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Warrior Wolves Staffel 1 Band 1Bearbeiten

MondrudelBearbeiten

Das Mondrudel ist das größte Rudel von allen. Hier leben momentan ungefähr gleich viele Wölfe und Wölfinnen.

Mondrudel - Hierarchie
Kriegsanführer: Nadelkrieger - schwarz-brauner Wolf mit dünnen Krallen und braunen Augen

Mentor von Huskytatze

Friedensanführerin: Kratzstille - grau-weiße Wölfin mit ein paar über ihren schlanken Körper verstreuten Narben

Mentorin von Knotentatze

Heiler/in(nen): Tatzenmond - schöne silberne Wölfin mit grünen Augen

Silberschweif - silberne Wölfin mit einer schwarzen Pfote und grünen Augen

Älteste: Kurzkralle - brauner und von allen Rudeln der älteste Wolf

Rundherz - schwarz-weißer Wolf mit kurzem Schweif
Blühzeit - weiße Wölfin mit hellgrünen Augen
Freistreif - rot-brauner Wolf mit einem schwarzen Ohr
Bissmund - brauner Wolf mit einem erblindeten Auge

Königinnen: Schnefell - schneeweiße Wölfin

Mutter von Eistatze, Knotentatze, Muskeltatze

Krieger/innen: Trockenzunge - dunkel- und hellgrau gestreifter Wolf mit dunklen Augen

Mentor von Eistatze
Graupelz - dunkelgrauer, flinker Wolf mit dunklen Augen und einer weißen Ohrspitze
Mentor von Muskeltatze

Schüler/innen: Eistatze - schneeweiße Wölfin mit einem braunen Bein

Knotentatze - schwarz-braune Wölfin mit smaragdgrünen Augen
Muskeltatze - schwarz-brauner Wolf
Huskytatze - schwarz-weißer Wolf, wurde von Bissmund gefunden

SchattenrudelBearbeiten

Das Schattenrudel bevorzugt das Leben hinter den Bergen im Schatten und in den Bergen. Es ist meist friedlich. Das Rudel hat viel Kontakt zu anderen Wölfen, die außerhalb der Rudel leben.

Schattenrudel - Hierarchie
Kriegsanführer: Stumpfkrieger - hellgrauer und recht schweigsamer Wolf, schneller Läufer
Friedensanführerin: Leopardenstille - hellgraue Wölfin mit getüpfeltem Fell und dunklen schönen Augen

Mentorin von Rutschtatze

Heiler/in(nen): Riesenhalm - großer Wolf mit weißem Fell

Pfotenschritt - hellbrauner Wolf, schneller Läufer

Älteste: Steinfell - steinfarbene Wölfin

Drecklage - brauner, sehr reizbarer Wolf

Königinnen: Specksonne - schlanke Wölfin mit schwerer Vergangenheit

Flockenpelz - Schwarzes, dunkelbraun geflocktes Fell

Krieger/innen: Weißmaus - weiße Wölfin mit grünen Augen

Salzwasserperle - hell- und dunkelbraun gestreiftes Fell
Braunwolf - brauner, ruppiger Wolf
Süßwasserperle - braune Wölfin mit dunkelen Augen

Schüler/innen: Rutschtatze - hellgrauer Wolf mit weißen Ohren

BergrudelBearbeiten

Bevorzugt das Leben in den Bergen. Das Rudel ist bekannt für seine schlauen Heiler. In diesem Rudel leben viel mehr männliche als weibliche Wölfe.

Bergrudel - Hierarchie
Kriegsanführerin: Wildkriegerin - schöne hellbraune, aber auch rücksichtslose Wölfin mit grauen Augen
Friedensanführer: Kraterstille - muskulöser Wolf mit dunkelbraunem, leicht rotem Fell und einem langen Schweif
Heiler/in(nen): Langpelz - schwarzer, recht schweigsamer Wolf mit dunklen Augen

Mentor von Zeckentatze

Älteste: Weltzschnee - weißer Wolf mit brauner Schwanzspitze und braunen Pfoten

Blindauge - erblindeter Wolf, ehemaliger Heiler
Schmerzfuß - Wolf, der gerne Geschichten erzählt

Königinnen: Hügelwölfin - hellbraune Wölfin
Krieger/innen: Staubfell - hellgrauer, sehr geduldiger Wolf

Tierspur - schildpattfarbener Wolf mit braunen Augen
Mentor von Briesetatze
Haufenwolf - schwarz-weiß gestreifter Wolf mit grauen Augen und vielen Narben
Mentor von Pflanzentatze
Rammfuß - Wolf mit rötlichem Fell und einer weißen Schwanzspitze

Schüler/innen: Briesetatze - weiße Wölfin mit braunen Pfoten

Pflanzentatze - brauner Wolf mit grünen Augen und großen Pupillen
Zeckentatze - graue Wölfin

SchneerudelBearbeiten

Das Schneerudel lebt problemlos auch in tieferem Schnee. Es hat ein aggressives Verhalten und mag das Kämpfen. Deshalb gibt es im Rudel viele Kämpfer und Kämpferinnen.

Schneerudel - Hierarchie
Kriegsanführer: Hundekrieger - dunkelbrauner Wolf mit einem langen Schweif und vielen Narben
Friedensanführer: Laufstille - schwarz-weißer Wolf mit sehr scharfen Reißzähnen

Mentorin von Kichertatze

Heiler/in(nen): Nagelmond - schwarz-weiß getüpfelte Wölfin
Älteste: Brühfell - Wölfin mit stumpfem braunen Fell und einem blinden Auge
Krieger/innen: Miniblatt - braune Wölfin mit fast goldenen Augen

Alptraumkern - Wölfin mit fast rotem Fell und braunen Augen. Sie hatte als Schülerin oft Albträume
Pelzknäuel - dunkelbrauner Wolf und ein guter Kämpfer
Mentor von Tüpfeltatze
Blechfell - hellgrauer, etwas tollpatschiger Krieger mit grauen Augen
Duftpelz - hell- und dunkelbraun getüpfelte Wölfin mit grünen Augen
Fellwolf - langhaariger, weißer Wolf mit vielen Narben am Bauch

Schüler/innen: Tüpfeltatze - getüpfelte, grau-weiße Wölfin

Kichertatze - kleine, geschmeidige, graue Wölfin mit weißen Pfoten

FunkenrudelBearbeiten

Das Funkenrudel ist das kleinste Rudel von allen. Es ist trotzdem stark und vor allem schlau. In dem Rudel haben die Wölfe starkes Vertrauen untereinander.


--Kriegsanführerin: Spitzkriegerin

-Sie hat Raben-schwarzes Fell und dunkle Augen. Sie hat große Augen bei Gewitter

-Schwester von: Pumastein

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Friedensanführerin: Sturstille

-Weiße Wölfin mit dunkelbrauner Stirn und braunen Augen. Sie hat lange stabile Krallen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von:


--Heiler: Wachwolf

-Er braucht nicht viel Schlaf und hat braunes Fell mit grünen Augen

-Bruder von:

-Vater von:

-Mentor von: Schwarztatze


--Ältester: Gesteinswolf

-Ein Mischgrauer Wolf mit auffäligen Augen, ein grünes und ein braunes Auge.

-Bruder von:

-Vater von:


--Ältester: Holzrücken (+Magerblüte)

-Ein hellbrauner Wolf mit Narben am rechten Hinterbein

-Bruder von:

-Vater von:


--Mutter: Magerblüte (+Holzrücken)

-Sie kennt ihre Schwester fast gar nicht. Sie hat schönes rotes Fell

-Schwester von: Albtraumkern (Schneerudel)

-Mutter von: Gluttatze, Schwarztatze


--Kriegerin: Raufton

-Eine Schildpattfarbene Wölfin mit braunen Augen

-Schwester von:

-Mutter von:

-Mentorin von: Gluttatze


--Krieger: Pumastein

-Raben-schwarzer Krieger mit einem braunen Ohr

-Bruder von: Spitzkriegerin

-Vater von:

-Mentor von:


--Schüler: Schwarztatze

-Rot-brauner Wolf mit ganz schwarzen Pfoten und schwarzen Ohren

-Bruder von: Gluttatze


--Schüler: Gluttatze

-Ein roter Schüler, der sehr klein für sein alter ist, aber trotzdem stark und schnell

-Bruder von: Schwarztatze

PrologBearbeiten

Verwirrt und alleine irrte das Junge im Schilf umher. Es hörte das rauschen eines Baches, ganz nahe. Es war eine eiskalte Nacht. Alles war dunkel, da das Junge noch so jung war und die Äuglein noch nicht öffnen konnte. Sein Körper bebte und zitterte vor Kälte, es fiel um. So kämpferisch wie es war stand es wieder auf und kämpfte gegen den starken Wind in der Hoffnung eine warme Stelle zu finden. Wieder fiel es um, aber diesmal blieb es reglos im Schnee liegen.

