Arbeit, ganze 5 Rudel mit Essen zu versorgen. Das bedeutet also, dass alle 5 Monde so ein Aufwand im Mondrudel gemacht wird. In der letzten Nacht davor, konnte Huskytatze schlecht schlafen. Zu sehr musste er an die folgende Nacht denken. Werden Gluttatze und Glatttatze da sein? Und Rippentatze? Und Laufstille und Spitzkriegerin? Hoffentlich auch Magerblüte!

Huskytatze saß aufgeregt auf einem Ast am Lagereingang und erwartete die Gäste. Auf der Lichtung saßen die meisten Wölfe ihr Fell sauber und gerade zu lecken. Nadelkrieger wechselte ein paar Worte mit Kratzstille und Knotentatze schien ebenfalls sehr gespannt. Einige Jäger brachten noch frische Beute ins Lager. Huskytatze staunte, er hatte noch nie einen so vollen Beutebusch gesehen, nicht mal in den besten Zeiten.

„Sie kommen!“, flüsterte Huskytatze seiner Schwester zu, die die Nachricht umgehend an Nadelkrieger weiter gab. Er fuhr sich noch ein letztes Mal mit der Zunge übers Fell, ging dann zum Eingang und grüßte jemanden: „Willkommen im Mondrudel Kraterstille, und willkommen ganzes Bergrudel. Ihr dürft euch am Beutehaufen bedienen.“ Unter den anwesenden waren mehrere ausgewachsene Wölfe erkennen und nur eine Schülerin. Er beschloss sich mit ihr zu unterhalten. „Hallo, mein Name ist Huskytatze, und wer bist du?“, er gab sich mühe freundlich zu wirken. „Ich bin Zeckentatze, und das hier ist mein Mentor Langpelz.“, grüßte sie zurück. „Also bist du Schülerin von einem Heiler!“, stellte er fest. Sie nickte.

Das nächste Rudel marschierte herein und wieder grüßte Nadelkrieger mit dem gleichen Spruch. Es war das Schneerudel. Unter ihnen erkannte Huskytatze den schwarz-weißen Wolf, den er einmal mit seiner Schülerin am Fluss gesehen hatte. Die Schülerin war ebenfalls dabei. Sie wirkte schüchtern, wahrscheinlich war sie auf ihrer ersten Versammlung. „Hallo ich bin Huskytatze, und wie ist den Name?“ „Kichertatze“, die kleine graue Wölfin lächelte ihn an. „Ich muss weiter“, zischte sie, als ihr Mentor nach ihr rief.

Kurz darauf kam auch das Funkenrudel einmarschiert. Unter ihnen erkannte er Rippentatze und Gluttatze, nur Glatttatze war nicht dabei. „Hallo, wie geht’s euch!“, Huskytatze freute sich seine Freunde zu sehen. „Bestens und dir?“, antworteten sie zusammen. „Super, und wo habt ihr Glatttatze vergessen?“ „Sie musste zuhause bleiben“ Leiser fügte Gluttatze hinzu: „Spitzkriegerin ist auch da geblieben, sie befürchtet einen Rachezug von eurer Seite, und tut einen auf krank“ „Einfach naiv!“, fügte sein Bruder hinzu. Muskeltatze trat zu ihnen: „Hallo, schön dass ihr gekommen seit.“ Rippentatze bemerkte: „Das Schattenrudel fehlt noch.“