Kapitel 1Bearbeiten

Die Sonne schien zur Mittagsstunde und der Winterschnee war dabei zu schmelzen. Huskyjunges raufte gerade mit Muskeltatze, der vor einem Mond zum Schüler ernannt wurde, während ihr Mutter zu ihnen in den Dornenbusch trat. Sie gab Acht, dass sich die beiden nicht an den Dornen verletzten. Auch Muskeltatze hütete über seinen Bruder. Heute Abend werde ich endlich zum Krieger ernannt, freute Huskyjunges sich. „Bissmund will, dass du zu ihm kommst Huskyjunges“ Er nickte und flitzte los, vorbei an dem prallen Beute Busch, er kehrte um und nah einen Lemming für sich und Bissmund mit.

„Ich habs dir versprochen, ich halte mich an meine versprechen“, begann Bissmund zu schildern. Huskyjunges tat sich schwer ruhig sitzen zu bleiben bei der Aufregung. „Vor etwa 50 Sonnenuntergängen, war ich spät nach Sonnenuntergang an der dünnen Stelle des Flusses unterwegs. Eigentlich war ich auf der Suche, nach Schneefells Jungem, welches bereits seit zwei Tagen gesucht wurde. Da sah ich dich. Damals warst du vollkommen durchnässt und lagst am Boden. Ohne zu Überlegen nahm ich dich mit zum Lager. Da angekommen akzeptierte dich Schneefell ziemlich direkt, sie hatte noch Milch übrig, wegen ihrer fehlenden Tochter.“, sprach Bissmund. „Also hatte Muskelpfote noch eine Schwester?“, erkundigte sich Huskyjunges. „Ja, aber sag ihm nichts davon, er und seine Geschwister wissen noch nichts davon“ „Wovon wissen wir nichts?“, fragte Knotentatze, die eingetreten kam. Huskyjunges schaute panisch zu seinem Vater, doch dieser antwortete gelassen: „Dass ihr drei heute zum ersten mal mit auf Patrouille geht“ „Eistatze war gestern erst mit auf Patrouille“, erwiderte sie skeptisch. Plötzlich entwich ihr ein Lachen und sie gestand: „Wir drei wissen die Sache mit unserer Schwester schon längst“ Huskyjunges unterdrückte einen Lachanfall, als er Bissmunds verlegenen Gesichtsausdruck sah. Aber wie konnte Knotentatze nur so fröhlich darüber sein, obwohl sie eine Schwester verloren hatte. Er bewunderte die Lebensfreude von Knotentatze.

Kapitel 2Bearbeiten

„Alle Wölfe und Wölfinnen des Mondrudels! Kommet zu mir!“ Kratzstille saß auf dem starken Ast der Tanne neben ihrem Dornenbusch. Huskyjunges versuchte seine Aufregung zu Unterdrücken. „Zuerst muss ich die Jäger und Jägerinnen loben, ihr habt heute gute Arbeit geleistet.“, sie machte eine Pause. Dann fuhr die erfahrene Wölfin fort: „Heute Abend im Mondschein und unter Bewachung des Ewigenjagdrudels verkünde ich, Kratzstille, Friedensanführerin des Mondrudels, dass wir ab heute einen neuen Schüler haben werden. Huskyjunges trete vor!“ „Nadelkrieger trete vor!“ „Dich, Nadelkrieger, ernenne ich hiermit zu dem Men...“ „Nadelkrieger!!!“, es war der Schrei von Graupelz. Außer Atem kam er angerannt: „Nadelkrieger, schnell komm!“ Er drehte um und sprintete los in Richtung Fluss. Panisch drehte Nadelkrieger sich noch ein mal um, sein Blick war verwirrt. Auch er sprintete los in Richtung Fluss. Kratzstille wartete einen Moment bis wieder Ruhe eingekehrt war. Blühzeit erhob sich und wollte ihnen nachrennen, doch ihre Anführerin brüllte:„ Bleib! Stop!“ Trockenzunge versperrte ihr den Weg. Er flüsterte seiner Mutter behutsam etwas zu, diese war gar nicht zufrieden und schnaubte ihn an, jedoch setzte sie sich wieder neben Kurzkralle. „Weiß jemand was da los ist?“, fragte Kratzstille. Huskyjunges war das alles zu viel. Er zog sich zurück zu Bissmund, in der Hoffnung nicht als Weichei bezeichnet zu werden. Die Wölfe schwiegen allesamt. „Ich schlage vor, dass wir ihnen nachgehen“, sagte Silberschweif. Kratzstille neinte mit dem Kopf: „Ich traue Nadelkrieger und Graupelz, wenn Graupelz nur nach ihm verlangt wird das wohl seinen Grund haben.“ Ihre sanfte Stimme beruhigte Huskyjunges. „Nun, es tut mir Leid, aber wir müssen deine Ernennung verschieben.“ Das war ihr letztes Wort, sie sprang von ihrem Ast und ging gefolgt von Trockenzunge zu ihrem Dornenbusch.

Enttäuscht schaute Huskyjunges ihnen nach. Er hatte schon so seine Gedanken was seinen Mentor anging. Er erahnte, dass es Nadelkrieger sein würde. Gerade Nadelkrieger, er und Freistreif waren doch die einzigen die ihn noch immer nicht als ihren Rudelgenossen ansahen. Oder, war es vielleicht ein Test, musste Huskyjunges sich vor seinem Anführer beweisen? Er beschloss nun, dass er auf jeden Fall sein bestes geben würde, egal was kommt. Er konnte sich noch erinnern, wie aufgebracht Nadelkrieger war, als Schneefell beschloss. Das gefundene Kätzchen aufzuziehen und mit Milch zu versorgen.

Kapitel 3Bearbeiten

„Unsere erste Übung hab ich mir schon ausgedacht“, schilderte Huskytatzes Mentor. „Also, du wartest hier und zählst alle Beutestücke auf dem Beutehaufen. Sobald alle Ältesten versorgt sind bringst du uns beiden was zu essen.“ Der Schüler nickte. Bevor er sich nach dem Grund erkundigen konnte, sprintete Nadelkrieger los. Es schwärmte ihm Schlimmes. Langsam kapierte er den Sinn der Übung. Der Beutehaufen war relativ klein, Ob das wohl reicht? Er packte alle Lemminge die erfinden konnte: 3 Stück um genau zu sein. Er ging zuerst zu Bissmund neben dem auch Freistreif saß, dieser guckte Grimmig rein und schnaubte: „Von dir will ich nichts essen.“ Sein Nachbar Bissmund erkannte die Situation und half: „Ich möchte aber etwas mit dir teilen!“ Danach ging er zu Rundherz, der noch schlief und legte ihm den Lemming vor die Pfoten. Er kehrte zurück zum Beutebusch. Doch plötzlich war das letzte Stück Rentierschenkel weg. Er sah wie Freistreif damit weg humpelte. Innere Wut packte ihn, sogar der Lemming hatte er schon aufgefressen. Was soll ich denn nur tun? Sein Mentor wird bestimmt schon am Flussufer angekommen sein oder im Wald angekommen sein. Er eilte auf die Lichtung vor dem Lager auf der Hoffnung Beute zu sichten. Sogar wenn er welche finden würde, was würde er dann tun, er hatte eh noch nie gejagt. Etwas raschelte an einer Tanne,!ein Lemming!, erkannte er es am Geruch. Blitzschnell kam ihm eine Top-Idee. Er sprintete zurück ins Lager. „Bissmund“, keuchte er, „Bitte komm mal mit.“ Langsam erhob er sich auf seine alten Knochen. Fast schämte Huskytatze sich für seine Tat. „K-kannst du mir einen Lemming fangen?“ Er war froh als Bissmund nicht nachfragte. Er trottete zum Beutebusch, griff sich einen Lemming und rief: „Gefangen!“ Huskytatze legte die Ohren an, er schämte sich wirklich dafür, dass er die frische Beute nicht früher gesehen hatte. Aber Bissmund nahm das Ganze mit Humor. Er legte den Lemming vor das älteste Paar und ging zum Beutebusch, er nahm dort die leichteste Beute, noch zwei Lemminge, und rannte los.

Vor dem Lager folgte er der Geruchsspur seines Anführers, wie es ihm Bissmund mal vorgemacht hatte. Er erinnerte sich, hier war er mal mit Muskeltatze, damals noch Muskeljunges und ihrer Mutter unterwegs. Aber jetzt war nicht der Zeitpunkt um darüber nachzudenken.

Doch plötzlich teilte sich die Geruchsspur in zwei Richtungen. Er beschloss den rechten Weg zu nehmen. Er musste schmunzeln, als er bemerkte, dass Nadelkrieger um eine Gruppe Tannen gehirscht war und nun wieder auf der gleichen Lichtung weiter gegangen war. Nadelkriegers Geruch wurde immer stärker und Huskytatze legte einen Sprint ein. Nun wurde der Geruch wieder schwächer. Was für ein Spiel spielte der Krieger nur mit ihm? „Da bist du ja“, krächzte er. In dem Moment kam sein Mentor von einer nassen Tanne heruntergesprungen mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Der Schüler wollte sofort anfangen zu essen, doch sein Lehrer begann das Ritual vor dem Essen. Seine Mutter hatte ihm gezeigt, dies würde man mit Freunden durchführen. Heißt das, dass er mich etwa schon akzeptiert hat?

Kapitel 4Bearbeiten

Huskytatze humpelte zu dem Heilerbau. „H-hallo, jemand da?“, scheute Huskytatze. Er schauderte beim Klang des Echos, welches seine Stimme veränderte. „Komm rein Huskytatze“, antwortete die sanfte Stimme von Silberschweif. „Was ist los?“, fragte sie. Er zeigte seine verwundete Pfote und die junge Heilerin brachte sofort Kräuter. „Wie ist das den passiert?“, erkundigte sie sich. „Ich war mit Nadelkrieger zusammen im Wald beim Training ,als plötzlich von einer Tanne etwas herunter fiel, was einen Geröllhaufen anstuppste und dieser verwandelte sich in eine klitzekleine Steinlawine von einem Hügel rollend. Wir beide machten einen Seitensprung, doch zwei Steine prallten gegeneinander, einer davon flog in die Luft empor und dann knallte er auf meine Pfote. Nadelkrieger stützte mich dann auf dem Heimweg.“ Inzwischen lag Silberschweif neben ihm und schaute ihm mit ihren grünen Augen tief in seine Augen. Offenbar hatte sie heute viel Zeit: „Du kannst von Glück reden, dass du dir nichts gebrochen hast. Ich würde dir vorschlagen heute deine Pfote zu schonen und so wenig wie möglich aufzutreten. Viel für dich tun kann ich nicht. Tut dir auch die Kralle weh oder eher die Pfote, hinauf ins Bein?“ Er schaute hinunter und antwortete:„Nein, keine Kralle. Es tut aber noch weh.“ Sie schmunzelte: „Das wird auch noch ein Weilchen weh tun.“ Mit einem letzten Blick zu der silbernen Wölfin verließ er den Höhlenvorhang. Dort wartete bereits Nadelkrieger: „Gehts?“ Sein Schüler nickte und halb sprang, halb humpelte er zu seiner Mutter und seinen Geschwistern in den Dornenbusch, Nadelkrieger dicht neben ihm.

„Habt ihr schon gegessen?“, fragte Schneefell nach. „Unterwegs, ab...“ Schneefell unterbrach ihn mit besorgten Augen: „Was ist dir denn passiert?“ Auch ihr erzählte Huskytatze seine Geschichte. In der Zeit war Nadelkrieger sich selbst etwas zu Essen suchen und teilte dies mit Muskeltatze, dem einzigen der den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte.

Als Nadelkrieger später noch mit Schneefell jagen war, weil diese nun über 3 Monde lang nicht weit vom Lager weg war, während der Aufzucht ihrer Jungen, ruhten die vier in ihrem Familiendornenbusch. Knotentatze war sehr begeistert von ihrem Tag, sie schilderte: „Ich war echt auf Rentierjagd!!! Zusammen mit meiner Mentorin Kratzstille, mit Graupelz, mit Trockenzunge und mit Eistatze!!! Das war mega!!!“ „Zuerst trafen wir eine ganze Gruppe Rentiere, die am Fluss tranken. Trockenzunge und ich, trennten ein junges Rentier von der Gruppe ab, da die anderen flohen“, fuhr Eistatze fort. Dann meldete Knotentatze sich wieder: „Zusammen griffen wir es dann mit Kriegsgebrüll an, es wehrt sich, doch schlussendlich machte Kratzstille den tötenden Hieb.“ Muskeltatze bemerkte: „Das war sicher toll, aber ich hatte eine Wette mit meinem Mentor: Wenn ich drei Lemminge fangen könnte und ins Lager bringen könnte, bevor er zurückkehrte, dann hatte ich seine Erlaubnis, beim nächsten Mal auch mitzukommen auf Rentierjagd.“, er machte eine Pause, „Weißt du, Lemminge sind nachtaktiv, deshalb musste ich mich beeilen, denn wenn sie Wach sind kann ich keine fangen. Heute Morgen sah ich dich, als du sie an die Ältesten verfütterst hast.“ Hoffentlich hat er die Geschichte mit Bissmund, der mir einen Lemming fangen sollte nicht beobachtet , Huskytatzte sagte aber nichts. Zur Feier des Tages teilten die vier sich noch ein Stück Rentierfleisch, denn es gab reichlich Beute.

Abends sprach Huskytatze ein leises Gebet zum Ewigenjagdrudel, indem er für die reichliche Beute und das gute Wetter dankte. Bevor er sich zwischen Knotentatze und Nadelkrieger zusammenrollte. Nun war er fest der Meinung, dass auch Nadelkrieger ihn ausstehen konnte. Dies machte ihn glücklich.

Kapitel 5Bearbeiten

Kratzstille saß auf ihrem üblichen Ast, in ihrer Tanne und erteilte Befehle: „Wir werden heute erneut auf Rentierjagd gehen, wie ihr alle wisst ist dies der Mond der ziehenden Rentiere, davon müssen wir profitieren, so lange sie noch in unserem Territorium sind.“ Der Kriegsanführer fuhr fort: „Mitkommen sollen heute Graupelz und sein Schüler, Trockenzunge und seine Schülerin und auch ich selbst mit Huskytatze.“ Huskytatze strahlte zum ersten mal durfte er bei der Jagd dabei sein! Wir werden bald losziehen. Nach drei Tagen ruhe und dem milden Training gestern fühlte der Schüler sich wieder topfit, er spürte fast keinen Schmerz mehr.

Während dem Marsch in Richtung Fluss erklärte Muskeltatze an Huskytatze: „Wir müssen erfolgreich sein, denn das Rudel verlässt sich auf uns. Wir haben fast keine Jäger zurückgelassen.“ „Du warst auch noch nicht mir auf Rentierjagd, stimmts?“ Sein Bruder nickte. Der Schnee war nicht hoch, so hoch, wie seine Kralle dick war. Unter den meisten Bäumen lag überhaupt kein Schnee. Aber am Horizont erkannt der junge Wolf weiße Berge, mit Schnee übersät.