In dem Moment kam auch das Schattenrudel hinzu. In der Zeit war der Mond schon aufgegangen. Doch er hatte seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Bald würde die Versammlung anfangen. Rasch nahm Huskytatze sich einen Lemming und platzierte sich zwischen Gluttatze und Muskeltatze. Zuerst begannen einige Wölfe den Mond an zu heulen, dann immer mehr und schließlich auch die drei Jungs. Obwohl es laut war, war es ein angenehmes Gefühl auf einer Lichtung voller Wölfe den Mond an zu heulen, es klang wie wunderschöner Gesang. Der Lärm verklang und Nadelkrieger begann die Versammlung: „Es ist schön, dass so viele Wölfe gekommen sind und wir heißen euch alle im Mondrudel willkommen. Lasst es euch schmecken. Zuerst sollten wir vielleicht allen von der Schlacht gegen die Halbblute erzählen, den das Schattenrudel und das Schneerudel waren nicht dabei.“ Nun folgte die ganze Geschichte, wie drei Rudel eine Herde Halbblute in die Flucht schlugen. Die anderen Rudel berichteten, dass alle sich gut erholt hätten und keiner danach an den Verletzungen gestorben war. „Ich bitte darum fortfahren zu dürfen!“, fing eine hellgraue Wölfin mit getüpfeltem Fell ein neues Thema an: „Bei uns gab es keinerlei Anzeichen von Halbbluten. Doch ich habe etwas wichtiges zu melden! Ein junger Krieger: Rutschfuß, wurde tot am Fluss aufgefunden. Anfangs war es uns ein Rätsel, wie so etwas geschehen konnte, doch wir haben Wachen an seinem Fundort aufgestellt, um alles aufzuklären. Es ist uns gelungen! Rutschfuß traf sich regelmäßig gegen den Willen des Ewigenjagdrudels mit einer Heilerin aus dem Mondrudel!“ „Tatzenmond!“, unterbrach Eistatze alle. „Nein, nicht Tatzenmond, sondern Silberschweif!“ Plötzlich herrschte unangenehme Stille, gerade wurde das Mondrudel in ihrem eigenen Lager blamiert! „Offenbar waren die beiden in einander Verliebt, doch das Mondrudel wird uns das büßen. Er wurde vergiftet! Von dieser Hexe! Danach wurde er noch von einem Bären zerfetzt! Alles, wegen Silberschweif!“ Alle schauten zu ihr hinüber, nur Huskytatze schaute zu Graupelz. Seine Augen waren starr auf die Anführerin gerichtet, als könnte er nicht glauben, was er da gerade gehört hatte! „S-si-silberschweif, bitte sag, das das nicht stimmt“, flehte Tatzenmond. „Doch es stimmt, aber er war selbst Schuld! Es war ganz allein sein Fehler!“ Nicht nur Graupelz war hilflos, auch Rutschfuß Mutter und Familie weinte. „Hast du sie eigentlich noch alle? Wir haben Zeugen, wie ihr euch getroffen habt. Er versuchte dir einzureden, dass das alles nichts wird, dass ihr euch trennen müsst, doch du drohtest ihm mit etwas noch ungeklärtes, das war also seine Schuld?!?“, brüllte die Anführerin außer sich. „Silberschweif, stimmt das, was Leopardenstille da erzählt.“ „Nur ein Teil davon!“, verteidigte sie sich selbst. „Leopardenstille, ich bitte um dein Verständnis, dass ich dies erst mal mit meinem Rudel klären muss. Wir könnten einen Treffpunkt ausmachen, an dem wir uns wiedersehen und dies zu Ende sprechen.“, schlug Nadelkrieger vor. Offenbar wollte er einen Konflikt um jeden Preis vermeiden. „Du warst schon immer ein Feigling Nadelkrieger! Ich muss dies erst mit meinem Rudel klären“, äffte sie ihn nach. Kurz darauf tuschelte sie etwas mit dem Kriegsanführer, des selben Rudels und sprach: „Nun, wir haben entschieden, dass wir uns in genau Tagen um Mitternacht an Rutschfuß Fundstelle treffen!“ Damit war die Versammlung beendet, denn die anderen Rudel trauten sich nicht mehr von neuen Kriegern und Schülern, so wie weiteren Erfolgen zu berichten, nach dieser schrecklich grausamen Geschichte.