„Welches Vieh würdest du nehmen Huskytatze?“, testete Nadelkrieger ihn. Er schaute sich um. Ein Weibchen, die sind nicht so stark, erinnerte er sich. Er sah ein kleineres Kitz, welches sich von der Herde entfernt. Es ist gut genährt, perfekt für uns. Bei seinem Anblick lief das Wasser ihm im Mund zusammen. „Das hellbraune Tier, das da“, er zeigte mit der Pfote auf das Erwählte. Nadelkrieger schüttelte den Kopf und klärte ihn auf: „Siehst du das große Rentier mit den Hörner, es ist wahrscheinlich der Anführer. Sehr Wachsam über das Kleine. Ich vermutete, dass er der Vater von dem Kitz ist.“ „Er würde es mit seinem Leben verteidigen.“, vervollständigte Muskeltatze. „Gut Muskeltatze, welches schlägst du vor?“,fragte Graupelz. „Das Junge mit den kurzen Hörnern.“ Nadelkrieger neinte mit dem Kopf: „Siehst du diese Herde greifen wir öfters an, es gibt da viel mehr Weibchen, als Männchen. Wir wollen doch, dass sie sich vermehren, damit wir auch in Zukunft noch was zu essen haben.“ Auch Eistatze bekam ihren Chance: „Das dunklere, es ist älter und wehrlos.“ „Das nehmen wir!“, erteilte Nadelkrieger der Befehl. „Trockenzunge, du machst den ersten Angriff, beiße es ins Bein, Die Schüler, ihr vertreibt die anderen. Ich werde auch allen Rückendeckung geben, falls ein Rentier euch anzugreifen wagt. Graupelz, Trockenzunge, ihr beide müsst es töten.“ Huskytatze schaute seine Schwester fragend an. „Du musst laut herum brüllen und so tun als würdest du die jagen, du kannst auch zubeißen, aber verletze sie nicht zu sehr.“, erklärte die weiße Wölfin. Huskytatze beobachtete, wie Nadelkrieger auf einen Ast von einem kahlen Baum kletterte um alles im Überblick zu haben. Er gab das Angriffszeichen und Huskytatze wollte los rennen, doch seine Geschwister hielten ihn zurück. „Du vertreibst die Beute“, zischte Eistatze. „Jetzt“, brüllte der Anführer. Sie stürmten los und teilten sich auf. Wie ein wilder rannte der junge Wolf einem Rentier hinterher. Ein Knall, Huskytatze war wohl zu nah dran. Ein Hufe knallte gegen seine Wange und er blieb bewusstlos am Boden liegen. „Pass auf! Huskytatze!“, jaulte sein Mentor. Eistatze war schneller, sie drehte um und zog den verwundeten aus dem Schlachtfeld. Vor Schreck hatte Trockenzunge die Beute los gelassen, welche humpelnd entfloh. Alle eilten zu Huskytatze. Rotes Blut quoll aus seinem Mund. Die Augen hatte er geschlossen. Graupelz, der schnellste von allen sprintete zurück zum Lager um eine Heilerin aufzusuchen. Derweil versuchten Trockenzunge und Nadelkrieger ihn zurück ins Lager zu schleppen. Eistatze hatte Angst, sie würden ihm was brechen. „Huskytatze, Bruder! Hörst du mich?“, jaulte Muskeltatze. Doch der Gerufene reagierte nicht. „Er lebt noch, seine Flanken heben und senken sich“, beruhigte Nadelkrieger die anderen. Sie gaben es auf ihn zu transportieren. „Eistatze, Museltatze, schaut ob ihr was zu essen findet, er braucht eine Stärkung, wenn er wieder aufwacht!“

Kapitel 6Bearbeiten

Langsam und Wackelig erhob sich Huskytatze auf alle vier Beine, er befand sich hinter dem Efeuvorhang in der Bodensenkung im Heilerbau. Sein Schlafplatz war mit getrockneten Tannennadeln ausgestattet und daneben stand mit einem wachsamen Auge Tatzenmond. Beide schauten sich an, keiner Wusste so richtig was er sagen sollte. „Mach so als würdest du schlafen!“, befahl Tatzenmond. „Wieso?“, wollte er wissen. „Weil!“, mit einem scharfen Blick brachte sie ihn zum schweigen. Die ist aber gut gelaunt... Draußen war es kurz vor Sonnenuntergang. Sein Unterkiefer schmerzte und er hatte ein seltsames Gefühl auf der Zunge. Nach einer langen Pause sagte er: „Wie geht es mir?“ Bei dieser dummen Frage musste sogar die griesgrämige Wölfin schmunzeln. „Du bist tot“, scherzte sie. Damit scherzt man nicht! Da kam Knotentatze herein, die junge Wölfin sprang ihn freudig an: „Du bist wach! Wie geht’s dir?“ „So, so mein Unterkiefer tut echt weh.“ „Das ist normal, wenn man nicht aufpassen kann“, mischte Tatzenmond sich ein. Knotentatze legte sich zu ihm und leckte ihm übers Ohr: „Hör nicht auf sie, du hast das super gemacht.“ Dann erzählte sie ihm erneut die ganze Geschichte vom Unfall bis zum Heilerbau. Und dass die übrigen wegen ihm Lemminge jagen mussten, wobei sie ein Lachen unterdrückte. „Wenn ihr endlich fertig seid, könnt ihr dann endlich gehen?“, schnaubte Tatzenmond. „Soll ich später wiederkommen, damit du die Wunde nachschauen kannst?“ Die unfreundliche Heiler antwortete: „Glaubst du Echt, ich hab nichts besseres zu tun, als dich zu versorgen?“ Daraufhin verzogen sich die beiden Schüler Seite an Seite.

Kapitel 7Bearbeiten

An dem darauffolgendem Tag ging es Huskytatze bereits besser, er hatte Glück gehabt im Unglück. Keine Bleibenden Schäden hatte das Vieh ihm angetan. Doch Nadelkrieger befand sich weder im Dornenbusch, noch auf dem Anführerbaum. „Alle Wölfe und Wölfinnen des Mondrudels! Kommet zu mir!“, es war wieder so weit, Kratzstilles täglicher Aufruf. „Heute habe ich etwas besonderes vor, ich will etwas ausprobieren. Zwar werden sich unsere Schüler in Gruppen zusammen tun. Zwei-und-Zwei, Los!“ Sie schauten sich kurz an und bildeten ein Team: Boys und ein Team: Girls. „Nun, die Schüler sollen sich heute damit beschäftigen sich gegenseitig ihr Können beizubringen. Verstanden?“, ohne auf eine Antwort zu Warten fuhr sie fort: „Nadelkrieger ist bereits Fort einmal unsere Grenzen prüfen und danach wird er euch überwachen und mir später berichten wie diese Trainingsmethode funktioniert.“ Huskytatze war ganz wild darauf zum ersten Mal selbst wie ein Mentor zu funktionieren. „Schneefell und Trockenzunge, ihr beide übernehmt die Jagd. Du, Graupelz hilfst bitte unseren Heilerinnen beim Kräutersammeln und heute Abend wirst du erneut unsere Grenzen prüfen. Alle verstanden?“ „Und, du?“, fragte Eistatze ohne Hemmungen und erhielt strenge Blicke von ihrer Mutter. Doch die charmante Anführerin antwortete: „Ich werde heute Morgen euch überprüfen und dann beim Reparieren eines Dornenbusches helfen, der Schneefall gestern hat etwas beschädigt, Bissmund, Freistreif helft ihr mir?“ Von da an hörte Huskytatze nicht mehr zu, was sollte er Muskeltatze nur beibringen? Ich war doch fast jeden Tag in meiner Ausbildung verletzt.

„Ich fang an!“, schlug Muskeltatze vor. „Hast du schon mal gesehen wie man einen Lemming fängt?“ „Noch nie, los zeigs mir!“, erwiderte er. Sein Bruder sprintete vor und Huskytatze eilte nach. Er wollte vor seinem Bruder nicht wie eine Memme dastehen. Sie rannten bis zu einem kleineren Wald, wo Huskytatze noch nie war. Die Bäume waren hoch, es gab hier nur Tannen hier und da entdeckte er Felsen die aus dem Boden ragten und neben einem Baum wuchs eine Pflanze die er noch nie gesehen hatte. „Da entlang geht’s zum Funkenrudel“, wies sein Bro. „Siehst du dein Felsen mit den vielen Einkerbungen? Die schlafen Lemminge manchmal, dann sind sie besonders leicht zu Fangen. Das wichtigste ist das du ruhig bleibst, wenn sie schlafen riechen sie deinen Geruch nicht. Lemminge sind nachtaktiv, sie werden den ganzen Tag noch schlafen. Und besonders gut im Verstecken sind sie nicht gerade. Aber flink. Wenn einer Wach wird sind alle wach“, er machte ihm ein Zeichen dass er ruhig sein sollte und Muskeltatze stützte sich auf eine Einkerbung, tötete das hilflose Tier mit einem Bissen und nur ein schwaches Quieken konnte es noch von sich geben. Huskytatze machte es ihm nach und es klappte sogar beim ersten Mal. „Das kannst du besser, als Rentieren nachlaufen“, neckte ihn sein Bruder.

Nach einer Jagd mit insgesamt einer Beute von: 5 Lemmingen, bis Huskytatze dann doch einen Lemming zum aufwachen brachte, widmeten sie sich nun der Lektion von Huskytatze. Sie brachten die Beute zurück ins Lager und Huskytatze erklärte seinem Bruder die selbe Aufgabe, wie Nadelkrieger ihm bei seinem ersten Training gezeigt hatte. Muskeltatze machte sich also an die Arbeit, die Ältesten zu füttern. Huskytatze sprintete los und versteckte sich dort, wo die beiden vorhin die Lemminge versteckt hatten. Es war ein Anstrengender weg und Huskytatze musste ein paar Pausen zwischen seinem Sprint einlegen. Dort angekommen versteckte er sich in einer Tanne. Keine 20 Atemzüge später hatte Muskeltatze ihn schon gefunden. Er erklärte: „Kratzstille hatte die Ältesten schon versorgt.“, er munterte seinen Bruder auf: „War aber keine schlechte Übung. Bestimmt konnte ich meine Schnelligkeit steigern.“ Zusammen gingen die beiden ins Lager zurück.

Gerade als sie den Eingang passierten, rief die Friedensanführerin: „Kommt mal ihr beiden!“ Wir? Sie winkte die Schüler zu sich. „Tut mir doch bitte einen Gefallen: Knotentatze soll zu mir kommen. Los geht sie suchen!“ Sie nickten. Huskytatze und Muskletatze teilten sich auf, zuerst durchsuchte Huskytatze das Lager und die Umgebung, während Muskeltatze versuchte Knotentatzes Geruchsspur zu folgen. Im Dornenbau war sie nicht und Silberschweif hatte sie nicht gesehen. Tatzenmond konnte er nicht finden, zum Glück, denn er mochte sie nicht besonders. Bissmund sagte sie wären seit heute morgen nicht zurück gekehrt und die anderen Ältesten auch nicht. So umging er einmal das gesamte Lager und beschloss dann gegen Muskeltatzes Anweisung zum Fluss zu gehen um sie dort zu suchen. Kurz darauf hörte er wie Musketatze, Knotentatze und Eistatze zurückkehrten und die vier gingen gemeinsam zu Kratzstille. Gegen ihren Willen mussten sie den Dornenbusch dann wieder verlassen. So beschlossen sie sich einen Hasen und einen Lemming zu teilen. Danach sahen sie zu wie Nadelkrieger heimkehrte und ihr Bericht erstattete.

Kapitel 8Bearbeiten

Am nächsten Morgen verkündete Kratzstille eine besondere Nachricht: „Meine Lieben, ich muss euch was sagen. Nadelkrieger wird meine Stelle als Friedensanführerin übernehmen und gleichzeitig Kriegsanführer sein.“, die meisten Wölfe schienen überrascht. Sie fuhr fort: „Denn ich werde nun als Mutter leben. Ich erwarte meine ersten Jungen“ Es war nicht zu übersehen, dass sie stolz und froh zu gleich war. Bestimmt von Trockenzunge. Fast beneidete er Trockenzunge um die schöne grau-weiße Wölfin. Sie machte einen vorsichtigen Sprung vom Baum und trottete mit erhobenem Schwanz zu ihrem Dornenbusch. Nadelkrieger erklärte den Rest: „Ab sofort wird ihre Schülerin Knotentatze also Schneefell zur Mentorin haben. Wir werden auf Rentierjagd gehen. Mitkommen sollen: Trockenzunge mit Eistatze, Graupelz mit Muskeltatze und ich selbst mit Huskytatze.“

Sie machten sich auf dem Weg zum Fluss. Versteckt hinter einem kahlen Busch diskutierten sie: „Muskeltatze, dies ist eine Prüfung für dich. Wir horchen heute alle auf deine Befehle.“, befahl Graupelz. Ein Anschein von Unsicherheit erschien in des Leiters Augen. Huskytatze musste ihm helfen: „Ich schlage das Tier, welches wir beim letzten Mal erwischt hatten vor.“ „Das ist schon längst über alle Berge, die Rentiere ziehen nur einmal hier entlang. Das hier ist eine andere Herde.“, verbesserte sein Mentor ihn. Muskeltatze schien zu überlegen und dann schoss es wie eine Kanone aus ihm heraus: „Kratzstille, du wirst das hellbraune ältere Vieh angreifen, da bei dem kleinen Felsen. Eistatze, Trockenzunge und ich vertreiben die anderen Rentiere. Graupelz du wirst helfen das Tier zu töten. Hab ich jemanden vergessen.“ Der schwarz-weiße Schüler machte auf sich aufmerksam. „Du wirst hier lauern und die Lage beobachten, und da helfen, wo was schief geht. Einverstanden?“ Sie warteten noch, bis Muskeltatze zuerst dem Anführer sein Angriffszeichen gab und anschließen auch den anderen Jägern. Im Schutz des Busches konnte der Schüler das Spektakel zu beobachten. Er versuchte sich genau einzuprägen, wie er hier vorgehen musste. Die Jagd verlief Problemlos.

Am Abend hatten alle genug zu essen. Heute hatte der Schüler viel bei gelernt. Er wagte eine Frage: „Nadelkrieger? Was war das bei meiner Ernennung mit Graupelz eigentlich?“ „Ach, nichts wichtiges“, blockte er. Aus Respekt fragte Huskytatze nicht nach, doch es interessierte ihn brennend. Er fasste in seinen Gedanken zusammen: Es ist etwas außergewöhnliches passiert, den sonst hätte Graupelz nicht so einen Aufstand gemacht. Aber wieso gerade Nadelkrieger? Das Problem musste wohl gelöst worden sein, den Graupelz scheint nicht traurig, oder verletzt. Eben einfach normal. Es ist aber etwas, was ich nicht erfahren soll. Ob Blühzeit wohl Bescheid weiß? Oder weiß Muskeltatze vielleicht mehr? Warum spricht niemand darüber? Es ging wohl nicht um einen Verletzten, sonst hätte Graupelz ja wohl eher nach Silberschweif gerufen oder nach Tatzenmond? Nein, eher nach Silberschweif. Leise verschlungen ihn seine Träume mitsamt 100 Fragen.

Kapitel 9Bearbeiten

Huskytatze hatte bei der täglichen Versammlung erfahren, dass Nadelkrieger ihn an der Flussbrücken, der Grenze zum Schattenrudel, erwartet. Er war also dorthin unterwegs. Im Maul trug er zwei Lachse für sich und seinen Mentor.

„Gut, dass du da bist, essen werden wir erst nach dem Training, es trainiert sich nicht gut mit vollem Bauch.“, begrüßte er ihn. Huskytatze fiel auf, dass der gesamte Schnee geschmolzen war, es war mitten in der Wärmezeit. „Was werde ich den heut so lernen?“, fragte er nach. „Deine ersten Kampftechniken!“, erwiderte Nadelkrieger. Er machte ihm einen Hieb vor und sein Schüler versuchte seine Bewegungen zu kopieren. „Du machst dich ganz gut!“, lobte ihn sein Anführer. Huskytatzes Selbstvertrauen stieg und stieg. Lange nach Sonnenaufgang, begonnen die Beiden mit dem Ritual vor dem Essen. Zuerst schlitzte Huskytatze seinen Lachs auf und schlürfte das frische Blut, er leckte einmal Nadelkriegersfell entlang und umgekehrt. Anschließend konnte er sein Mahl zu sich nehmen. Währendem schilderte er seinen Tag mit Muskelpfote, und dass Kratzstille da eine sehr gute Idee hatte. Nadelkrieger versprach noch mal so was zu veranstalten. Als sie fertig waren, entdeckten beide Schneefell mit Knotentatze weiter unten am Bach, offenbar lernte Knotentatze gerade das Fisch fangen, denn sie war sehr konzentriert. Danach trainierten sie Huskytatzes Schnelligkeit und rannte zuerst zu dem Lemming Fangplatz und dann zurück ins Lager, mit nur einer einzigen Pause.

Außer Puste besuchte Huskytatze noch mal Bissmund um sich bei ihm über den Zwischenfall zwischen Graupelz und Nadelkrieger zu erkundigen. „Da kann ich dir nicht mehr sagen, als Nadelkrieger, ich werde später einmal seine Mutter fragen.“ Enttäuscht ging er in seinen Dornenbusch, wo Knotentatze stolz wie Oskar ihren Lachs betrachtete. „Selbst gefangen“, protzte sie. Huskytatze aß mit ihr alleine noch einen kleinen Hasen. Du bist so schön, so schön. bewunderte er seine Schwester. Vor dem Schlafen gehen sendete er erneut ein kleines Dankgebet zum Ewigenjagdrudel.