Kapitel 15Bearbeiten

Huskytatze blieb noch geschockt sitzen, und sah zu, wie die anderen Rudel davonzogen. Alle anderen aus seinem Rudel taten das gleiche, nur Blühzeit hatte sich erschöpft schlafen gelegt. Als alle außer Hörweite verschwunden waren regte Nadelkrieger sich auf: „Sag mal, und wann hattest du geplant mir davon zu erzählen? Du hast damit unser ganzes Rudel blamiert! Schäm dich was!“ „Habt ihr mir etwa alle gar nicht zugehört? Ich war es nicht! Es war seine Schuld!“, bedauerte Silberschweif sich selbst. „Ja klar, es war nicht deine Schuld! Du hörst dich an wie ein Junges, nein noch kindischer sogar!“, schrie Nadelkrieger die Heilerin an. „Das kann doch nicht sein! Einfach so mit einem fremden Krieger getroffen! Ist ja nicht schlimm, du bist ja nur ne süße Heilerin und brauchst dich nicht um Gesetze zu sorgen! Stimmt's?“, brüllte Nadelkrieger. „Könnt ihr nicht mal den Mund halten, Blühzeit muss sich ausruhen!“, krächzte Kurzkralle. „Nun gibt es wichtigeres, als dass Blühzeit schläft!“, gaffte Nadelkrieger an. „Ach, was ist nur aus dem gutherzigen und rücksichtsvollen Nadelkralle geworden?“, schluchzte Kurzkralle enttäuscht und verzog sich. Auf der Lichtung unter dem Anführerbaum war es sehr unruhig, einige zappelten wild herum, nur Eistatze gähnte ausgiebig. Huskytatze war viel zu aufgeregt und neugierig, um jetzt schlafen zu können, er war nicht mal annähernd Müde. Unbedingt wollte er erfahren, wie Rutschfuß genau ums Leben gekommen war, und was Silberschweif damit zu tun hatte. Bestimmt war es Silberschweif, nun glaubt ihr doch bestimmt keiner mehr! Aber Leopardenstille hatte ihr vorgeworfen, Rutschfuß mit etwas gedroht zu haben. Aber womit kann sie denn gedroht haben? Hat sie das wirklich gemacht? Oder wollte Leopardenstille die ganze Geschichte nur etwas aufpeppen? „Alles wegen...“, fing Nadelkrieger ungeniert wieder an. Er wurde von einem lauten erschöpften Schrei unterbrochen, der von Silberschweif kam. Sie sprang auf und lief unter verheulten Augen davon. „Hat den niemand Mitgefühl?“, rief sie noch. Dann verschluckte sie die Finsternis der Nacht. Niemand rannte hinter ihr her, nicht einmal Tatzenmond, ihre eigene Schwester. Tatzenmond sagte nur noch: „Na bist du Stolz auf dich? Und wie werden wir das jetzt dem Schattenrudel erklären?“ Ohne auf eine Antwort zu warten zog sie sich in ihren Bau zurück. Huskytatze wollte gerade zu Graupelz um ihm ein paar aufmunternde Worte zu zusprechen, als er sah, dass bereits Trockenzunge bei ihm saß. Daraufhin ging er zu Bissmund, den er hatte keine Lust nun die Nacht bei dem gereizten Nadelkrieger zu verbringen. Doch ans Schlafen mochte er noch gar nicht denken. Nun würde er sich zuerst mal Zeit lassen, um die ganze Sache einmal zu überdenken. Er stellte sich vor, wie alle ihn bewunderten, weil er so schlau war und den Fall alleine gelöst hatte. Doch dieser Traum zerplatzte wie eine Seifenblase, als Nadelkrieger ihn für die Morgenpatrouille einteilte. Er hatte doch überhaupt keine Zeit um der Sache nachzugehen! Er seufzte, rollte sich neben Bissmund zusammen und legte seinen Schwanz über seine Nase. Gehört es zu den Pflichten eines Anführers kalt und Gefühlslos zu wirken? Wenn ja, dann erfüllt Nadelkrieger diese Aufgabe zu hundert Prozent!

Kapitel 16Bearbeiten

Am nächsten Morgen erfüllte Huskytatze alle Aufgaben, die ihm zugeteilt wurden. Zuerst machte er sich mit der Morgenpatrouille auf den Weg, da war auch Eistatze mit Trockenzunge dabei. Huskytatze fiel auf, dass Eistatze schon wie eine Kriegerin wirkte, ihre Muskeln waren seit ihrer gemeinsamen Zeit als Junge stark gewachsen. Auch ihr Körper insgesamt war viel größer geworden. Sie holte Trockenzunge schon ein und war mit ihm auf Augenhöhe. Dazu musste man aber beifügen, dass Trockenzunge nicht sonderlich groß war. Nadelkrieger war wahrscheinlich der größte des Rudels. Darauf folgte Rundherz. Doch auch auch ihre Fähigkeiten hatten sich enorm verbessert. Nur frech wie ein Junges wird sie wahrscheinlich ewig bleiben. Von Silberschweif keine Spur.