Kapitel 10Bearbeiten

Auf dem Weg zum Fluss teilte Nadelkrieger seinem Schüler mit: „Ich finde du warst seit Anfang deiner Ausbildung schon lange nicht mehr über Nacht zu Bissmund?“ Früher war Huskytatze regelmäßig zu Bissmund übernachten, aber nun nicht mehr so oft. Er murmelte noch: „Profitier davon, so lange du noch kannst.“ Abrupt blieb Huskytatze stehen und schaute Nadelkrieger verwundert an, er konnte nicht verstehen was Nadelkrieger meinte: „Was soll das heißen? Ist etwas mit Bissmund?“ „“Nadelkrieger drehte ihm den Rücken zu und erwiderte:„Ich glaube das erzählt dir Bissmund besser selber...“ „Nein! Was hat das zu bedeuten“, zum ersten Mal wagte es Huskytatze seinem Mentor zu widersprechen. „Komm“, sagte dieser mit einer rauen Stimme. Huskytatze ließ sich auf den noch gefrorenen Boden plumpsen: „Nein!“ „Ich werde doch einen Schüler wie dich zum gehorchen bringen können!“, fluchte Nadelkrieger. „Sag mir was du vorhin sagen wolltest!“, forderte er. Nun drehte Nadelkrieger sich wütend um und fauchte: „Du kommst jetzt, oder...“, nun benutzte er eine angst einflößende sanfte Stimme: „oder, ich gehe alleine“ Huskytatze sah nur noch, wie Nadelkrieger davon stampfte. Alleine saß er nun da auf einer kahlen Lichtung. Er blicke um sich, alles schien verschwommen. Er ruhte sich aus, den Schwanz auf der Nase liegend und starrte vor sich auf den Boden.

„Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, Der Mond wird gehen, aber dafür, die Sonne wird kommen, Der Mond wird gehen.“, schallte es in seinem Kopf.

Als der Schüler aufwachte, hatte er ein totales Blackout, er erinnerte sich noch daran, wie Nadelkrieger nach der Auseinandersetzung mit ihm davon stampfte, weiter nicht. Er beschloss nun jagen zu gehen, denn er wollte weder mit leeren Händen ins Lager zurückkehren, noch etwas essen, was Nadelkrieger vielleicht gefangen hatte. Gerade als er einen pummeligen Lemming fangen wollte, zerstörte ein wilder Schrei von einem Vogel sein Vorhaben, nun waren alle Lemminge wach und verkrochen sich ängstlich. Heute ist wirklich nicht mein Tag... Zuerst habe ich so schlecht geschlafen, dann der Streit mit Nadelkrieger. Danach den Blackout, dann die miese Jagd, was kommt als Nächstes? Auf dem Rückweg konnte er dann doch noch einen Hasen erlegen, nach weiteren drei Misslungenen Versuchen.

Vor dem Eingang zum Lager prallte der junge Wolf mit Eistatze zusammen. „Gut! Dich habe ich gesucht.“, sie lächelte ihn freundlich an und fuhr fort: „Kratzstille möchte, dass wir zu ihr in den Dornenbusch kommen. Sie ist sehr vorsichtig, weil sie Junge erwartet und will nicht zu uns kommen.“ „Soll ich was zu essen mitbringen?“ „Nein, lass gut sein. Komm jetzt!“, antwortete Eistatze. „Hallo Kratzstille“, begrüßte Huskytatze die Wölfin. „Hallo, komm rein, die anderen sind schon da. Ich muss etwas wichtiges mit euch besprechen.“ Huskytatze hoffte, er würde einen Sonderauftrag bekommen, so einen für richtig starke und schlaue Krieger. Vielleicht als Spion oder Anführer. Muskeltatze schien seine Hoffnung zu teilen, er war ebenfalls ganz in Gedanken vertieft. „Also, wie soll ich anfangen... Es ist so... Blühzeit erwartet Junge.“ Silberschweif erklärte: „Aber wie ihr wisst ist sie schon im hohen Alter. Das könnte Lebensgefährlich, für sie werden. Aber auch das Risiko einer Fehlgeburt, einer Frühgeburt oder der Geburt von bereits toten Jungen ist sehr hoch.“ „Trotzdem will sie die Jungen bekommen. Was könnten wir schon dagegen tun? Nun, das was auch euch betrifft: Ich verlange von euch, dass ihr euch so gut es geht um Blühzeit kümmert. Manchmal ist sie wirklich stur, sie achtet streng auf ihre Figur. Ihr sollt schauen, dass sie genug isst um bei Kräften zu bleiben und ihren Dornenbusch ausbessern, damit ihr nicht kalt wird. Jeden Tag sollt ihr bei jeder Gelegenheit nach ihr schauen. Kann ich mich auf euch verlassen?“ „Wieso können das denn nicht ihre eigenen Jungen machen. Trockenzunge und Graupelz?“, erkundigte sich Eistatze. Kratzstille und Silberschweif blickten sich an. „Sie werden natürlich auch helfen. Vielleicht ist es euch noch nicht aufgefallen, aber das Mondrudel hat zu wenige Krieger. Sie reichen nicht aus um Beute zu jagen, Patrouillen zu führen, das Lager zu schützen, Schüler zu unterrichten und Mütter und Älteste zu pflegen. Wir haben 4 ausgebildete Krieger. Um ein Rudel von 16 zu ernähren und zu verteidigen.“ „Wir brauchen euch!“, bat Silberschweif. Eistatze überdachte ihr Antwort und sagte: „Na wenn das so ist, dann gehe ich nachher gleich nach Blühzeit schauen.“ „Nun geht, Kratzstille braucht Ruhe.“ Die Wölfe teilten sich auf, Muskeltatze ging jagen, Knotentaze und Huskytatze verbesserten den Dornenbusch, während Eistatze gierig an einem Kaninchen nagte. Die beiden höhlten den Innenraum im Dornenbusch weiter aus und errichteten einen Damm aus Erde und Ästen um den Dornenbusch. Anschließen sammelten sie Laub um das Ganze zu polstern.

Kapitel 11Bearbeiten

Nadelkrieger hatte den ganzen Abend nicht mit Huskytatze geredet und auch am Morgen bei der Versammlung gab er ihm keinerlei Versöhnungsanzeichen. Sein Bruder Muskeltatze erkannte die Situation und bat seinen Mentor darum Huskytatze mittrainieren zu lassen. Graupelz hatte damit kein Problem, und so erweiterten die Nestgenossen zusammen ihre Kampftechniken. Der schwarz-weiße Schüler war schwer beeindruckt von den Kampfkünsten seines Bruders und er war ihm weitaus unterlegen. „Ich bin mir Sicher du wirst auch bald zum Krieger ernannt werden“, bewunderte er Muskeltatze. „Vorher müssen wir aber noch ein wenig an deinem Gleichgewicht arbeiten“, warf sein Mentor ein. Nach der Pause balancierten die beiden über Äste. Dabei war Huskytatze viel besser als sein Bruder. Muskeltatze war breitschultrig und muskulös, daneben wirkte Huskytatze klein aber viel beweglicher. Sie waren beide etwa gleich schnell.

Am Abend gingen die beiden zuerst zu Blühzeit und teilten sich mit ihr eine Vorspeise und danach gingen die zwei zu Bissmund und aßen dort ihre Haupt speise. Später als Muskeltatze weg war, schilderte Huskytatze seinem Vater von dem Streit mit seinem Mentor und verlangte einen Rat von ihm. „Nadelkrieger kann schon stur sein.“, bemerkte dieser. „Damit musst du klar kommen, vielleicht kannst du Morgen ja nochmal mit Graupelz üben?“ „Ja, das wäre toll. Es macht wirklich Spaß mit ihm.“ Er beschloss bei Bissmund über Nacht zu bleiben und rollte sich neben ihm zusammen.

Kapitel 12Bearbeiten

Als Huskytatze 2 Tage später mit Graupelz und Muskeltatze an der Grenze marschierte entdeckten die 3 eine schildpattfarbene Wölfin auf sie zurennen. Die beiden Schüler knurrten, doch Graupelz bedeutete ihnen sich zurückzuhalten. „Was führt dich zu uns Raufton?“, fragte der erwachsene Wolf und begrüßte sie mit einem Kopfnicken. „Das Funkenrudel muss etwas besprechen. Sage bitte deinem Anführer Bescheid, dass alle Anführer sich in Begleitung von 2 weiteren Wölfen am Daumensee treffen.“, sie verabschiedete sich und stürmte wieder davon. „Es ist wichtig“, rief sie aus weiterer Entfernung. Danach setzten die 3 ihren Grenzgang fort.

„Ja, und du sollst 2 weitere Wölfe mitbringen“, beendete Muskeltatze die Berichterstattung. Daraufhin verließ Nadelkrieger seinen Dornenbusch und begann eine Versammlung: „Alle Wölfe und Wölfinnen des Mondrudels! Kommet zu mir!“ Nicht alle Katzen versammelten sich unter dem Baum, weder Blühzeit und Kratzstille, die beiden Mütter, noch Schneefell und Knotentatze. Auch Tatzenmond war nicht da. Eistatze kam im letzten Moment angetrotten und setzte sich neben Huskytatze. „Habe ich etwas verpasst?“, flüsterte sie. „Nein, Nadelkrieger fängt gerade erst an.“, murmelte er. „Es ist wieder so weit, heute Abend wird Vollmond sein, doch wir hatten heute Mittag ein seltsames Ereignis: Raufton hat uns berichtet, dass der Versammlungsort nicht wie gewohnt im Lager von einem Rudel stattfindet, dieses mal wäre es an dem Schneerudel gewesen, sondern am Daumensee.“ „Aber wie so den das? Willst du wirklich die Tradition brechen und lieber zum Daumensee gehen als zur Versammlung?“, meckerte Freistreif von hinten. Nadelkrieger sah nachdenklich aus. „Nein, das werde ich nicht tun“, er verstummte und fuhr nach einer Weile fort: „Aber ich werde auch nicht das Funkenrudel alleine am Daumensee lassen.“ „Das könnte doch eine Falle sein“, mischte sich Eistatze ein. „Wieso? Wir haben keinerlei Streit mit dem Funkenrudel, ich glaube nicht, dass sie so hinterlistig sind.“ Wen ich so was gesagt hätte, wäre Nadelkrieger ausgerastet, dachte Huskytatze mit einem Seitenblick zu seiner Schwester. „Silberschweif und Schneefell, ihr werdet zum Daumensee gehen, mich dort vertreten und mir später alles berichten. Trockenzunge, Graupelz, eure Schüler und Knotentatze, wir werden zum Schneerudel ziehen. Und alle Älteste die Wollen natürlich auch.“ Nadelkrieger sprang vom Baum und erwähnte noch, dass die Wölfe gleich zum Schneerudel losziehen würden. Huskytatze hauchte Eistatze ins Ohr: „Und was ist jetzt mit mir? Soll ich als einziger Schüler im Lager bleiben.“ „Sicher muss jemand auf Blühzeit aufpassen.“ „Ich bin doch keine Mutter, kann das nicht Bissmund machen?“, antwortete Huskytatze scharf. Innerlich wusste er einfach, dass Nadelkrieger ihn nicht Leiden konnte, aber er wollte das unbedingt von Nadelkriegers Tochter hören. „Was soll ich den da tun? Du musst dich selbst um deine Probleme kümmern“, motzte Eistatze ihn an und stolzierte zu ihrem Vater hin. „Habe ich was falsches gesagt“, murmelte er leise vor sich hin und blickte ihr nach.

Huskytatze fühlte sich alleine, als am Abend fast alle weg waren, Übrig geblieben waren beide Mütter, welche schliefen, Freistreif, Rundherz und Tatzenmond. Sein Dornenbusch wirkte riesig, ohne die anderen. Es war noch früh, vor der Dämmerung sogar und Huskytatze wusste nicht was er tun sollte, er hatte sich den ganzen Tag nicht viel angestrengt und war noch nicht ein mal um das Lager herum geflitzt.

Ich langweile mich hier noch zu Tode. Er mochte Tatzenmond nicht, aber Freistreif noch weniger, also entschied er sich zu ihr zu gehen. „Tatzenmond? Bist du da?“, flüsterte er. „ Nein, ich bin nicht da.“, scherzte sie. Tatzenmond schien gute Laune zu haben. „Kann ich rein kommen?“, fragte er lässiger. „Ob du das kannst weiß ich nicht, aber du darfst.“, Huskytatze gefiel dieser Spruch nicht wirklich. Beide standen da und keiner wusste ein richtiges Gesprächsthema. „Ehm... Was, nein... Kennst du das, wenn man einen Zeitpunkt hat an den man sich gar nicht erinnern kann?“ „Ich weiß nicht wirklich was du meinst“, verständigte sich die Heilerin. „Ich war vor kurzem alleine im Wald und da bin ich plötzlich aufgewacht und konnte mich aber nicht erinnern, dass ich überhaupt eingeschlafen war oder was ich geträumt hatte.“ „Ja, das kenne ich, aber normalerweise kommt das nur bei Ältesten, Kranken oder Müttern vor, welche sich Überanstrengt haben“, erklärte Tatzenmond. „Da hab ich noch eine Frage, aber bitte nimm es nicht zu persönlich: Warum hast du manchmal so schlechte Laune und heute so gute Laune?“, äußerte sich der Schüler. Tatzenmond schaute ihn seltsam an, in ihren Augen funkelte kein Hass, keine Wut, sondern eher Liebe. Aber nicht die Liebe die man einem Gefährten schenkt, sondern einfach nur Freundschaft. Nun würde Huskytatze nicht mehr gehen, bis er eine Erklärung bekam und Tatzenmond gab auf: „Es ist... es ist wegen Silberschweif. Jeder Wolf mag sie. Als wir beide noch Lehrlinge waren, wollte sie immer Kriegerin werden. Doch als ich ihr eines Tages sagte, das ich mich entschieden hatte eine Heilerin zu werden, wollte sie das plötzlich auch. Ich war bereits vorher zu unserer damaligen Heilerin gegangen und hatte sie gefragt mich als Schülerin auszubilden. Kratzstilles Vater, also unser damaliger Anführer wollte mir dann verweigern eine Heilerin zu werden. Aus dem einfachen Grund, dass die Heilerin besser mir einer Schülerin als mit zwei klarkommen konnte.“, sie machte eine Pause und fuhr nach einem Seufzer fort: „Ich musste mir eine Ausbildung erkämpfen und Silberschweif wurde einfach angenommen. Als wir beide dann Schülerinnen waren, freute ich mich doch auf gemeinsame Erlebnisse und gemeinsames Lernen mit meiner Schwester. Trotz jedem betteln und bitten durfte ich fast nie mit auf die Heilerversammlungen am Daumensee. Ich konnte die besten Heilkräuter ausfindig machen und den ganzen Tag üben. Trotzdem war Silberschweif immer die Heldin. Eines Tages wurde unsere Mutter schwer verletzt und die Heilerin war hinaus zum Kräutersammeln, sie zu holen hätte zu viel Zeit gebraucht. Silberschweif stand nur starr da und heulte wie eine Baby, während ich zu helfen versuchte. Ich hatte immer gut aufgepasst und es gelang mir ihren Zustand zu stabilisieren. Zur Beruhigung riet ich Silberschweif unserer Mutter Haselnussbrei mit Schilfstückchen zu geben, während ich unsere Mentorin suchte, doch Silberschweif passte doch nie richtig auf und unsere Mutter erstickte an einer Nussschale.“, die Tränen stiegen Tatzenmond in die Augen und sie drehte sich zur anderen Seite. Inzwischen hatte sich der Schüler neben ihr niedergelassen und ihn berührte die Geschichte sehr. „Das ist noch nicht alles“, murmelte die Heilerin. „Als wir zurückkehrten lag also meine Mutter tot auf dem Boden. Silberschweif gab mir die Schuld und sagte unserer Mentorin ich hätte sie absichtlich umgebracht. Dass ich je zu einer wahren Heilerin wurde verdanke ich nur unserem Vater, denn dieser glaubte die Geschichte nicht und Überredete den Anführer mir zusammen mit Silberschweif unsere Heilernamen zugeben. Ich war frustriert, Silberschweif konnte nur die Basissachen im Gegenteil zu mir. Ich konnte einfach nicht mehr und bin weggelaufen. Als ich zurückkam freuten sich nur wenige Wölfe, doch ich erfuhr, dass unser Vater tot war. Er wurde von einem Elch totgetrampelt. Ich fühlte mich vollkommen allein in meiner Welt, niemand schien mich zu Lieben ich hatte vor mich umzubringen. In dem Moment kam Bissmund in meinen Bau, mit dir im Mund, meine eigenen Sorgen hatte ich ab dem Moment vollkommen vergessen, ich half dir, stärkte dich und eines Tages sagtest du mir, dass ich eine tolle Heilerin bin. Nach dem Tot von meinem Vater warst du der erste der Nett zu mir war. Ich kann einfach nicht mehr, von mir wird verlangt Liebevoll mit denen umzuspringen die mir nichts gönnen. Aber das ist denen eh egal, die gehen alle zu Silberschweif. Nadelkrieger hat so seine eigenen Art, er ignoriert alle mit denen er sich nicht verträgt und lässt sie tun was sie wollen. Aber nun haben wir genug geredet für heute. Ich möchte jetzt schlafen.“ Huskytatze lag ausgestreckt da, er hatte Silberschweif immer nett gefunden und sie bewundert. Nun verabscheut er sie.