Anschließend ging er zusammen mit Muskeltatze und seinem Vater auf die Jagd, auch Muskeltatze war gewachsen, er hatte etwa die gleiche Größe wie Eistatze. Nadelkriegers Kopf ragte noch immer über beiden hervor. Auch das Jagen beherrschte er perfekt, egal ob fischen oder erwischen, er benahm sich wie ein ausgewachsener Krieger. Sein Gleichgewicht hatte sich auch verbessert, doch darin war Huskytatze ihm immer noch überlegen. Vom Aussehen her, war er seinem Vater identisch, nur beide Charakter unterschieden sich stark. Während Nadelkrieger arrogant, eingebildet und unfair war, Hatte Muskeltatze ein größeres Herz, war ehrgeizig und fair. Und ziemlich ruhig nicht zu vergessen. Von Silberschweif keine Spur.

Am Abend ging er erneut mit Knotentatze allein auf eine kürzere Jagd. Knotentatze war ebenfalls wie ihre Geschwister gewachsen, aber viel kleiner. Sie war trotzdem größer als Huskytatze. Ihr Körper war beweglich und dies wusste sie gut einzusetzen, während ihre Geschwister ihre Beute mit Schnelligkeit und Kraft fingen, huschte sie still wie eine Maus zwischen den Bäumen hin durch und erlegte ihren Fang dann. Huskytatze dachte sich dabei, dass es sicherlich nicht mehr lange bis zur Ernennung von ihnen zum Krieger dauern würde. An einem schönen Plätzchen gönnten die beiden sich eine Pause. Kontentatze war nicht die Wölfin der großen Worte. Die meiste Zeit schwieg sie vor sich hin. Dies verlang ihr eine schlaue Ausstrahlung. Von Nadelkrieger hatte sie das bestimmt nicht geerbt. Sie ähnelt Muskeltatze sehr. Ihre Eigenschaften, ihr Fell. Wenn Huskytatze nicht wüsste, dass die beiden Geschwister wären. Wäre es höchstwahrscheinlich, dass er die beiden für Gefährten halten würde. Muskeltatze hatte den typischen Beschützer Instinkt. Gerade die kleiner schwächere Knotentatze fiel in seinen Bann. Von Silberschweif keine Spur.

Kapitel 17Bearbeiten

Huskytatze wusste Bescheid, dass heute Nacht das Treffen mit dem Schattenrudel stattfinden würde und machte sich auf zu Nadelkrieger, der sich gerade etwas vom Frischbeutehaufen auswählte. „Guten Morgen!“, grüßte er. „Morgen Huskytatze, na wie geht’s?“, hüstelte dieser. „Eigentlich ganz gut. Hast du schon einige Wölfe ausgewählt, die heute Abend zum Treffen mit dem Schattenrudel gehen?“ „Nein noch nicht, du möchtest mitkommen, hab ich nicht Recht“, wettete er. „Ja, liebend gerne!“, freute sich Huskytatze. „Na von mir aus, geh und sag Tatzenmond, Eistatze, Schneefell und Trockenzunge Bescheid, dass sie mitkommen sollen!“, wählte Nadelkrieger die restlichen Wölfe aus und schickte Huskytatze fort.