„Kann ich hier schlafen?“, zögerte er und blickte Tatzenmond an. „Gerne“, antwortete diese und rollte sich neben dem Schüler zusammen. „Ach Huskytatze, es tut mir Leid“, flüsterte sie noch bevor sie einschlief. Huskytatze wurde warm ums Herz, er erinnerte sich nicht mehr an die Zeit in Tatzenmondsbau, nachdem er gefunden wurde, aber er freute sich, etwas gutes getan zu haben. Kurz danach begann er auch zu träumen.

Kapitel 13Bearbeiten

Mitten in der Nacht hörte der junge Wolf ein rascheln. Er schlich hinaus auf die Lichtung, wo der Mond schwach schien. Kehren die anderen schon zurück? Dafür war es noch ziemlich früh. Er schlich in den Schatten einer Tannen und beobachtete den Eingang. Er musste sich tiefer in den Schatten hinein beugen, denn sein Schwarz-weißes Fell fiel in der Dunkelheit etwas auf. Das waren auch nicht Schneefell und Silberschweif. Es roch nicht nach ihrem Rudel. Sondern nach..., nach Funkenrudel! Was sollte er denn jetzt tun? Er ohne die Unterstützung seines Rudels, sie waren nur zu 6 im Lager. Er hörte 3 Wölfe zusammengedrängt etwas besprechen, doch es war zu leise um etwas zu verstehen. „Das wird einfacher als ein Lemming zu fangen“, scherzte einer etwas lauter. Also war das doch eine Falle! Nun musste er schnell handeln. Er schlich sich zurück in den Heilerbau und weckte unsanft Tatzenmond, er hauchte: „Das Funkenrudel ist hier, wir müssen das Lager verteidigen.“ Tatzenmond bedeutete ihm ruhig zu sein und streckte den Kopf hinaus. „Warte hier!“, zischte sie. Überrascht über ihre eigenartige Reaktion blieb er wo er war. Wird sie sich jetzt ganz allein dem Rudel stellen? Und was ist mit Silberschweif und Mutter? Sie werden doch meiner Mutter nichts tun. Doch Schneefell war eine ausgezeichnete Kämpferin, sie wusste sich zu wehren und Silberschweif war jung, schnell und wendig. Jeder Atemzug kam ihm vor wie eine ganze Nacht, auf der Lichtung war nichts zu hören. Bis Tatzenmond laut nach ihm rief. Er zuckte zusammen. Ist die den völlig Gaga? Super jetzt wissen sie ,dass wir hier sind. Als er hinaus kam fauchten und trampelten die anderen als wären sie verrückt geworden. Sogar Kratzstille mit ihrem runden Bauch fauchte als würde sie ihrem Erzfeind gegenüber stehen. Auch Huskytatze schloss sich ihnen an und trampelte herum wie ein wilder. Jetzt verstehe ich, sie wollen vortäuschen, als wäre noch ein ganzer Haufen Wölfe hier. Er hörte wie einige der Feinde wütend zischten und sich zurückzogen, noch bevor sie den Lagereingang erreicht hatten. Nun waren nur noch 3 Wölfe übrig. Sie standen sich gegenüber. Huskytatze starrte dem kleinsten Wolf in die Augen, er musste wohl noch ein Schüler sein, oder einfach ein sehr kleiner Krieger. Sein Fell war rot und es war auch in der Dunkelheit nicht zu übersehen. Daneben erkannte er Raufton, die schildpattfarbene Wölfin, welche er bereits am Mittag begegnet war. Die dritte Wölfin war pechschwarz. Nur ihre dunklen Augen funkelten im Mondlicht. „Was soll das Spitzkriegerin?“, regte sich der ältere Rundherz auf. „Ihr habt uns Beute gestohlen!“, knurrte der kleinere. Daraufhin bekam er einen Klaps ins Genick von Raufton. „Sei ruhig Gluttatze“, befahl ihre Anführerin. „Aber es stimmt, was er sagt, ihr habt nicht das Recht uns Beute zu stehlen“ Erst jetzt fiel Huskytatze auf, dass die drei viel abgemagerter waren, als er selbst. „Aber wegen ihnen ist mein Bruder gestorben!“, protestierte Gluttatze. „Du lügst, so was würden meine Krieger nie tun. Und was deinen Bruder angeht, das tut mir Leid, aber es geht nicht auf meine Verantwortung.“, klagte Kratzstille, ihre Stimme war fest, sie glaubte Spitzkriegerin kein Wort. „Wenn du deinen Kriegern es verbietest, dann gehen wir und euch wird nichts passieren.“, antwortete Spitzkriegerin. „Wir können uns sehr wohl wehren!“, erwiderte Kratzstille. Offenbar wollte Kratzstille einen Kampf nicht vermeiden. Huskytatze bezweifelte, dass sie diesen Kampf wirklich gewinnen konnten. Blühzeit und Kratzstille waren nicht in der Lage mit aller Kraft zu kämpfen. Tatzenmond hatte nie das Kämpfen gelernt und er wusste nicht, wie lange Rundherz und Freistreif ihre Kampfkünste nicht mehr angewendet hatten. Vorsichtig spannte er seine Hinterbeine zum Sprung an und bedeutete Tatzenmond es ihm nach zu machen. Nun standen sie da, es herrschte eine gruselige Stille und Angstgeruch stieg auf. Es war so still, das Huskytatze den Atem von seinen Feinden hören konnte. Wird Kratzstille oder Spitzkriegerin ein Angriffszeichen geben, wird es überhaupt zum Kampf kommen. Und... Seine Gedanken wurden unterbrochen, als der rote Schüler ihn ansprang. Er fauchte, als er völlig benommen unter seinem Gewicht zusammenbrach. Blühzeit schubste ihn weg und eilte dann Kratzstille zu Hilfe, die mit Tatzenmond an ihrer Seite gegen die Anführerin des Funkenrudels kämpfte. Mit all seiner Kraft biss Huskytatze in das Hinterbein seines Gegners. Schrill schrie Gluttatze auf. Er war wie gelähmt vor Schmerz. Huskytatze hatte die Gelegenheit, er hatte die Möglichkeit ihn umzubringen. Aber könnte er das überhaupt, einen Schüler umbringen? Nein, das würde er nicht übers Herz bringen. Er sprang von ihm herunter. Doch sein Gegner lief nicht weg, wie er es erwartet hatte, sondern sprang ihn an. Huskytatze rollte sich zur Seite und sprang auf eine Tanne. Balancierte auf einem niedrigen Ast, wie Graupelz es ihm beigebracht hatte. Von oben sprang er hinab auf den hilflosen Schüler und fuhr ihm mit den Krallen über die Schulter. Nun floh der Schüler. Blühzeit, Tatzenmond und Kratzstille waren überfordert mit ihrem Gegner, genauso wie auch Rundherz und Freistreif. Huskytatze wollte ihnen zu Hilfe eilen, doch er konnte nicht aufstehen, er hatte sich beim Sprung verletzt. Wir haben keine Chance, wir verlieren! Plötzlich heulte neues Kampfgeschrei auf und Eistatze kam durch den Lagereingang gestürzt, gefolgt von Muskeltatze. Hoffnung flackerte wieder in den Augen von Rundherz. Sie teilten sich auf und benutzten alle ihre Kampffertigkeiten. Kurz darauf kam auch Knotentatze herein gerannt und sprang auf Rauftons Rücken. Huskytatze sah, wie Staub aufwirbelte und die beiden Kriegerinnen in einem Gewimmel von Wölfen untergingen. Sie hatten gewonnen!

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