Nach einer kurzen Jagd hielt der Schüler ein Mittagsschläfchen, den er wollte am Abend fit sein. Er hatte einen seltsamen Traum, er befand sich wie gewöhnlich im Lager, doch es war vollkommen leer. Einsame Stille herrschte dort, das rascheln des Windes und Singen der Vögel war verstummt. „Hallo Huskytatze“, hauchte eine weibliche Stimme. Er erschreckte fürchterlich und sprang herum. Instinktiv kauerte er in einer Kampfposition. „Hab keine Angst“, sprach die gleiche Stimme. Sie gehörte einer silbernen Wölfin. Zuerst dachte Huskytatze dort Silberschweif zu erkennen. Doch diese Wölfin hatte schwarze Pfoten, im Gegensatz zu Silberschweif, die nur eine hat. „Ich bin Silberschweif und Tatzenmonds Mutter, wir haben nicht viel Zeit, du muss umgehen zur Grenze vom Schattenrudel, schnell!“ Die Wölfin begann zu verblassen. „Warte doch, wieso sagst du das nicht Tatzenmond?“, rief Huskytatze. „Sie war zu aufgebracht, ich konnte sie nicht erreichen. Schnell!“ Ein Schlag verspürte der junge Wolf an seiner rechten Schulter. „Was soll ich Tatzenmond sagen?“, fragte eine verwirrte Stimme. Es war Eistatze. „Schnell, Eistatze, du musst mitkommen! Schnell!“, brach es aus Huskytatze heraus. „Wohin den?“, fragte sie nur noch mehr verwirrt. Als Huskytatze los rannte folgte Eistatze ihm aus Neugier. „Hey, wo wollt ihr beide den hin?“, sagte Schneefell verdutzt als Huskytatze sie fast umrannte. „Das weiß ich auch nicht“, gab Eistatze zu. „Ihr sollt jagen gehen sagte Nadelkrieger doch!“, dann folgte Schneefell den Schülern aus dem gleichen Grund wie Eistatze. „Was ist den in dich gefahren?“, keuchte Eistatze, sich der Schattenrudelgrenze näherten. „Schneller“, rief Huskytatze. Er hatte nicht einmal Zeit seine eigene Schnelligkeit zu bewundern. Von weitem hörte man bereit Schreie. Beim näher kommen erkannte Huskytatze die Schreie von Silberschweif. Schneefell zischte vorbei an den Schülern zum Fluss. Streckte ihre Beine und sprang elegant über den Fluss. Einen Moment lang dachte Huskytatze, sie würde abstürzen, doch sie landete sicher am Ufer. Dort standen bereits einige Schattenrudelkrieger und prügelten auf die Heilerin des Mondrudels ein. Diese schrie hilflos noch ihren Rudelgefährten. Schneefell stürzte sich auf eine größere Kriegerin und fauchte: „Runter von ihr Specksonne!“ Huskytatze tat es ihr nach, lief voller Wucht zur Grenze und sprang in die Luft, dabei rutschte eine Pfote und er landete im Wasser. Es spritzte ihm bis an die Ohren und er wurde von der Kälte geschockt. Nur seine Vorderpfoten krallten sich in der Erde ein. „Hilfe!“, alamierte er die anderen. Er strampelte mit den Beinen und schrie aus aller Kraft. Niemand beachtete ihn. Mit einem Aufprall landete Eistatze neben ihm und stieß Leopardenstille zu Seite, welche sich ihm zu nähern versuchte. Sie zog heftig an ihm und ihr massiger Kiefer packte ihn am Genick. Er schaffte es sich aus dem Wasser zu heben, keuchte ein kurzes Danke und stürze sich dann auf Leopardenstille, die Eistatze in den Schweif biss. Eistatze wehrte darauf hin hellgrau mit schwarz gemischten Schüler ab, der sich auf Huskytatze warf. Silberschweif lag mit vor Angst geweiteten Augen da und tat nichts weiter, als dazuliegen. Ein Schrei ertönte, er kam von Schneefell, Specksonne hatte sie an der Flanke erwischt und einen tiefen Kratzer hinterlassen. Die Chancen diesen Kampf zu gewinnen waren niedrig, sehr niedrig. Neues Kampfgeschrei ertönte, Huskytatze konnte keine Hoffnung schöpfen, den es war wieder ein Wolf aus dem Schattenrudel. Er stürzte sich auf Eistatze und sie wurde unter zwei Anführern begraben. Huskytatze stand direkt hinter dem Fluss. Ein guter Treffer von dem Schüler und Huskytatze würde hineinfallen. Der andere Schüler schien sich dies auch bewusst und war Sieges sicher. Dies war ein Fehler. Huskytatze holte aus schlug dem Gegner seine Krallen über das Kinn. Dieser wich zurück, stolperte und Huskytatze verletzte ihn erneut. Der Schüler lief weg. Einer weniger! Nun stürzte sich Leopardenstille auf Huskytatze. Er hatte keine Chance und wurde von ihr zu Boden gedrückt. In diesem Moment kam ihre Rettung. Graupelz und Muskeltatze sprangen gemeinsam über den Fluss, landeten perfekt und teilten sich dann auf. Gemeinsam kämpften Muskeltatze und Huskytatze nun gegen die Anführerin und schlugen sie in die Flucht. Die anderen beiden liefen ebenfalls davon, als Graupelz und Schneefell sie kräftig bearbeitet hatten. Sie hatten gewonnen!

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki